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Satter Sound für kleines Geld - Test Nothing Headphone (a)

ANC inklusive.

Der Nothing Headphone (a) ist ein günstiger Over-Ear-Kopfhörer für unter 160 Euro und überzeugt im Test mit einem guten Klang, ANC und LDAC-Support. Warum es nicht reicht, um der Spitzen-Konkurrenz das Wasser zu reichen, lesen Sie im Test.
Daniel Schmidt 👁 Veröffentlicht am 🇺🇸 🇳🇱 ...
Zubehör Audio Wearable

Fazit zu den Nothing Headphone (a)

Mit den Nothing Headphone (a) gelingt Nothing ein überzeugender Einstieg in die preiswertere Over-Ear-Klasse. Trotz des deutlich niedrigeren Preises gegenüber den Headphone (1) müssen Nutzer überraschend wenige Kompromisse eingehen. Die Kopfhörer überzeugen mit einem eigenständigen Design, sehr guter Verarbeitung, hohem Tragekomfort und einer durchdachten Bedienung über physische Tasten, die im Alltag deutlich praktischer ist als viele Touchlösungen der Konkurrenz.

Klanglich liefern die Headphone (a) eine lebendige und spielfreudige Abstimmung, die sich besonders für Musik, Filme und Podcasts eignet. Zwar fehlen dem Klangbild etwas Präzision und Tiefgang des teureren Modells, doch in dieser Preisklasse ist die gebotene Leistung absolut konkurrenzfähig. Auch ANC und Transparenzmodus arbeiten zuverlässig, wenn auch nicht auf Spitzenniveau.

Die größte Stärke ist jedoch die enorme Akkulaufzeit. Selbst mit aktiviertem ANC und LDAC gehören die Nothing Headphone (a) zu den ausdauerndsten Over-Ear-Kopfhörern ihrer Klasse und eignen sich damit hervorragend für Reisen und lange Arbeitstage.

Pro

+ enorme Akkulaufzeiten
+ ansprechender Klang
+ viele Anschlussmöglichkeiten

Contra

- kein passiver Betrieb über die Klinke, wenn der Akku leer ist
- Polster nicht wechselbar

Preis und Verfügbarkeit

Der Nothing Headphone (a) Kopfhörer kann direkt online bei Nothing gekauft werden, ist unter anderem aber auch bei Amazon oder Alternate erhältlich. 

Amazon Logo
159,00 €
Nothing Headphone (a) Kabellose Over-Ear Kopfhörer mit ANC, bis zu 135h Akkulaufzeit, Hi-Res, LDAC, Anpassbare taktile Steuerung – Gelb

Spezifikationen: Nothing Headphone (a)

Trageweise Over-Ear
Konnektivität Bluetooth 5.4 (Multipoint), USB, 3,5-mm-Klinke
Reichweite bis zu 10 m
Lautsprecher 40 mm, titanbeschichtete PEN- und PU-Membran, 20 - 40.000 Hz
Audio-Codecs SBC, AAC, LDAC
Akkuleistung 1.060 mAh
Ladeanschluss USB-C
Gewicht 310 g
Firmware-Version 1.0.1.51
Lieferumfang Kopfhörer, TRagebeutel, Audiokabel, USB-Kabel
Preis (UVP) 159 Euro

Nach dem Over-Ear-Debut mit den Nothing Heaphone (1) folgte mit den CMF Headphone Pro (UVP: 99 Euro) ein preiswertes Modell. Nun besetzt Nothing mit den Headphone (a) auch ein preiswerteres Segment, bleibt seiner Designlinie aber treu. 

Die Over-Ear-Kopfhörer wollen mit langen Akkulaufzeiten, außergewöhnlichem Design, traditioneller Bedienung, ANC und hochwertigem Sound punkten. Ein großes Versprechen für gerade mal 159 Euro. Ob dies gelingt, lesen Sie im Test. 

