Notebookcheck

Test Mantiz Titan Thunderbolt 3 Dock

Klaus Hinum, 06.07.2018

Display Dockingstation 2x DisplayPort, HDMI, VGA, LAN, USB-A Ports und 87 Watt Stromversorgung für das Notebook sind die Eckdaten für die kleine Dockingstation. Im Test muss sich die Titan mit Windows und Macs beweisen und wir zeigen welche Nachteile man in Kauf nehmen muss.

Gehäuse

Das Gehäuse des Mantiz Titan Docks gefällt uns bezüglich Verarbeitung, Design und Materialauswahl sehr gut. Die Unterseite ist vollflächig gummiert und liegt dadurch sicher auf allen Oberflächen. Die Aluminiumhülle ist sauber verarbeitet und greift sich hochwertig an. An der Oberseite ist das Gehäuse unterbrochen um am Rand einen Luftaustausch zu ermöglichen. Etwas versetzt darunter sieht man ein schwarzes Gitter - optisch toll, zum Reinigen eventuell schwierig.

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Hitzeentwicklung

Die erwähnten Lüftungsschlitze werden durchaus benötigt, erwärmt sich das Gehäuse in Nutzung durchaus (wir messen etwa 37 °C bei 21 °C Umgebungstemperatur, Hotspot 38° per Berührungsmessung auf der Oberseite). Das mitgelieferte Netzteil erwärmt sich übrigens ebenfalls auf 38 °C. Hier gibt es keinen Grund zur Klage.

Lautstärke

Mantiz verbaut im Titan keine Lüfter, trotzdem bleibt das kleine Kästchen nicht geräuschlos. Wir hören im Testbetrieb ein sehr leises Transistorrauschen (bis etwa 30cm hörbar in sehr leisen Umgebungen, aber nicht störend) und ein relativ lautes Transistorpfeifen wenn USB Geräte mit höherem Strombedarf angeschlossen werden. Der angeschlossene Anker Wireless Charger mit iPhone X produzierte ein deutliches und auch nerviges Pfeifen (in leisen Umgebungen wieder). Nutzer in Großraumbüros werden dies jedoch kaum wahrnehmen.

Ports und Kompatibiltät

Im Test funktionierten der DisplayPort z.B. mit dem Philips Brilliance 328P am MacBook Pro 15 und OS X 10.13.5 einwandfrei in 4K mit 60 Hz und unterstütztem Retina Scaling. Die beiden USB-A Ports sind leider nur bis 4,5 Watt spezifiziert, wodurch externe Festplatten ohne eigene Stromversorgung nicht laufen. Wir scheiterten z.B. an einer Hitachi 2.5" HDD mit Adapter, eine WD My Passport 4TB funktionierte jedoch. Mantiz gab uns jedoch das Feedback, das sie in zukünftigen Versionen 7,5 Watt anpeilen um USB Geräte mit höherem Strombedarf sicher betreiben zu können.

Stromverbrauch

Ohne angestecktes Notebook benötigt die Dockingstation laut unserem Testgerät 0,2 Watt. Man kann das Netzteil also dauerhaft angeschlossen lassen ohne Sorgen um die Stromrechnung. Unser MacBook Pro 15 benötigte im Testszenario 46 Watt mit dem mitgelieferten Netzteil und 50 Watt mit der Titan. Die 4 Watt Differenz gehen für die zusätzlichen Funktionen durchaus in Ordnung. Die Power-Delivery-Funktion war während des Tests immer zuverlässig, jedoch muss man auf den ordentlichen Sitz der Stecker achten. Dies ist zwar nicht so schlimm wie beim DockCase, kann aber trotzdem zu Fehlern führen. Bemerkbar war dies z.B. in dem eine angeschlossene Tastatur nicht funktionierte, das Laden des MacBook Pro jedoch schon.

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Fazit

Das Mantiz Titan ist ein kleines formschönes Thunderbolt 3 Dock welches mit guter Verarbeitung punkten kann. Besonders die Videoausgänge gehören zu den Stärken der Titan Dockingstation: Zwei DisplayPort (4K60 fähig), HDMI 2.0a und ein analoger VGA Ausgang sollte für alle Anwendungszwecke ausreichend sein. Im Test hatten wir nur Probleme mit den beiden USB-A 3.0 Ports. Diese können nur 4,5 Watt bereitstellen, wodurch es bei externen HDDs zu Problemen kam (wurden teilweise nicht erkannt). Ausserdem, kam es zu hörbarem Transistorpfeifen, wenn wir Geräte mit höherem Stromverbrauch angeschlossen haben (z.B. den Anker Wireless Charger). Daher eignen sich die USB Ports hauptsächlich für USB Sticks und Mäuse/Tastaturen. Wer mit diesen Einschränkungen leben kann, bekommt mit der Titan eine formschöne Porterweiterung, die perfekt zu den aktuellen MacBook Pro Modellen passt.

Derzeit ist die Titan über den Mantiz Onlineshop für 219 Dollar (=187 Euro) inkl. Gratisversand vorbestellbar (UVP 229 Dollar). Bei Amazon ist sie derzeit noch nicht gelistet, die meisten Konkurrenten sind dort jedoch etwas teurer gelistet (siehe Amazon Suche über "Thunderbolt Dock").

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Autor: Klaus Hinum,  6.07.2018 (Update: 15.07.2018)