Von KI-Kunst zu Körperscans: Midjourney enthüllt Unterwasser-Körperscanner

Midjourney erschließt ein neues Geschäftsmodell: einen Ultraschall-Körperscanner. Das Unternehmen ist dafür bekannt, Text-Prompts in KI-generierte Bilder umzuwandeln, hat nun aber sein nächstes Projekt vorgestellt: den Midjourney Scanner, ein medizinisches Gerät, das den gesamten Körper in unter 60 Sekunden scannen kann. Der Projektname Midjourney Medical hat nichts mit den bisherigen Aktivitäten des Unternehmens zu tun.
Wie funktioniert der Scanner? Nutzer stellen sich auf eine Plattform und werden mit rund 5 Zentimetern pro Sekunde ins Wasser abgesenkt. Beim Abtauchen passiert der Körper einen Ring aus einer halben Million winziger Elemente, die jeweils etwa so groß wie ein Sandkorn sind, aus jedem Winkel Ultraschallwellen aussenden und die zurückgeworfenen Signale erfassen. Midjourney vergleicht das Erlebnis damit, gleichzeitig von einer halben Million winziger Delfine umgeben zu sein, die Echoortung nutzen.
Das Ergebnis ist eine detaillierte 3D-Karte des Körpers mit einer Genauigkeit im Bereich eines Bruchteils eines Millimeters, ähnlich wie bei einer MRT, aber mit einer nahezu hundertmal höheren Geschwindigkeit. Midjourney will den gesamten Körper in weniger als 60 Sekunden scannen, deutlich schneller als die 60 bis 90 Minuten, die eine Ganzkörper-MRT dauert. Zudem soll der Scanner speziell entwickelte Chips nutzen, um eine deutlich bessere Bildqualität zu ermöglichen.
Midjourney entwickelt das Projekt zusammen mit Butterfly Network, einem Hersteller von Ultraschallgeräten. Im Laufe des nächsten Jahres soll die Technologie verfeinert und anschließend in Spas eingeführt werden. Die erste Einrichtung ist in San Francisco geplant. Danach sieht der Plan vor, eine FDA-Zulassung zu erhalten, 2028 in weitere Städte zu expandieren und bis 2031 weltweit 50.000 Scanner zu erreichen.



