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Wackelmikroskop zeigt faszinierenden Blick auf iPhone-17-Staub und -Pixel

Staub im Glasaufbau des iPhone 17 Pro. (Bildquelle: Macrolab3D/Screenshot)
Staub im Glasaufbau des iPhone 17 Pro. (Bildquelle: Macrolab3D/Screenshot)
Macrolab3D hat sich bisher auf "Wiggle Stereoscopy" von Materialien oder Insekten konzentriert. Doch dieses Mal hat er ein iPhone 17 unter die Linse genommen und zeigt so, wo der Staub in Linsen sitzt und die deutliche Räumlichkeit des Displays, das eigentlich 2D ist.

Macrolab3D zeigt in einem kurzen Videoclip einen interessanten Anwendungsbereich für seine "Wiggle Stereoscopy". Denn er hat erstmals ein technisches High-End-Gerät im Detail gefilmt: das iPhone 17 Pro. 

Durch das Wiggeln, also das leichte Wackeln der Kamera mit einer recht hohen Geschwindigkeit, zeigt Macrolab auch ohne echte 3D-Sicht die Räumlichkeit von Elementen. So ist beispielsweise sehr schnell erkennbar, wo sich feinste Staubpartikel während des Produktionsprozesses im Kamerasystem des iPhone 17 Pro absetzen. Macrolab3D unterscheidet dabei zwischen eingebettetem Staub und Staub, der durch das Auspacken auf der Linse sitzt.

Mit einem reinen Foto wäre die räumliche Lage innerhalb der Optik  kaum bestimmbar. Außerdem braucht es viel Licht. Aktuell lässt sich nicht sagen, ob andere Hersteller dies besser machen als Apple. Technik betrachtet Macrolab3D nur selten, auch wenn es im Juli beispielsweise bereits ein Video eines älteren iPhones gab. Das war aber bereits deutlich mit Gebrauchsspuren versehen. Der Staub selbst dürfte aber kaum Auswirkungen haben. Der äußere Schmutz durch Fingerabdrucke und Fett beeinflusst ein Bild in der Regel sehr viel deutlicher, vor allem Abends mit (starken) Spitzenlichtern.

Faszinierend ist auch der Blick auf die Pixel des Displays. Denn das ist mitnichten einfach nur eine Fläche. Die Wiggle-Technik macht zumindest einige Schichten des Displays sichtbar. Über der Pixelschicht befindet sich deutlich abgehoben noch ein Raster. Vermutlich der Touch-Teil des Displays. Freilich macht auch Macrolab3D nicht alle Schichten eines Displays erkennbar. Es wird in Zukunft aber sicher spannend werden, welche Schichten noch erkennbar gemacht werden können. Ob moderne Tandem-OLEDs anders aussehen als Ein-Schicht-OLEDs?

Interessant ist auch, wie das Display am Rand aussieht. Noch geht vergleichsweise viel Material bis zum Rand verloren. Doch die Forschung geht weiter, wie unser Bericht von einem Coherent-Vortrag auf der SID-MEC Conference in Göttingen zeigt. Mit dem Zuschneiden mit Deep-UV-Lasern soll weniger als ein Pixel am Rand verloren gehen.

Weitere Bereiche, die genauer unter die Lupe genommen werden, sind die Verpackung, der USB-C-Anschluss und die Lautsprecher, die wohl nie wieder so sauber sein werden, so Macrolab. Für die Erklärung wird eine bekannte KI-Stimme verwendet. Daran stören sich einige Kommentatoren. Der Autor der Videos gibt aber an, dass seine eigene Stimme nicht seinem eigenen Anspruch entspricht.

Er ist kein professioneller Sprecher, wie er angibt, sondern ein Fotograf. Er hat es allerdings vor sechs Jahren schon einmal probiert, selbst ein Video einzusprechen. Es ist tatsächlich ein recht starker Akzent auszumachen, auch wenn das Video noch verständlich ist. Wie er in Youtube-Kommentaren sagt, möchte er lieber, dass die Videos so klingen, als wären sie von einem Nachrichtensprecher (BBC) eingesprochen worden.

Normalerweise konzentriert sich Macrolab3D übrigens auf andere Objekte. Häufig sind etwa Insekten mit ihren Details im Interesse. Aber auch schnöde Objekte wie Geldscheine und Materialien zeigen mitunter faszinierende Details durch die Wiggle-Technik. In einem gesonderten Video erklärt Macrolab den Sinn hinter dem Wiggling. Allgmein lohnen sich auch die anderen Videos des Kanals.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2025-11 > Wackelmikroskop zeigt faszinierenden Blick auf iPhone-17-Staub und -Pixel
Autor: Andreas Sebayang, 10.11.2025 (Update: 10.11.2025)