Gehäuse und Ergonomie - Viel Kunststoff im schicken Design

Die Nothing Headphone (a) sind in vier Farbvarianten erhältlich: Weiß, Schwarz, Rosa und Gelb. Anders als bei den Headphone (1) verzichtet Nothing auf den Einsatz von Aluminium, wodurch das a-Modell nicht ganz so wertig wirkt. Das Design ist jedoch auch im Kunststoffgewand ein echter Hingucker, die Verarbeitung hinterlässt einen sehr guten Eindruck und trotz der Materialauswahl wirkt der Kopfhörer nicht billig. 

Die großen weichen Ohrpolster bieten einen hohen Tragekomfort und der Anpressdruck der Headphone (a) ist nicht zu stark. Durch die geschlossene Bauweise werden die Ohren nicht gut belüftet, dennoch haben wir das Tragen für mehrere Stunden nicht als unangenehm empfunden. 

Die Kopfhörer sind gemäß IP52 gegen das Eindringen von schädigenden Mengen Staub und gegen fallendes Tropfwasser geschützt. 

Nachhaltigkeit - Nothing ist vergleichsweise transparent

Die Nothing Headphone (a) kommen in einer kunststofffreien Verpackung. Nothing gibt an, dass der CO2e-Fußabdruck für das Produkt bei 12,6 kg liegt, außerdem wird bei der Endmontage Energie aus erneuerbaren Quellen verwendet. 

Ersatzteile gibt es für die Kopfhörer nicht. Die Ohrkissen lassen sich zudem nicht durch den Nutzer wechseln. 

Ausstattung und Bedienung - Keine Abstriche gegenüber dem teureren Modell

Für das Verbinden der Nothing Headphone (a) stehen sowohl Google Fast Pair als auch Microsoft Swift Pair zur Verfügung. Wer die Bluetooth-Kopplung lieber manuell durchführen möchte, findet dafür eine dezente Taste auf der Innenseite des Kopfhörers. Alternativ können die Headphones auch via USB-C oder über den 3,5-mm-Klinkenanschluss genutzt werden. Allerdings gibt es keinen passiven Modus, sodass die Kopfhörer bei leerem Akku nicht verwendet werden können. Das Einschalten erfolgt über einen Schiebeschalter.

Die Steuerung funktioniert entweder über das gekoppelte Gerät oder direkt mit den physischen Tasten an den Nothing Headphone (a). Hierfür gibt es einen sogenannten Roller, der sich zum Einstellen der Lautstärke drehen lässt und durch Drücken verschiedene Funktionen wie Start/Stopp oder einen Wechsel zwischen ANC und Transparenzmodus auslöst (bei längerem Drücken). Zusätzlich gibt es ein Paddel, mit dem man zum vorherigen oder nächsten Track springen kann; hält man es länger gedrückt, ist – sofern von der App unterstützt – das Vorspulen möglich. Über die KI-Taste lässt sich ein Sprach- oder KI-Assistent aktivieren.

Mit der Nothing X App können zahlreiche Einstellungen vorgenommen und Firmware-Updates installiert werden. Zudem lassen sich hier die Tastenbelegungen einsehen und individuell anpassen.

Sound - Spielfreudige Kopfhörer von Nothing

Der Sound ist bei den Nothing Headphone (a) nicht von KEF abgestimmt, dennoch präsentieren sich die Kopfhörer sehr spielfreudig und bereiten bei allen Medieninhalten Freude. Sie schwächeln jedoch ein wenig beim Bass in den Standard-Einstellung, weshalb wir diesen Umstand per Equalizer behoben haben, außerdem sind die Töne nicht ganz so klar wie beim teureren Modell. Das wird aber allenfalls audiophile Menschen stören, denn auch die passende Soundquelle ist hier eine wichtige Voraussetzung. 

Dank LDAC steht ein hochwertiger Bluetooth-Codec zur Verfügung, zudem können USB sowie der 3,5-mm-Klinkenanschluss als Quellen genutzt werden. Die Nothing Headphone (a) bieten darüber hinaus Unterstützung für Spatial Audio, individuell einstellbare Equalizer und einen Bassverstärker.

Der Transparenzmodus arbeitet mit geringem Rauschen und die aktive Geräuschunterdrückung (ANC) zeigt eine solide Wirkung, bleibt jedoch hinter der Leistung der Headphone (1) zurück und erreicht nicht das Niveau von Bose und ähnlichen Herstellern.

