Seiko Presage Classic „Bonsai": Erste Bilder zeigen zwei Gehäuseboden-Optionen

Die Pressebilder von Seiko zur neuen Presage Classic x Tradman’s Bonsai zeigen ein dunkelgrünes Zifferblatt. Die Hands-on-Fotos von Fratello und Hodinkee Japan vermitteln jedoch ein deutlich differenzierteres Bild.
Auf den Aufnahmen beider Publikationen wirkt das Zifferblatt je nach Lichteinfall völlig unterschiedlich. In den Studioaufnahmen von Fratello vor schieferfarbenem Hintergrund erscheint es beispielsweise fast schwarz (siehe unten), wobei das Grün hauptsächlich in der Mitte sichtbar bleibt. Auf den Außenaufnahmen am Handgelenk nimmt das Zifferblatt dagegen auf nahezu der gesamten Fläche einen leuchtenden Smaragdton an. Auch die Tageslichtaufnahmen von Hodinkee Japan zeigen einen ähnlichen Effekt: Im offenen Schatten wirkt das Zifferblatt intensiv grün, während eine schräg aufgenommene Studioaufnahme eher einen türkisen Farbton zeigt. Wohlgemerkt handelt es sich um vier unterschiedliche Darstellungen derselben Uhr, aufgenommen von zwei Fotografen. Das macht die Wirkung des Zifferblatts und seiner Textur umso interessanter.
Auffällig ist auch die Struktur des Zifferblatts. Fratellos Makroaufnahmen zeigen, dass das Prägemuster nicht vollkommen regelmäßig ausfällt. Feine Rillen verlaufen strahlenförmig nach außen. In der Mitte liegen sie dichter und sind stärker miteinander verflochten, während sie zum Rand hin länger und geradliniger werden – mit sichtbaren Unregelmäßigkeiten. Dadurch wird das Licht unterschiedlich reflektiert, was den starken Farbwechsel des Zifferblatts erklären könnte. Anders als bei einem klassischen Sunray-Finish entsteht so kein gleichmäßiger Farbverlauf, sondern ein deutlich lebendigerer Effekt.


Noch interessanter als die unterschiedlichen Zifferblattaufnahmen sind die Gehäuseböden, die sich ebenfalls voneinander unterscheiden. Das internationale Modell von Fratello trägt lediglich die Seiko-Markierungen, den Schriftzug „Limited Edition“ und die Seriennummer 0001/2000 rund um ein unbedrucktes Saphirglas. Beim Modell HCC011J von Hodinkee Japan ist zusätzlich der Tradman-Schriftzug „Bonsai“ in Gold auf dem Glas zu sehen, zusammen mit der Nummer 001/600. In Seikos eigener Beschreibung werden zwar die Gravur und die Seriennummer erwähnt, nicht jedoch das aufgedruckte Kollaborationslogo. Bislang ist dieses ausschließlich auf der japanischen Referenz zu sehen.
Weitere Details dürften weniger interessant sein, wenn Sie bereits unseren Bericht zur offiziellen Markteinführung gelesen haben. Das Gehäuse ist 12,9 mm hoch, wobei der polierte Mittelteil flach ausfällt. Ein Großteil der Höhe entfällt auf das gewölbte Glas und den Gehäuseboden, sodass die Uhr am Handgelenk vermutlich flacher wirkt, als es die Maße vermuten lassen. Die Fräsung der Lünette ist fein und dicht und erinnert eher an eine Münzkante als an die geriffelte Lünette einer Datejust. Vergoldung, siebenreihiges Armband und grünes Zifferblatt machen den Vergleich mit der Rolex ohnehin naheliegend. Die Textur muss dabei für den Großteil der optischen Wirkung sorgen, da die Uhr weder über eine Datumsanzeige noch über Leuchtbeschichtung verfügt. Auch beim Ersatz-Lederarmband gibt es einen weiteren Unterschied: Fratello beschreibt eine Dornschließe, während auf den Bildern von Hodinkee eine Faltschließe zu sehen ist.
Alle Bilder unterliegen dem Urheberrecht von Hodinkee Japan und Fratello Watches.
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