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ChatGPT-Smartphone könnte Apps überflüssig machen

OpenAI arbeitet angeblich an einem „AI Agent Phone“.
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OpenAI arbeitet angeblich an einem „AI Agent Phone“.
OpenAI arbeitet offenbar an einem eigenen Smartphone, das deutlich stärker auf KI-Agenten als auf klassische Apps setzen soll. Laut Analyst Ming-Chi Kuo könnte das Gerät 2028 in die Massenproduktion gehen. Offiziell bestätigt ist davon bislang allerdings nicht.

OpenAI plant angeblich ein „AI Agent Phone“ und arbeitet dabei mit MediaTek und Qualcomm an der Prozessorentwicklung. Luxshare soll zudem exklusiv für Systemdesign und Fertigung zuständig sein. Diese Angaben basieren allerdings nicht auf offiziellen Ankündigungen, sondern auf den Branchenrecherchen des Analysten Ming-Chi Kuo, der vor allem für seine Apple-Analysen bekannt ist.

Das Konzept klingt nach mehr als einem normalen Smartphone mit vorinstallierter ChatGPT-App. Statt Nutzer durch viele einzelne Apps zu schicken, soll ein KI-Agent Aufgaben direkt verstehen und ausführen. Konkrete Beispiele nennt Kuo nicht. Denkbar wäre aber eine Bedienlogik, bei der das Smartphone mehrere Schritte zusammenfasst. In der Praxis könnte das zum Beispiel so aussehen, der KI-Agent etwa bei einer Terminanfrage selbstständig Informationen aus Kalender, Nachrichten oder Websuche verknüpft, Optionen vorschlägt und anschließend direkt eine Buchung anstößt.

In der Praxis könnte ein solches KI-Agenten-Smartphone die Art und Weise verändern, wie Apps genutzt werden – und einige Apps komplett überflüssig machen. Ein unmittelbarer Zugriff auf Buchungs- oder Kalender-Apps wäre jedenfalls kaum noch nötig. Ein naheliegender Vergleich ist der Rabbit R1, jenes orangefarbene KI-Gadget, das 2024 als App-Ersatz für einfache Alltagsaufgaben vorgestellt wurde. Schon damals stand die Idee im Raum, Befehle nicht mehr über einzelne Apps, sondern über einen KI-Agenten auszuführen. Der Unterschied: Der ist ein zusätzliches Gerät neben dem Smartphone. OpenAIs gemunkeltes „AI Agent Phone“ könnte diesen Ansatz in ein vollwertiges Smartphone bringen.

Technisch dürfte dafür eine enge Mischung aus lokaler KI und Cloud-KI nötig sein. Einfache Aufgaben könnten direkt auf dem Gerät laufen, während komplexere Anfragen über OpenAIs Server verarbeitet werden. Kuo nennt unter anderem Stromverbrauch, Speicherverwaltung und kleine Basismodelle als wichtige Faktoren für den Chip. Spezifikationen und Zulieferer sollen voraussichtlich Ende 2026 oder Anfang 2027 feststehen, die Massenproduktion frühestens 2028 starten, so der Analyst. Solange offizielle Bestätigungen seitens OpenAI fehlen, bleibt jedoch fraglich, ob und wann ein solches ChatGPT-Smartphone auf den Markt kommen könnte.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-04 > ChatGPT-Smartphone könnte Apps überflüssig machen
Autor: Marius Müller, 30.04.2026 (Update: 30.04.2026)