Die Nintendo Switch 2 hat im Teardown von iFixit keine besonders gute Figur gemacht, und auch der teure Switch 2 Pro Controller (ca. 89 Euro auf Amazon) kann im unten eingebetteten Teardown-Video nicht gerade glänzen. Um ins Innere des Controllers zu gelangen, muss die verklebte Vorderseite abgenommen werden, bevor eine sekundäre Plastik-Abdeckung durch das Lösen mehrerer Schrauben und Clips aus dem Gehäuse genommen werden kann.
Anschließend können zumindest die Kunststoff-Buttons getauscht werden, um den Akku auszutauschen, müssen aber die Schulter-Buttons, die Oberseite und das Mainboard entfernt werden, das mit einer ganzen Reihe weiterer Schrauben befestigt ist. Die gute Nachricht: Der Akku selbst ist weder verlötet noch verklebt, sodass dieser zwar ohne zusätzliche Werkzeuge getauscht werden kann, der Austausch erfordert aber deutlich mehr Zeit als bei vielen anderen Controllern.
Um die Analog-Sticks zu tauschen, muss der Switch 2 Pro Controller fast vollständig zerlegt werden, immerhin sind diese im Gehäuse verschraubt, statt wie beim Vorgängermodell am Mainbaord verlötet. Auch der Austausch der Analog-Sticks ist aber ausgesprochen zeitaufwändig. Das ist insbesondere deshalb problematisch, weil Nintendo auf relativ niedrige Analog-Sticks auf Basis eines Potentiometers setzt, die in der Regel verhältnismäßig anfällig für Stick-Drift sind.
Laut iFixit ist der Switch 2 Pro Controller "ein Alptraum zum Reparieren", der Akku ist "absurd schwer zu tauschen". Dass sich Nintendo für ein derart Reparatur-unfreundliches Design entschieden hat, ist schade, insbesondere nachdem der Konzern bei der Nintendo Switch der ersten Generation immense Probleme mit Joy-Con Drift hatte, und letztlich kostenlose Reparaturen für betroffene Joy-Con anbieten musste.

















