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Tiny Corp: Neue KI-Workstation mit vier GPUs und leistungsstarkem AMD Epyc – doch der Kauf ist nicht ganz einfach

Die neue KI-Workstation Tinybox ist jetzt erhältlich
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Die neue KI-Workstation Tinybox ist jetzt erhältlich
Tiny Corp hat eine konfigurierbare Version seiner Tinybox-KI-Workstation vorgestellt, bei der Kunden Arbeitsspeicher, Speicherplatz und Grafikkarten selbst auswählen können. Möglich sind Konfigurationen mit bis zu 192 GB RAM, 16 TB Speicher und vier GPUs.

Das von George Hotz gegründete Unternehmen Tiny Corp hat seine Tinybox-Workstation für Deep Learning überarbeitet und mit einem neuen Konfigurator ausgestattet. Anders als bei den bisherigen Modellen mit fest vorgegebener Ausstattung können Kunden bei der neuen Tinybox Arbeitsspeicher, Speicherplatz und Grafikkarten selbst auswählen. Auch der Kauf eines Systems ohne Grafikkarten ist möglich.

Der neue Tinybox-Konfigurator bietet eine G4-Plattform mit PCIe-4.0-Anbindung, einem wassergekühlten AMD-Epyc-Prozessor mit 32 Kernen, einem Server-Mainboard mit Baseboard Management Controller (BMC) und Unterstützung für bis zu vier GPUs. Zur Grundausstattung gehören außerdem 32 GB DDR4-RAM, eine 1-TB-SSD als Systemlaufwerk und ein 1.700-Watt-Netzteil. Die Workstation lässt sich mit bis zu 128 GB RAM und 16 TB Speicherplatz (1-TB-System-SSD + 4 × 4-TB-Laufwerke) samt RAID konfigurieren. Bei der G5-Plattform kommt stattdessen ein nicht näher spezifizierter Epyc-Genoa-Prozessor zum Einsatz, außerdem wird auf DDR5-Arbeitsspeicher umgestellt. Die minimale und maximale Speicherkapazität ist bei beiden Plattformen identisch, mit dem neueren Genoa-Prozessor sind allerdings bis zu 192 GB RAM möglich.

Die Tinybox bietet vier GPU-Steckplätze mit vollständiger PCIe-Anbindung zwischen den Grafikkarten. Zu den Anschlüssen gehören insgesamt 16 DisplayPort-Ausgänge, die sich auf die vier GPUs verteilen. Wie viele davon tatsächlich zur Verfügung stehen, hängt natürlich von der Anzahl der verbauten Grafikkarten ab. Hinzu kommen fünf RJ45-Ethernet-Anschlüsse, zwei USB-Typ-A-Ports und ein VGA-Ausgang. Einer der Ethernet-Anschlüsse könnte für die Fernverwaltung des Servers vorgesehen sein.

Bei den Grafikkarten reicht die Auswahl von vier AMD Radeon RX 9070 XT bis hin zu einer oder zwei Nvidia RTX Pro 6000. Die genaue Generation wird nicht genannt, angesichts des Preises von 19.000 US-Dollar (rund 16.960 Euro) dürfte es sich allerdings um Blackwell handeln. Alternativ lässt sich das Barebone-System ohne GPU kaufen und mit eigener Hardware bestücken. Dafür werden 7.000 US-Dollar (rund 6.250 Euro) fällig. Die teuerste Konfiguration mit 192 GB RAM, zwei RTX Pro 6000, 16 TB Speicher und einem Epyc-Genoa-Prozessor kostet hingegen stolze 64.000 US-Dollar (rund 57.130 Euro).

Beim Hardware-Vertrieb geht Tiny Corp einen deutlich anderen Weg als herkömmliche Workstation-Hersteller. Bestellungen sind ausschließlich über die Website des Unternehmens möglich, wobei nur Banküberweisungen als Zahlungsmethode akzeptiert werden. Um die Bestellung zu sichern, muss die Zahlung innerhalb von fünf Tagen nach der Bestellbestätigung erfolgen.

Alle neuen Tinybox-Systeme werden erst nach Bestelleingang gefertigt. Die geschätzte Lieferzeit beträgt zwischen einer und acht Wochen. Ein internationaler Versand über UPS ist möglich, allerdings nur in Länder, die beim Bestellvorgang unterstützt werden – darunter auch Deutschland und die Schweiz. Österreich wird momentan allerdings nicht aufgeführt. Einfuhrzölle, Steuern und weitere Gebühren müssen Käufer selbst tragen. Rücksendungen sind innerhalb von 30 Tagen nach Erhalt möglich. Tiny Corp erhebt dafür allerdings eine Wiedereinlagerungsgebühr von 20 Prozent. Zudem müssen Käufer die Rücksendekosten übernehmen.

Bei Konfigurationen mit Nvidia-Grafikkarten kommen weitere Einschränkungen hinzu. Tiny Corp weist darauf hin, dass Kunden unter Umständen zusätzliche Unterlagen zur Identitätsprüfung (Know Your Customer, KYC) und zur Einhaltung regulatorischer Vorgaben vorlegen müssen. Darin müssen unter anderem der geplante Einsatzzweck und der Installationsort der GPUs angegeben werden. Darüber hinaus könnten US-Exportbestimmungen verhindern, dass Systeme mit Nvidia-Grafikkarten in bestimmte Länder geliefert werden. Weitere Informationen finden sich auf der FAQ-Seite von Tiny Corp.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-10 > Tiny Corp: Neue KI-Workstation mit vier GPUs und leistungsstarkem AMD Epyc – doch der Kauf ist nicht ganz einfach
Autor: Anil Ganti,  8.10.2026 (Update:  8.10.2026)