Das Ugee UT3 und das Samsung Galaxy Tab S10 FE+ bedienen auf den ersten Blick eine ähnliche Zielgruppe, unterscheiden sich in der Praxis aber sehr deutlich in Ausrichtung, Leistungsfähigkeit und Langzeitperspektive. Während das Ugee mit seinem riesigen 14,25‑Zoll‑Display und Stiftunterstützung möglichst viel Zeichenfläche zu einem relativ niedrigen Preis bietet, positioniert sich das Galaxy Tab S10 FE+ als deutlich moderneres Allround‑Tablet mit stärkerem Fokus auf Performance, Konnektivität und Software‑Support.
Beim Display setzt Ugee auf ein großes LC‑Panel mit 60 Hz, matter Beschichtung und drei speziellen Farbmodi, inklusive eines Farbpapier‑ und eines Tintenpapier‑Modus, die ein eher papierähnliches Schreib‑ und Lesegefühl erzeugen sollen. Samsung nutzt beim Tab S10 FE+ ein 13,1‑Zoll‑Panel mit höherer Bildwiederholrate von 90 Hz und deutlich mehr Helligkeitsreserven, wodurch das System flüssiger wirkt und im Alltag vor allem bei Scrollen, Gaming und Multitasking moderner anmutet. Der S Pen arbeitet zudem mit geringerer Latenz und ist tiefer ins System eingebunden, etwa für Notizen, Multitasking, KI-Funktionen und Kreativ‑Apps.
In puncto Leistung trennen beide Tablets mehrere Klassen. Im Ugee UT3 steckt ein älterer MediaTek Helio G99 mit langsamem eMMC‑Speicher, der für einfache Alltagsaufgaben reicht, bei komplexeren Szenarien aber schnell an Grenzen stößt. Das Galaxy Tab S10 FE+ setzt dagegen auf einen deutlich moderneren Exynos‑Chip der 4‑nm‑Generation, kombiniert mit mehr Arbeitsspeicher und schnellerem Speicher, was sich in spürbar kürzeren Ladezeiten, besserem Multitasking und höherer Gaming‑Tauglichkeit niederschlägt. Dazu kommen Wi‑Fi 6E, optionales 5G, ein Fingerabdrucksensor und IP68‑Schutz, während das Ugee bei Konnektivität und Komfortfunktionen sichtbar zurückfällt.
Auch bei Software und Kameras ist Samsung deutlich im Vorteil. Das Ugee UT3 liefert Android 14 mit nur wenigen Anpassungen und unklarer Update‑Perspektive, während die Kameras eher als Notlösung für einfache Fotos und Videokonferenzen taugen. Samsung startet mit einer aktuellen Android‑Version und One UI, verspricht mehrere Jahre OS‑ und Sicherheits‑Updates und stattet das Tab S10 FE+ mit höher auflösenden Kameras inklusive 4K‑Video aus, was es für Videocalls, Scans und gelegentliche Fotos deutlich flexibler macht.
Preislich bleibt das Ugee UT3 (hier bei Amazon kaufen) mit deutlich unter 400 Euro attraktiv für alle, die möglichst viel Bildschirmfläche und ein mattes Panel zum Schreiben, Skizzieren und Lesen suchen und bereit sind, Abstriche bei Tempo, Sound, Funkstandards und Updates zu akzeptieren. Das Galaxy Tab S10 FE+ ist teurer (hier bei Amazon kaufen), bietet dafür aber ein wesentlich runderes Gesamtpaket und empfiehlt sich als universelles Arbeits‑ und Multimedia‑Tablet mit ernstzunehmender Stiftintegration und besserer Zukunftssicherheit.









