Im Bereich der Smartwatches hatte Garmin in Bezug auf die Displaytechnologie lange Zeit (auch) eine Sonderrolle eingenommen und nimmt es zumindest immer noch. Konkret nutzt das Unternehmen auch MIP-Bildschirme, wobei es sich um auch im Sonnenlicht gut ablesbare Bildschirme handelt, die auch eine geringe, elektrische Leistung benötigen. Garmin stellt die eigenen Produktreihen allerdings sukzessive auf die AMOLED-Technologie um und bietet die Garmin Fenix 8 Pro (im Preisvergleich) auch in einer Modellversion mit einem microLED-Bildschirm an. Damit lässt sich eine besonders hohe Helligkeit erreichen.
In einem Interview mit Tom's Guide hat sich Ralph Poshak, welcher bei Garmin für die Displaytechnologie als Manager tätig ist, ausführlich zu dem Thema Displays geäußert. Dabei belässt es der Manager nicht nur bei einer gewissen Manöverkritik, stattdessen gibt dieser auch einen Ausblick auf kommende Entwicklungen. So betont Poshak das Potenzial der microLED-Technologie in Bezug auf die Qualität der Farbdarstellung und auch die OLEDs übertreffende Helligkeit - ohne, dass die Probleme der OLED-Technologie auftreten, welche in Form von Burn-In bei Smartwatches durchaus relevant werden können.
Neue Smartwatch mit microLED-Display von Garmin sollen mehrere, aktuelle Probleme der Technologie beziehungsweise zumindest der Implementierung angehen. So ist die Leistungsaufnahme der Garmin Fenix 8 Pro in der microOLED-Version höher, was bei einem Mobilgerät mit beschränkter Akkukapazität problematisch werden kann. Weiterhin ist die Bauhöhe auch etwas höher, so wächst die Fenix 8 Pro in der Höhe um einen Millimeter. Ralph Poshak kündigt in dem Interview die Integration einer Touch-Funktion in kommende Smartwatches an. Diese Funktion lässt die Fenix 8 Pro microLED im Gegensatz zu den anderen Modellversionen vermissen.

















