Der finnische Smartwatch-Hersteller Suunto hat Garmin vor einem Bezirksgericht in Texas verklagt, da Garmin gleich fünf Patente des Unternehmens verletzen soll. Diese Patente schützen Technologien, die es erlauben, Golfschwünge zu erkennen, die Atemfrequenz mithilfe eines Herzfrequenzsensors zu ermitteln und Antennen für drahtlose Kommunikation in ein Metallgehäuse zu integrieren.
Garmin soll diese Patente durch zahlreiche Produktlinien verletzt haben, konkret listet Suunto die Fenix 5 bis zur Fenix 8 Pro (ca. 1.200 Euro auf Amazon), die Epix und fast alle Approach-Modelle. Suunto fordert Schadenersatz, der mindestens einer angemessenen Lizenzgebühr für die verletzten Patente entspricht. Darüber hinaus fordert Suunto eine dauerhafte Unterlassungsverfügung, die es Garmin untersagt, diese Patente weiterhin zu verletzen, wodurch Garmin-Smartwatches ausgewählte Features verlieren könnten.
Strava sträubt sich gegen Garmin-Werbung
Strava behauptet, Garmin hätte das Live-Segment-Feature kopiert, das es Nutzern erlaubt, ihre Geschwindigkeit auf Teilstrecken mit Freunden zu vergleichen. Der Grund für die Klage ist aber nicht nur die Patent-Verletzung, wie Strava auf Reddit beteuert. Stattdessen geht es vor allem um Garmins neue Entwickler-Richtlinien.
Diese zwingen Strava, spätestens ab 1. November ein Garmin-Logo auf allen Screens und geteilten Inhalten darzustellen, ansonsten verliert Strava den Zugriff auf alle Garmin-APIs, sodass die Software praktisch nicht mehr funktionieren würde. Laut Strava wäre dies schlichtweg erzwungene Werbung auf Kosten des Benutzererlebnisses. Kommentare auf Reddit zeigen, dass Nutzer tendenziell auf der Seite von Garmin stehen – da das Strava-Logo auf allen geteilten Screens abgebildet werden muss, auch wenn die Daten per API von einer anderen App geteilt werden, wird dem Unternehmen Heuchelei vorgeworfen.
Quelle(n)
PacerMonitor (Suunto) | GarminRumors (Strava) | Reddit



























