Der durchaus etablierte Hersteller Rogbid nimmt über Kickstarter aktuell wahrscheinlich faktisch schlicht Vorbestellungen für die Rogbid Z10 und damit eine neue Smartwatch entgegen. Aufgerufen wird im Rahmen der Crowdfunding-Kampagne ein Preis von mindestens 189 Euro, dabei gelten mindestens formal die für Crowdfunding-Kampagnen, üblichen Risiken. Da die Auslieferung bereits im Dezember erfolgen soll, dürfte es sich um einen Marketing-Stunt handeln, um mit Kickstarter-Nutzern neue, potenzielle Käufergruppen zu erschließen.
Beworben wird die Z10 als erste Unibody-Keramik-Smartwatch. So besteht das Uhrengehäuse selbst aus Keramik und soll sich dadurch durch eine besonders hohe Kratzresistenz auszeichnen. Die Smartwatch kommt mit einem 1,8 Zoll großem AMOLED-Display mit einer Auflösung von 368 x 448 Pixeln und wird mit einer maximalen Helligkeit von 1.000 cd/m² beworben. Zwei Kameras sind verbaut. Als Betriebssystem kommt Android 9.1 zum Einsatz, dabei handelt es sich um eine natürlich schon arg angestaubte Version, zudem dürften sich in der Praxis bei der Nutzung nicht optimierter Apps doch erhebliche Probleme ergeben. Verbaut ist ein 4 Gigabyte großer Arbeitsspeicher und ein interner Speicher mit einer Kapazität von 128 Gigabyte.
Eine Mobilfunkanbindung ist nutzbar, dabei werden LTE-Netzwerke unterstützt und somit ist etwa das Führen von Telefongesprächen direkt mit der Uhr und ohne Smartphone möglich. Geworben wird mit verschiedenen Gesundheitsfunktionen, so kann etwa die Sauerstoffsättigung oder die Herzfrequenz gemessen werden, bei sportlichen Aktivitäten lässt sich die eigene Route über GNSS präzise aufzeichnen und die Navigation ist möglich. Geworben wird auch mit der Blutzuckermessung in Zusammenhang stehende Funktionen. Dabei wirbt Rogbid glücklicherweise nicht mit der unrealistischen, rein optischen Messung des Blutzuckerspiegels, sondern mit der Kompatibilität zu verschiedenen System, die den Blutdruck auch messen können - konkret wird auch der Dexcom G6 benannt. Diese Funktion geht damit nicht über die eines Smartphones heraus, so können entsprechende CGM-Systeme auch an ein Smartphone nebst App diese Werte melden, in der Praxis könnte sich so aber der Griff zum Smartphone sparen lassen. Diese Glucose-Werte lassen sich auch exportieren. Wir würden aus eigener Erfahrung aber nicht unbedingt davon ausgehen, dass moderne CGM-Systeme mit solch einer alten Android-Version auch immer problemlos funktionieren, ganz reibungslos sind etwa Kopplungsvorgänge nicht immer.






