Telefonate werden deutlich auf den Kopfhörern wiedergegeben, allerdings klingt die Stimme des Nutzers der Nothing Headphone (a) etwas dumpf und metallisch.

Loudspeakers
THD
Teufel Real Blue Pro (RMS: -0.6 dBFS)
0.088 % *
Nothing Headphone (a) (RMS: -2.3 dBFS)
0.035 % *
Nothing Headphone (1) (RMS: -1.1 dBFS)
0.026 % *
THD+N
Teufel Real Blue Pro (RMS: -0.6 dBFS)
1.1 % *
Nothing Headphone (1) (RMS: -1.1 dBFS)
0.33 % *
Nothing Headphone (a) (RMS: -2.3 dBFS)
0.2 % *

* ... kleinere Werte sind besser

THD (Total Harmonic Distortion): Die harmonischen Verzerrungen beziffern die Größe der Anteile, die durch nichtlineare Verzerrungen (Oberschwingungsanteil) in Relation zum Originalsignal entstehen. THD nimmt dabei lediglich Bezug auf den Grundschwingungsanteil. Der Klirrfaktor wird häufig im gleichen Atemzug genannt, bezieht sich jedoch auf das Gesamtsignal.
THD+N (Total Harmonic Distortion + Noise): Dieser Wert ist vergleichbar mit THD, jedoch wird zusätzlich zu den Störleistungen der Oberschwingen die des Rauschens als Effektivwert erfasst.
Für die Messung wird über den zu testenden Kopfhörer ein oberwellenarmes Sinussignal (1 kHz, > 0 dB) wiedergegeben, welches von einem linearen Messmikrofon (Messabstand: ca. 1 cm) in einem Kunstkopf erfasst wird. 

Beide Werte werden in Prozent angegeben. Je geringer der Wert ist, umso besser ist die Signaltreue.

dB(A) 0102030405060708090Deep BassMiddle BassHigh BassLower RangeMidsHigher MidsLower HighsMid HighsUpper HighsSuper Highs2033.6762519.982.33117.782.34029.179.75030.984.86314.984.18020.581.510015.779.512511.778.716013.373.620013.371.525011.670.731512.770.140015.272.250012.973.963012.673.580012.372.4100013.373125012.375.1160013.975.2200016.280.4250019.484.2315018.384.5400015.277.3500014.573.1630014.273.7800014.172.8100001472.31250013.173.91600013.766.5SPL27.490.8N0.892.3median 13.7median 73.7Delta1.23.539.954.733.162.427.966.233.970.438.776.326.47726.583.43479.717.573.217.873.117.371.89.870.79.272.610.274.11075.911.477.513.579.814.48215.68312.7829.882.516.490.620.489.613.486.312.383.710.381.111.1811181.711.579.710.876.12797.10.8127.7median 12.3median 813.34.5hearing rangehide median Pink NoiseNothing Headphone (a)Teufel Real Blue Pro
Frequenzdiagramm (für Vergleiche die Checkboxen oben an-/abwählen)
Nothing Headphone (a) Audio Analyse

(+) | Die Lautsprecher können relativ laut spielen (90.8 dB)
Bass 100 - 315 Hz
(+) | guter Bass - nur 3.3% Abweichung vom Median
(+) | lineare Bass-Wiedergabe (3.2% Delta zum Vorgänger)
Mitteltöne 400 - 2000 Hz
(+) | ausgeglichene Mitten, vom Median nur 1.7% abweichend
(+) | lineare Mitten (2.8% Delta zum Vorgänger)
Hochtöne 2 - 16 kHz
(+) | ausgeglichene Hochtöne, vom Median nur 4% abweichend
(+) | sehr lineare Hochtöne (4.1% Delta zum Vorgänger)
Gesamt im hörbaren Bereich 100 - 16.000 Hz
(+) | hörbarer Bereich ist sehr linear (6.9% Abstand zum Median
Im Vergleich zu allen Geräten derselben Klasse
» 1% aller getesteten Geräte dieser Klasse waren besser, 0% vergleichbar, 99% schlechter
» Das beste Gerät hat einen Delta-Wert von 4%, durchschnittlich ist 24%, das schlechteste Gerät hat 134%
Im Vergleich zu allen Geräten im Test
» 1% aller getesteten Geräte waren besser, 0% vergleichbar, 99% schlechter
» Das beste Gerät hat einen Delta-Wert von 4%, durchschnittlich ist 24%, das schlechteste Gerät hat 134%

