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OpenAI GPT-5.4: Neues KI-Modell attackiert Anthropic mit Maus-Agenten und dynamischer Tool-Suche

OpenAI veröffentlicht GPT-5.4: Neues KI-Modell vereint erstmals native Computer-Steuerung, Programmierung und komplexes logisches Denken (Bild: OpenAI).
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OpenAI veröffentlicht GPT-5.4: Neues KI-Modell vereint erstmals native Computer-Steuerung, Programmierung und komplexes logisches Denken (Bild: OpenAI).
OpenAI veröffentlicht mit GPT-5.4 ein neues KI-Modell, das erstmals native Computer-Steuerung, Programmierung und komplexes logisches Denken in sich vereint. Das Update zielt direkt auf professionelle Anwender ab und attackiert den Konkurrenten Anthropic Opus 4.6 mit deutlich geringeren API-Kosten und höherer Token-Effizienz.

Der größte technische Fortschritt dürfte in den nativen Computer-Use-Fähigkeiten liegen. GPT-5.4 ist das erste OpenAI-Modell, das über Playwright eigenständig Desktop-Umgebungen navigieren sowie Maus und Tastatur bedienen kann. Auf dem Standard-Benchmark für agentische Desktop-Steuerung erreicht die KI 75 Prozent und übertrifft damit den bisherigen Spitzenreiter Opus 4.6 sowie die menschliche Baseline.

Unter der Haube senkt OpenAI den Token-Verbrauch offenbar drastisch. Durch die neue Funktion Tool Search lädt das Modell nicht mehr alle Werkzeug-Definitionen vorab in den Kontext, sondern ruft diese dynamisch ab. Bei komplexen Aufgaben reduziert das den Token-Bedarf laut Hersteller um bis zu 47 Prozent. Das erweiterte Kontextfenster von einer Million Token erfordert laut ersten Entwickler-Feedbacks jedoch Vorsicht, da das Modell bei maximaler Auslastung schnell den Faden verlieren kann. Zudem werden bei Prompts mit mehr als 272.000 Input-Token happige Aufpreise fällig.

Bei der Generierung der Dokumente mit Denkaufwand auf Stufe xhigh: GPT-5.4 vs. GPT-5.2 (Bild: OpenAI).
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Bei der Generierung der Dokumente mit Denkaufwand auf Stufe xhigh: GPT-5.4 vs. GPT-5.2 (Bild: OpenAI).

Zudem senkt OpenAI bisherigen Berichten zufolge die Fehlerquote massiv. Einzelne Aussagen sollen nun zu 33 Prozent seltener falsch sein als noch beim Vorgängermodell. Für die präzise Steuerung von Bildschirmoberflächen verarbeitet die KI ab sofort hochauflösende Screenshots mit bis zu 10,24 Megapixeln in Originaltreue.

Im praktischen Einsatz bei ChatGPT legt GPT-5.4 Thinking künftig vorab einen Plan seiner Denkschritte offen, was Nutzern Kurskorrekturen in Echtzeit ermöglicht. Bei den API-Preisen setzt OpenAI die Konkurrenz massiv unter Druck: Mit 2,50 US-Dollar pro einer Million Input-Token ist GPT-5.4 deutlich günstiger als Anthropic Opus 4.6, das satte 5 Dollar aufruft. Für extrem komplexe Aufgaben steht zudem die leistungsstärkere Pro-Variante bereit.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-03 > OpenAI GPT-5.4: Neues KI-Modell attackiert Anthropic mit Maus-Agenten und dynamischer Tool-Suche
Autor: Ronald Matta,  6.03.2026 (Update:  6.03.2026)