Starlink ist den russischen Angriffstruppen in der Ukraine seit Langem ein Dorn im Auge. Das System sorgt für eine deutliche Informationshoheit ukrainischer Truppen. Geheimdienstberichten aus zwei NATO-Staaten zufolge entwickelt Russland eine neue Waffe, um Elon Musks Starlink-Satelliten gezielt auszuschalten. So berichtet es die Associated Press.
Die Wirkung der Waffe könnte verheerend sein. Sie soll hunderttausende winzige Pellets in den Umlaufbahnen der Satelliten verteilen. Damit würden gleich mehrere Starlink-Satelliten unbrauchbar gemacht werden. Mit ihrer winzigen Größe ließen sich die Pellets kaum per Radar erkennen. Somit ließe sich auch nicht nachvollziehen, ob Starlink-Satelliten wirklich einem Angriff zum Opfer gefallen sind.
Deutlich schlimmer als die Schäden am Starlink-Netzwerk könnten aber die Kollateralschäden des Einsatzes einer solchen Waffe werden. Mit einer Höhe von etwa 550 km liegen die Umlaufbahnen der Satelliten von SpaceX über den Umlaufbahnen von bemannten Raumstationen wie der ISS. Auch viele Forschungssatelliten haben geringere Orbits. Da die kleinen Geschosse mit der Zeit absinken würden, würden sie diese Umlaufbahnen über lange Zeit lang unsicher machen. Raumfahrt, so wie wir sie heute kennen, wäre nahezu unmöglich.
Die Einschätzungen unter Analysten gehen auseinander. Einige halten das Projekt für ein riskantes Gedankenexperiment. Da Russland selbst massiv in seine Raumfahrt investiert hat, erscheint eine so rücksichtslose Waffe, die den Orbit für alle unbrauchbar macht, unlogisch.
Andere Stimmen, wie der Kommandeur der kanadischen Space Division, halten die Entwicklung für plausibel. Angesichts früherer Berichte über russische Atomwaffen-Pläne im All passe ein solches System ins Bild der russischen Strategie. Russland sieht in Starlink eine massive Bedrohung, da das System für die ukrainische Kommunikation und Zielerfassung essenziell ist.