Teufel Real Blue Pro Audio Analyse

(+) | Die Lautsprecher können relativ laut spielen (97.1 dB)
Bass 100 - 315 Hz
(±) | abgesenkter Bass - 7.5% geringer als der Median
(+) | lineare Bass-Wiedergabe (3.5% Delta zum Vorgänger)
Mitteltöne 400 - 2000 Hz
(+) | ausgeglichene Mitten, vom Median nur 2.8% abweichend
(+) | lineare Mitten (2.2% Delta zum Vorgänger)
Hochtöne 2 - 16 kHz
(+) | ausgeglichene Hochtöne, vom Median nur 3.9% abweichend
(+) | sehr lineare Hochtöne (3.8% Delta zum Vorgänger)
Gesamt im hörbaren Bereich 100 - 16.000 Hz
(+) | hörbarer Bereich ist sehr linear (9.5% Abstand zum Median
Im Vergleich zu allen Geräten derselben Klasse
» 4% aller getesteten Geräte dieser Klasse waren besser, 1% vergleichbar, 96% schlechter
» Das beste Gerät hat einen Delta-Wert von 4%, durchschnittlich ist 24%, das schlechteste Gerät hat 134%
Im Vergleich zu allen Geräten im Test
» 4% aller getesteten Geräte waren besser, 1% vergleichbar, 96% schlechter
» Das beste Gerät hat einen Delta-Wert von 4%, durchschnittlich ist 24%, das schlechteste Gerät hat 134%

Akkulaufzeiten - Gefühlt endlos

Die Akkulaufzeiten werden mit bis zu 135 Stunden angegeben. Wer LDAC und ANC nutzt, reduziert diese auf 62 Stunden. Durch die Schnellladefunktion lassen sich die Kopfhörer binnen zwei Stunden vollständig aufladen. Bereits nach fünf Minuten wird eine Wiedergabezeit von rund fünf Stunden (mit ANC) ermöglicht.

Im Alltag ist die Spielzeit der Nothing Headphone (a) gefühlt ewig und selbst bei langen Reisen mit langen Flügen mussten wir nicht einmal zwischenladen. 

Transparenz

Die Auswahl der zu testenden Geräte erfolgt innerhalb der Redaktion. Das vorliegende Testmuster wurde dem Autor vom Hersteller unentgeltlich zu Testzwecken überlassen. Eine Einflussnahme auf den Testbericht gab es nicht, der Hersteller erhielt keine Version des Reviews vor der Veröffentlichung. Es bestand keine Verpflichtung zur Publikation. Als eigenständiges, unabhängiges Unternehmen unterliegt Notebookcheck keiner Diktion von Herstellern, Shops und Verlagen.

So testet Notebookcheck

Pro Jahr werden von Notebookcheck hunderte Laptops und Smartphones unabhängig in von uns standardisierten technischen Verfahren getestet, um eine Vergleichbarkeit aller Testergebnisse zu gewährleisten. Seit rund 20 Jahren entwickeln wir diese Testmethoden kontinuierlich weiter und setzen damit Branchenstandards. In unseren Testlaboren kommt ausschließlich hochwertiges Messequipment in die Hände erfahrener Techniker und Redakteure. Die Tests unterliegen einer mehrstufigen Kontrolle. Unsere komplexe Gesamtbewertung basiert auf hunderten fundierten Messergebnissen und Benchmarks, womit Ihnen Objektivität garantiert ist. Weitere Informationen zu unseren Testmethoden gibt es hier.

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Autor: Daniel Schmidt,  8.05.2026 (Update:  8.05.2026)