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Garmin Fenix 8 Pro: Launch der neuen Premium-Multisport-Smartwatch ist wohl Abgesang auf spannende Technologie

Eine Fenix 8 Pro Solar gibt es (noch) nicht (Fenix 8 Solar, Bildquelle: Marcus Herbrich)
Eine Fenix 8 Pro Solar gibt es (noch) nicht (Fenix 8 Solar, Bildquelle: Marcus Herbrich)
Garmin bietet mit der Garmin Fenix Pro 8 eine neue und besonders gut ausgestattete Smartwatch in Versionen mit zwei unterschiedlichen Display-Technologien an. Eine dritte Version fehlt - und das dürfte ein Abgesang auf eine interessante, aber inzwischen möglicherweise doch überholte Technologie darstellen.

Die Katze ist aus dem Sack, die Garmin Fenix 8 Pro offiziell - und wird mit zwei unterschiedlichen Panel-Arten angeboten. Konkret können Nutzer zwischen einem MicroLED- und einem AMOLED-Panel wählen. MicroLED-Displays kann man sich quasi als leuchtenden und aus kleinen LEDs bestehenden Bildschirm hinter dem eigentlichen, für die Bilddarstellung verantwortlichen Panel vorstellen - so ist die Hintergrundbeleuchtung präzise und in verschiedenen Zonen ansteuerbar, damit lässt sich ein hohes Kontrastverhältnis erreichen, bei der Fenix 8 Pro aber auch eine besonders hohe Helligkeit. AMOLED-Panele können ebenfalls ein hohes Kontrastverhältnis erreichen, da die Pixel selbst leuchten und keine an den Rändern montierte Hintergrundbeleuchtung nötig ist, welche dann nicht wirklich selektiv nur bestimmte Bildbereiche beleuchten kann.

Interessant ist dabei auch, was Garmin denn eben nicht vorgestellt: Nämlich eine Fenix 8 Pro mit einem Panel auf Basis der Memory-in-Pixel-Technologie. Dabei handelt es sich um transflektive Displays. Der große Vorteil der - im Prinzip durchaus mit der E-Ink-Technologie vergleichbaren Panelart: Ohne jede Hintergrundbeleuchtung lassen sich die Bildschirme ablesen, da sich noch hinter dem eigentlichen LC-Panel vereinfacht gesagt ein Spiegel befindet, das Sonnenlicht also sozusagen als Hintergrundbeleuchtung genutzt wird.

Unserer Einschätzung nach ist beziehungsweise war die MIP-Technologie von Garmin weit fortgeschritten: Die Darstellung von Farben ist möglich, die Ablesbarkeit selbst bei starker Sonneneinstrahlung ebenso. Allerdings bieten AMOLED-Bildschirme schlicht eine deutlich bessere Farbdarstellung und sind im Allgemeinen schneller - der Unterschied ist bei der Nutzung im Alltag nicht unbedingt sichtbar, wenn beispielsweise auf einer Karte gescrollt wird, aber schon. Inwieweit Garmin nun zumindest bei den High-End-Smartwatches die Abkehr von der MIP-Technologie komplett vollzieht, ist noch unklar, im Prinzip wäre im Lineup noch Platz für eine Fenix 8 Pro mit Solar - so bietet Garmin noch keine Kombination aus AMOLED-Panel und Solar-Ladung an. Da die Fenix 8 Pro-Modelle quasi nur verbesserte Konnektivitätsoptionen bietet, kann die von uns getestete Fenix 8 Solar (im Preisvergleich) für MIP-Freunde und Nutzer, die eher wochen- als tagelange Akkulaufzeit benötigen, natürlich eine starke Alternative sein.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2025-09 > Garmin Fenix 8 Pro: Launch der neuen Premium-Multisport-Smartwatch ist wohl Abgesang auf spannende Technologie
Autor: Silvio Werner,  3.09.2025 (Update:  3.09.2025)