Rekordwertung auf Metacritic: Darum kommt Splatoon Raiders für Switch 2 so gut an

Splatoon Raiders für die Nintendo Switch 2 (derzeit 433 Euro auf Amazon) hat auf Metacritic zeitweise eine Nutzerwertung von 9,4 von 10 Punkten erreicht. Damit war das Spiel kurzzeitig der bestbewertete Nintendo-Titel in der Geschichte der Plattform – noch vor den beliebtesten Zelda- und Pokémon-Klassikern. Auf Reddit wird die ungewöhnlich hohe Wertung bereits eifrig diskutiert. Zum Zeitpunkt des dort geteilten Berichts kam Splatoon Raiders bei rund 540 Nutzerbewertungen auf 9,4 Punkte. Inzwischen ist der User Score auf 9,3 Punkte gefallen. Das reicht aktuell für Platz sieben in der ewigen Nutzer-Rangliste von Metacritic. Doch warum kommt das Spiel eigentlich so gut an?
Süchtig machender Gameplay-Loop
Beim Lesen der Metacritic-Wertungen wird schnell klar, was Spieler an Splatoon Raiders so feiern. Immer wieder ist von einem „süchtig machenden“ Gameplay die Rede. In kurzen Raids kleckst man durch Gegnerhorden, sammelt neue Waffen und Gadgets und verbessert anschließend seine Ausrüstung. Mit stärkeren Builds geht es dann in schwierigere Missionen, in denen bereits die nächsten Belohnungen warten. Dazu trägt auch das große Waffenarsenal mit unterschiedlichen Seltenheitsstufen und frei kombinierbaren Verbesserungen bei. Mehrere Spieler erklären, dass sie selbst nach der Kampagne weitergespielt haben, um neue Builds auszuprobieren, ihre Ausrüstung zu optimieren und Bestwerte zu knacken.


Splatoon funktioniert offenbar auch ohne PvP
Ein weiterer Punkt ist, dass Splatoon Raiders nicht nur eingefleischte Fans der Reihe anspricht, sondern auch jene, die mit den kompetitiven Mehrspielgefechten der Hauptreihe bislang wenig anfangen konnten. Einige Nutzer schreiben, dass sie in früheren Teilen fast ausschließlich den Koop-Modus Salmon Run gespielt und sich schon länger ein vollständiges Spiel nach diesem Vorbild gewünscht hätten. Splatoon Raiders greift dessen Grundidee auf, baut sie aber deutlich aus. Statt nur einzelne Gegnerwellen überstehen zu müssen, geht es in Raiders auch um Erkundung – und vor allem um Loot.
Kritiker zeigen sich wenig beeindruckt
Während Splatton Raiders bei Spielern nahezu überschäumend gut ankommt, zeigt sich die Fachpresse eher unbeeindruckt. Der von Kritikern vergebene Metascore liegt bei unspektakulären 81 Punkten. Tester kritisieren die auf Dauer recht gleichförmigen Missionen, das stellenweise notwendige Wiederholen bereits bekannter Inhalte und die wenig abwechslungsreichen Umgebungen. Auch die dünne Handlung und der im Vergleich zu früheren Splatoon-Kampagnen geringere Ideenreichtum werden bemängelt.
Besonders negativ fiel das Urteil des Guardian aus: Dort erhielt Splatoon Raiders nur 4 von 10 Punkten, weil sich das Spin-off zu stark wie ein gewöhnlicher Koop-Actiontitel anfühle und dabei einen Teil des typischen Splatoon-Charmes verliere. Spieler scheinen sich daran aber wenig zu stören. Der motivierende Mix aus kurzen Raids, jeder Menge Loot und immer neuen Verbesserungen überwiegt hier offenbar.
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