Steam-Launch: Kostenloses Retro-Adventure startet mit 88% ‚Sehr Positiven‘ Rezensionen

Am 6. März 2026 brachte ein kleiner chinesischer Entwickler – Changzhou Hualande Software – das Spiel Metal Hunter als Free-to-Play-Titel auf Steam heraus. Das Spiel bezeichnet sich selbst als „experimentelle Imitation“ klassischer Panzer-JRPGs und basiert explizit auf einem aufgegebenen System, das bereits 2012 konzipiert wurde. Die Entwickler bitten darum, die Erwartungen aufgrund des nicht-kommerziellen Hintergrunds niedrig zu halten – dennoch konnte das Projekt in der Retro-RPG-Nische schnell ein kleines Stammpublikum gewinnen.
Wichtige Spezifikationen und Fakten
Metal Hunter ist auf extreme Barrierefreiheit ausgelegt, was wahrscheinlich ein Nebenprodukt seiner alten Engine-Basis von 2012 ist.
- Performance: Erreichte innerhalb der ersten 48 Stunden einen Spitzenwert von 216 gleichzeitig aktiven Spielern.
- Speicherplatz: Benötigt 3 GB verfügbaren Speicher.
- Arbeitsspeicher: Die Mindestanforderung liegt bei extrem niedrigen 512 MB RAM, wobei 1 GB für die Stabilität empfohlen wird.
- Grafik: Zielt auf das Niveau einer GTX 650 Ti ab, wodurch es auf praktisch jedem modernen Grafikchip (iGPU) spielbar ist.
- Betriebssystem: Erfordert zwingend Windows 10 oder höher.
Das Game spielt in einem postapokalyptischen Ödland, in dem "Metal Hunters" gepanzerte Streitwagen und Panzer steuern, um gefährliche Monster und wertvolle Kopfgelder zu jagen. Mechanisch nutzt es ein duales System, bei dem die Spieler sowohl menschliche Charaktere als auch ihre mechanischen Fahrzeuge verwalten – eine Hommage an die Metal Max-Serie.
Da die Entwickler erklärt haben, dass dies ein nicht-kommerzielles Projekt ist, um bestehende Urheberrechte zu respektieren, fehlen jegliche aggressive Monetarisierung oder Pay-to-Win-Elemente, die man sonst bei Standard-F2P-Veröffentlichungen findet.
Die positive Bewertung von 84 % ist beeindruckend für ein Projekt, das im Grunde ein wiederbelebtes „totes Projekt“ ist. Sein Erfolg liegt vermutlich an seiner Ehrlichkeit: Indem das Spiel als kostenloses, nicht-kommerzielles Experiment vermarktet wird, sinkt die Kritikschwelle massiv.
Während die Steam-Charts in der Spitze nur 216 Spieler zeigen, verrät ein Blick auf die (hauptsächlich chinesischen) Rezensionen, dass die Mechaniken zur Panzer-Individualisierung ausgereift genug sind, um Genre-Fans zufriedenzustellen. Der Hinweis „Steam is learning about this game“ auf der Produktseite bedeutet, dass Funktionen wie Sammelkarten und Achievements noch ausstehen, bis die Community-Basis weiter wächst.
Alles in allem bietet Metal Hunter Fans von Retro-JRPGs oder der Metal Max-Reihe einen kurzweiligen Nachmittag. Da das Spiel nicht kommerziell ist, bleibt man von Mikrotransaktionen verschont – auch wenn man über den einen oder anderen Schönheitsfehler hinwegsehen muss, da hier schließlich eine Engine von 2012 wiederbelebt wurde.










