Wie Apple Face ID, aber ohne Notch: Polar ID wird langsam marktreif

Face ID, die Gesichtserkennung des Apple iPhone 17 (ca. 850 Euro auf Amazon), ist nach wie vor unerreicht am Smartphone-Markt. Denn Face ID tastet ein Gesicht dreidimensional ab, wodurch es schwierig ist, die Gesichtserkennung auszutricksen. Da Apple einen Infrarot-Projektor nutzt, klappt das auch bei wenig Licht ohne Einschränkungen. Google soll derzeit an einer vergleichbaren Lösung für Pixel-Smartphones arbeiten, die eine Punch-Hole-Frontkamera mit einer Reihe von Sensoren kombiniert, die unsichtbar unter dem AMOLED-Panel versteckt werden sollen.
Metalenz Polar ID soll dagegen gar keine Punch-Hole erfordern, und relativ kostengünstig direkt in ein Display integriert werden können. Die Technologie wurde ursprünglich schon im Jahr 2023 angekündigt, und war vor einem Jahr zum ersten Mal in einem Demo-Video zu sehen. Zur SID Display Week 2026 will der Hersteller nun erstmals ein funktionsfähiges Smartphone mit Unterstützung für Polar ID ausstellen, sodass die Technologie langsam aber sicher marktreif werden dürfte.
Die Technologie ist relativ simpel – Metalenz integriert Fotodioden in ein Display, die mit einem Polfilter kombiniert werden. Indem die Polarisation um 360 Grad rotiert wird, können diese Dioden die Licht-Polarisations-Signatur ermitteln, und ein Bild so segmentieren. Das soll verhindern, dass Polar ID durch ein 2D-Bild oder eine 3D-Maske getäuscht werden kann. Wie üblich gilt, dass Aussagen zur Sicherheit mit Vorsicht betrachtet werden sollten, wenn diese vom Hersteller stammen – ob Polar ID ähnlich sicher wie Face ID ist, werden erst unabhängige Tests zeigen. Gerüchten zufolge könnte Polar ID für das Samsung Galaxy S27 Ultra bestimmt sein, Metalenz hat aber noch nicht bestätigt, ob oder wann Polar ID tatsächlich in Produktion gehen wird.









