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Wenig Chancen auf neue 4K-UHD-Disc-Player – mit einer Ausnahme

Selbst bei manchen Hifi-Händlern nicht immer zu bekommen: Panasonics UB9004
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Selbst bei manchen Hifi-Händlern nicht immer zu bekommen: Panasonics UB9004
Trotz einer gewissen Renaissance von physischen Medien und weiter guten Verkäufen von 4K-UHD-Blu-ray-Discs gab es auf der Ifa nichts Neues zu neuer Abspielhardware zu sehen. Wir sprachen mit Yamaha über die Situation und schauten uns allgemein um und fanden eine eher unbekannte Firma, die vielleicht Potenzial hat: Krovatar.

Wer Filme in guter Qualität schauen möchte, der greift aktuell am besten zur 4K-UHD-Blu-ray. Die ist weiter im stationären Handel verfügbar und oft bekommt man für das Monatsabo eines 4K-Streaming-Service auch eine 4K-Blu-ray im Handel. 

Doch das größte Problem sind aktuell die Abspielgeräte. Denn die werden weniger. Sony hat beispielsweise noch Stand-Alone-Player, doch die sind eher günstig designte Player, denen Köpfe und sogar das Status-Display fehlen. LG und Samsung sind zudem längst raus aus dem Geschäft. Nur Panasonic ist noch da, aber auch hier sind kaum Aktivitäten zu vernehmen. Immerhin hat Panasonic noch einen High-End- und einen Midrange-Player mit einem Display für den Status.

Doch die Player werden seltener. Selbst Hifi-Händler haben Schwierigkeiten oder nur geringe Stückzahlen. Amazon verkauft die beiden teuersten Modelle zudem sogar über den Preisen der Fachhändler wie hifi.shop, Hifi Klubben, Sound Brothers oder Hifi-Regler.

Was dann bleibt, sind Geräte mit Zweitnutzung: Konsolen. Doch während die früher ein günstiger Geheimtipp waren, ist das aufgrund der Speicherkrise längst nicht mehr der Fall, außer man schaut sich auf dem Gebrauchtmarkt um und kauft etwa eine Xbox One S.

Aber was ist eigentlich mit den Hifi-Anbietern? Magnetar dürfte für viele nicht erschwinglich sein. Früher bot aber etwa Yamaha Blu-ray-Player an. Jetzt erneuert Yamaha zudem langsam seine A/V-Receiver. Wir fragten also auf der Ifa nach: Kommen auch die BD-Player wieder und vielleicht erstmals in einer 4K-Variante? Zum 4K-Blu-ray-Start verzichtete Yamaha nämlich seltsamerweise auf einen passenden Player im eigenen Design.

Doch die Antwort enttäuschte. Vorerst ist kein 4K-Blu-ray-Player geplant. Yamaha sagte uns, dass es vor allem ein Stückzahlenproblem ist. Die Komponenten müssten beschafft werden und anschließend zusammengesetzt und natürlich über den Handel verkauft werden. Eigenen Analysen sieht man diesbezüglich aktuell kein Potenzial. Man hofft natürlich, dass sich das ändert und sieht zumindest Anzeichen für eine Trendumkehr.

Das liegt auch daran, dass Sony und Microsoft ihren Konsolen zunehmend ohne optische Laufwerke verkaufen. Selbst die Xbox Series X gibt es seit einiger Zeit ohne Laufwerk. Damit verschwinden zwei große 4K-Blu-ray-Player vom Markt, die aufgrund ihrer Laufwerkslautstärke aber ohnehin nicht so ideal für einen Filmabend mit hohem Dynamikumfang sind.

Vollständig aufgeben muss man aber nicht. Auf der Ifa konnten wir den Hersteller Krovatar entdecken, der den Krovatar SACD Player KCD-001 zumindest per Plakat ankündigte. Das ist an sich schon einmal etwas Besonderes. Denn die SACD oder Super-Audio-CD, die 5.1-Klang bietet und damit ähnlich wie die gescheiterte DVD-Audio positioniert ist, ist ein extremer Nischenmarkt. Kritiker behaupten zudem, dass man zwischen CD (Stereo) und SACD (5.1) keinen Unterschied hören kann. Allerdings geben sich die Anbieter von SACDs meist mehr Mühe beim Medium und verzichten etwa auf den sogenannten Loudness-War, was SACDs automatisch besser klingen lässt, allerdings nicht basierend auf den technischen Fähigkeiten des Formats. Und den Unterschied zwischen Raumklang und Stereo sollten die meisten hören, auch wenn freilich nicht alle SACDs Raumklang bieten.

Ist Krovatar vielleicht auch im 4K-Blu-ray-Markt aktiv? Ja, lautet die Antwort. Der KBU-300 ist auf der Homepage gelistet und wurde zwischenzeitlich wohl für Preise unter 400 US-Dollar in den USA verkauft. Mittlerweile gibt es ihn aber nicht mehr bei Amazon. Es gibt allerdings einige Berichte in Hifi-Foren, die etwas gemischt sind. Krovatar könnte damit in eine Marktlücke stoßen. Der Player bietet sogar ein Display, etwas, was Sony sich beispielsweise nicht mehr in seinen Playern leisten kann.

Dass Krovatar zudem zur Ifa ging, zeigt, dass die Firma es ernst meint. Ob das aber ausreicht, sei erst einmal dahingestellt. Zumindest tut sich aber noch etwas im 4K-Blu-ray-Markt für Abspieler, wenn auch weiter auf einem sehr niedrigen, fast nicht bemerkbaren Niveau.

Quelle(n)

Ifa / Eigene Recherchen.

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Autor: Andreas Sebayang,  8.09.2026 (Update:  8.09.2026)