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WhatsApp streicht Android 5 am Montag, iPhones erst am 30. November

Smartphone auf einem weißen Tisch zeigt die geöffnete WhatsApp-App
ⓘ Image Hunter / Pexels
Ab dem 8. September 2026 verlangt WhatsApp mindestens Android 6. Beim iPhone zieht die Grenze erst zum 30. November nach oben.
Am 8. September 2026 hebt WhatsApp die Mindestanforderung auf Android 6 an. Betroffene Handys sind damit raus, ein System-Upgrade gibt es für sie nicht. Zwei Zeilen tiefer im Hilfebereich steht ein zweiter Termin, der in den Meldungen zum Android-Stichtag fehlt. Ab dem 30. November gilt auch für iPhones eine neue Untergrenze, dort reicht allerdings ein Update.

WhatsApp hebt am kommenden Montag, dem 8. September 2026, seine Mindestanforderung für Android an. Wer noch Android 5.0 oder 5.1 auf dem Gerät hat, kann den Messenger danach nicht mehr nutzen. Das steht so im WhatsApp-Hilfebereich, in einer Fußnote unter der Liste der unterstützten Betriebssysteme.

Zwei Zeilen darunter steht ein zweiter Termin, der in den aktuellen Meldungen zum Android-Stichtag durchweg fehlt. Der fällt auf den 30. November 2026, dann zieht WhatsApp auch bei Apple die Grenze nach oben, von iOS 15.1 auf iOS 15.5. Betroffen sind also beide Plattformen, nur zu unterschiedlichen Zeitpunkten und mit sehr unterschiedlichen Folgen.

Bei Android hilft nur ein anderes Gerät

Android 5.0 kam im November 2014 auf den Markt, Android 6.0 folgte im Oktober 2015. Geräte, die damals mit Lollipop ausgeliefert wurden und nie ein System-Upgrade bekommen haben, bekommen auch heute keines mehr. Ein Update auf Android 6 gibt es für sie schlicht nicht, und wer WhatsApp weiter nutzen will, braucht deshalb ein anderes Telefon.

Wie viele Menschen das trifft, lässt sich nur schätzen. Die Zähldaten von StatCounter weisen für August 2026 weltweit 0,58 Prozent der Seitenaufrufe von Handys und Tablets als Android 5.0 oder 5.1 aus, für Deutschland liegt der Wert bei 1,67 Prozent. Gemessen werden dabei Aufrufe und keine Geräte, die Zahl taugt also für die Größenordnung und nicht mehr. heise online nannte Ende April unter Berufung auf Googles eigene Verteilungsdaten rund 0,4 Prozent.

Beim iPhone reicht ein Update

Der November-Termin klingt nach demselben Problem, ist aber keines. iOS 15 läuft auf dem iPhone 6s, dem iPhone 6s Plus, dem iPhone SE der ersten Generation sowie dem iPhone 7 und dem iPhone 7 Plus. Genau für diese Modelle hat Apple am 11. Mai 2026 die Version iOS 15.8.8 veröffentlicht, nachzulesen in Apples öffentlicher Übersicht der Sicherheitsupdates.

15.8.8 liegt deutlich über der künftigen Untergrenze von 15.5. Kein iPhone, das heute iOS 15 fährt, ist damit hardwareseitig ausgeschlossen. Wer im November trotzdem aus WhatsApp fliegt, hat die Updates nicht installiert. Ein Blick in die Einstellungen unter Allgemein und Softwareupdate löst das an einem Nachmittag.

Was du bis Montag erledigen solltest

Betroffene sehen den Hinweis seit Wochen direkt in der App. Wer ein Android-5-Gerät im Haushalt hat, sollte vorher den Chatverlauf sichern. WhatsApp bietet dafür das Backup auf Google Drive an, alternativ lässt sich eine lokale Sicherung auf dem Gerät anlegen und später auf ein neueres Telefon übertragen. Wer das alte Handy danach weggibt, sollte es außerdem aus der Liste der verknüpften Geräte werfen.

Der Schritt selbst ist nachvollziehbar. Android 5.1 bekommt seit Jahren keine Sicherheitsupdates mehr, die bekannten Lücken darin sind zahlreich und dokumentiert. WhatsApp prüft nach eigener Aussage jedes Jahr, welche Systeme veraltet sind und die wenigsten Nutzer haben. Beim Konto selbst hat Meta zuletzt ebenfalls nachgeschärft und ersetzt die sechsstellige PIN durch ein Passwort.

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Autor: Steffen Zahn,  6.09.2026 (Update:  6.09.2026)