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Suunto Spark: Open-Ear-Kopfhörer mit Zusatzfunktionen ausprobiert

Suunto bietet den mit den Spark neue und drahtlose Kopfhörer an, die auch mit einem erweiterten Funktionsumfang kommen und insbesondere Sportler ansprechen. Wir haben das Modell ausprobieren können - und sind nicht ganz überzeugt.

Suunto dürfte als Smartwatch-Hersteller wahrscheinlich eher unter Sportlern und nicht unbedingt dem ganz breiten Publikum bekannt sein und bietet Smartwatches mit einem doch deutlichen Sport-Fokus an - und hat auch Kopfhörer im Angebot. Die Suunto Spark sind drahtlose und bei Amazon für 149 Euro erhältliche Kopfhörer, die mit zusätzlichen Funktionen für Sportler beworben werden. An dieser Stelle gleich der Hinweis: Wir haben die Suunto Spark nicht in Kombination mit einer Smartwatch von Suunto getestet.

Die zusätzlichen Funktionen sind spannend, aber auch nicht extrem umfangreich. So können mithilfe der Kopfhörer verschiedene Parameter zur Laufeffizienz gemessen werden, konkret die Bodenkontaktzeit, die durchschnittliche vertikale Oszillation und auch die Verteilung der Bodenkontaktzeit. Verbleibt man mit dem linken oder rechten Fuß signifikant länger auf dem Boden als mit dem anderen, so ist dies ein Hinweis auf eine nicht optimale Lauftechnik, die natürlich verschiedene Gründe haben kann.

Wir können nicht sagen, ob diese Werte denn absolut gesehen korrekt, also richtig sind. Allerdings können wir die Werte mit den von einer Smartwatch gemessenen abgleichen und auch, ob sich durch eine Veränderung der Lauftechnik eine Änderung ergibt und diese dann auch in die erwartbare Richtung erfolgt. Die in unserem Fall wohlgemerkt verbesserungswürdige Bodenkontaktzeit ist vergleichbar mit der von Amazfit T-Rex 3. Die Suunto Spark gab einen Wert von 297 Millisekunden an, die T-Rex 3 hat 296 Millisekunden angezeigt. Die vertikale Oszillation wurde von den Suunto Spark mit 4,1 Zentimetern und damit deutlich niedriger als von der T-Rex 3 (8,5 Zentimeter) angegeben. Eine provozierte Änderung der eigenen Lauftechnik führte auch zu einer entsprechenden Änderung des Wertes. Zusammengefasst: Ob die Suunto Spark die Werte richtig (also mit geringer Abweichung zum wahren Wert) misst, können wir nicht beurteilen, die Richtung scheint aber zu stimmen. Relativierend sei hier auch angemerkt: Es dürfte für den ambitionierten Freizeitläufer auch eben relevanter sein, ob sich das Lauf-ABC und damit die Arbeit an der eigenen Lauftechnik auszahlt, und nicht, ob man denn jetzt eine absolut gesehen extrem gute Lauftechnik beherrscht.

Die Suunto Spark sind offene Kopfhörer
Die Suunto Spark sind offene Kopfhörer

Die Suunto-App ist grundsätzlich ordentlich, allerdings ist es uns nicht gelungen, eine Laufeinheit in einer Aktivität unterzubringen. Stattdessen gibt es zwei Aktivitäten, eine mit der vom Handy getrackten Aktivität mit GPS-Positionen und eine, welche dann auch die Werte zur Laufeffizienz beinhalten. Das ist alles andere als optimal. Es gibt eine Bewertung zur Nackenbeweglichkeit. Dann werden Träger aufgefordert, den Nacken so weit wie schmerzfrei möglich zu drehen und zu neigen. Das ist eine durchaus innovative Nutzung einer Sensorik und man kann sich auch im Alltag benachrichtigen lassen, wenn der Nacken lange starr bleibt - wenn man die Kopfhörer im Alltag denn stundenlang trägt. Wirklich gewünscht hätten wir uns aber eine Funktion, mit der während des Trainings gezeigt wird, wenn die Haltung des Kopfes nicht optimal ist. Das ist insofern schade, als dass nicht selten zu sehen ist, wie Laufanfänger recht starr auf den Boden direkt vor ihnen schauen, was durchaus zu Verspannungen führen kann.

In Bezug auf die Soundqualität sind die Suunto Spark unauffällig im besten Sinne. Es handelt sich eben um offene Kopfhörer, Umgebungsgeräusche sind damit weiter hörbar. Bei Telefongesprächen versteht der Gesprächspartner die Stimme gut und das auch in lauteren Umgebungen. Die Steuerung mithilfe von Kopfgesten ist möglich und funktionierte im Test zuverlässig. Die Suunto Spark sind definitiv nicht schlecht und im Grunde kompetente Kopfhörer. Wirklich begeistern tun sie aber nicht: Der Preis von 150 Euro ist ziemlich hoch, die Werte zur Laufeffizienz werden inzwischen auch von Smartwatches entsprechend angezeigt und ganz zu Ende gedacht sind die Funktionen noch nicht. Die Konkurrenz ist in diesem Preisbereich schon gewaltig, wenn denn auf die Werte zur Laufeffizienz verzichtet werden kann. Am ehesten sehen wir die Suunto Spark als attraktiv für Nutzer einer Suunto-Smartwatch, welche die Bodenkontaktzeit nicht nur über die Smartwatch erfassen wollen.

Messbar sind verschiedene Parameter zur Laufeffizienz
Messbar sind verschiedene Parameter zur Laufeffizienz
Die Werte lassen sich in einem Diagramm darstellen
Die Werte lassen sich in einem Diagramm darstellen
Es gibt jeweils zwei Aktivitäten bei der Nutzung der App, da der Sportmodus manuell aktiviert werden muss
Es gibt jeweils zwei Aktivitäten bei der Nutzung der App, da der Sportmodus manuell aktiviert werden muss
Die Nackenmobilität lässt sich testen
Die Nackenmobilität lässt sich testen
Da gibt es noch Luft nach oben - beim Autor
Da gibt es noch Luft nach oben - beim Autor

Transparenz

Die Auswahl der zu testenden Geräte erfolgt innerhalb der Redaktion. Das vorliegende Testmuster wurde dem Autor vom Hersteller oder einem Shop zu Testzwecken leihweise zur Verfügung gestellt. Eine Einflussnahme des Leihstellers auf den Testbericht gab es nicht, der Hersteller erhielt keine Version des Reviews vor der Veröffentlichung. Es bestand keine Verpflichtung zur Publikation. Als eigenständiges, unabhängiges Unternehmen unterliegt Notebookcheck keiner Diktion von Herstellern, Shops und Verlagen.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-04 > Suunto Spark: Open-Ear-Kopfhörer mit Zusatzfunktionen ausprobiert
Autor: Silvio Werner, 25.04.2026 (Update: 25.04.2026)