SnowPod: Dieser Desktop-3D-Drucker druckt Metall, für besonders belastbare Modelle

3D-Drucker sind inzwischen auch zu günstigen Preisen erhältlich, gleichwohl gibt es eine grundsätzliche Einschränkung bei der Nutzbarkeit: So lassen sich mechanisch hoch belastete Teile im Regelfall nicht anfertigen, da Kunststoffe nicht extrem belastbar sind. Das stellt für Privatnutzer eher weniger ein Problem dar, für industrielle Anwendungen allerdings schon. Während der FibreSeeker 3 dieser Einschränkung durch die Nutzung einer durchgängigen Carbonfaser begegnen will, geht der demnächst im Rahmen einer Crowdfunding-Kampagne erhältlich SnowPod einen anderen Weg und nutzt Metall.
Dabei funktioniert der SnowPod aus Sicht des Nutzers wahrscheinlich sehr ähnlich wie ein konventioneller 3D-Drucker - das werden wir hoffentlich auf der Formnext in Frankfurt sehen können - allerdings funktioniert der eigentliche Druckgang ganz anders. So kommt Metallpulver zum Einsatz, die Drucktechnologie wird als SLM bezeichnet. Der Begriff Selektives Laserschmelzen ist dann relativ selbstklärend: Mithilfe eines Lasers wird das Modell schichtweise verschmolzen. Genutzt wird ein Faserlaser mit einer angegebenen Leistung von 200 Watt. Die Druckgeschwindigkeit wird mit bis zu 800 mm/s angegeben, der Laserpunkt soll rund 40 µm groß sein. Zwischen 30 und 60 µm große Schichten sollen sich erzeugen lassen.
Im Vergleich zu einem 3D-Drucker ergeben sich aber noch weitere Einschränkungen. So ist der Arbeitsraum mit 80 x 80 x 100 Millimetern recht klein, Standard-3D-Drucker bieten um die 250 x 250 x 250 Millimeter. Als Schutzgas wird Stickstoff eingesetzt, welches mit dem NitroPod erzeugt werden kann. Das Handling des Pulvers soll in einem geschlossenen System vonstattengehen, eine zweifache HEPA-Filterung ist vorhanden. Im Rahmen der Crowdfunding-Kampagne sollen für den SnowPod 5.299 Dollar verlangt werden. Interessierte können sich noch einen VIP-Preis von 4.999 Dollar sichern, mit dem NitroPod werden dann mindestens 5.599 Dollar aufgerufen.






