Sicherheitslücken-Fixes: Microsoft behebt 167 Schwachstellen und zwei Zero-Days

Microsoft hat am 14. April 2026 sein Patch-Tuesday-Update für April 2026 veröffentlicht. Dieses behebt mehr als 160 Sicherheitslücken, darunter zwei Zero-Day-Schwachstellen, von denen eine Berichten zufolge bereits vor der Verfügbarkeit der Patches aktiv ausgenutzt wurde.
Der monatliche Rollout umfasst kumulative Updates für alle unterstützten Windows-Versionen. Die Windows 11-Versionen 25H2 und 24H2 erhalten das Update KB5083769, während Windows 11 Version 23H2 das Update KB5082052 erhält. Diese Updates werden auf den meisten Endgeräten automatisch installiert, sofern Windows Update nicht pausiert wurde.
Sicherheitsforscher bezeichneten das April-Release als überdurchschnittlich umfangreich, mit einer ungewöhnlich hohen Anzahl an Fixes für Kernkomponenten von Windows.
Unterschiedliche Angaben zur Gesamtzahl der Schwachstellen
Verschiedene Sicherheitsanbieter meldeten leicht abweichende Zahlen bei den Schwachstellen für April. Microsoft gab an, 167 Sicherheitslücken geschlossen zu haben, darunter eine aktiv ausgenutzte Zero-Day-Lücke und eine Schwachstelle, die bereits vor der Veröffentlichung öffentlich bekannt war.
Andere Sicherheitsfirmen, darunter Qualys, berichteten von insgesamt 163 bis 164 Sicherheitslücken, von denen acht als „kritisch“ eingestuft wurden. Trotz geringfügiger Unterschiede in den Zählungsmethoden sind sich die Forscher weitgehend einig, dass der Update-Zyklus im April Folgendes umfasst:
- Zwei Zero-Day-Schwachstellen
- Acht als „Kritisch“ eingestufte Sicherheitslücken
- Eine große Anzahl von Schwachstellen zur Ausweitung von Berechtigungen (Elevation-of-Privilege), die in mehreren Berichten die größte Kategorie bildeten.
Zero-Day-Schwachstellen erhöhen in der Regel die Dringlichkeit, da sie Angreifern bereits bekannt sein können, bevor Patches veröffentlicht werden.
Windows 11 KB5083769 führt neue Builds und Zuverlässigkeits-Fixes ein
Microsofts wichtigstes Windows 11-Update für April ist KB5083769, welches die Systeme nach der Installation auf neue Builds aktualisiert:
- Windows 11 Version 25H2: Build 26200.8246
- Windows 11 Version 24H2: Build 26100.8246
Zusätzlich zu den Sicherheits-Fixes enthält das Update Verbesserungen der Zuverlässigkeit und laufende Maßnahmen zur Systemhärtung. Microsoft hat außerdem Schutzmaßnahmen für die Nutzung von Remote-Desktops eingeführt, darunter Warnmeldungen beim Öffnen unbekannter .rdp-Konfigurationsdateien.
Diese Änderungen sind Teil der umfassenden Bemühungen von Microsoft, den Diebstahl von Anmeldedaten und Phishing-Angriffe zu reduzieren, die auf Remote-Verbindungstools basieren.
Zusätzliche Updates für ältere Windows-Versionen
Microsoft hat im Rahmen des April-Zyklus auch Sicherheitsupdates für frühere Windows-Versionen veröffentlicht. Windows 11 Version 23H2 erhielt KB5082052, während unterstützte Windows 10-Systeme eigene kumulative Sicherheitsupdates erhielten.
Microsoft stuft diese Updates als verpflichtend ein, da sie Sicherheitslücken schließen, die in den letzten Monaten entdeckt wurden. Systeme, die für automatische Updates konfiguriert sind, installieren diese in der Regel ohne weiteres Zutun des Nutzers.








