Windows 11 Release-Vorschau: Copilot in Excel und kritische Sicherheits-Patches jetzt live

Microsoft hat heute, am 14. Mai, drei neue Windows-11-Release-Preview-Builds veröffentlicht und Insidern damit einen frühen Blick auf Funktionen gewährt, die in den kommenden Monaten voraussichtlich für alle Nutzer erscheinen werden. Die Updates decken Windows 11 Version 24H2 und 25H2 über KB5089573 ab und heben beide auf Build 26100.8514 beziehungsweise 26200.8514 an. Zusätzlich gibt es mit KB5089570 einen separaten Build für die kommende Windows-11-Version 26H1, die sich an KI-PCs der nächsten Generation mit strengen Hardware-Anforderungen richtet.
Release-Preview-Builds gelten in der Regel als finaler Code vor der allgemeinen Veröffentlichung eines Feature-Updates. Laut Microsoft-Quellen könnten 24H2 und 25H2 bereits im Juni 2026 allgemein verfügbar werden, während 26H1 für einen Launch im späten dritten Quartal geplant ist – passend zum Back-to-School-PC-Zyklus. Der 26H1-Build stellt konkrete Hardware-Anforderungen: Geräte benötigen eine NPU mit mindestens 40 TOPS, 16 GB RAM und mindestens 256 GB NVMe-Speicher.
Sicherheitsupdates und Neuerungen
Die Release-Preview-Builds integrieren Fehlerbehebungen für zwei Zero-Day-Sicherheitslücken aus dem Patch Tuesday vom Mai 2026: CVE-2026-1127, eine Kernel-Schwachstelle zur Rechteausweitung, sowie CVE-2026-1139, eine Remote-Code-Execution-Lücke in der Windows-Grafikkomponente. Beide Fixes sind vollständig in das kumulative Update integriert und werden Teil der finalen öffentlichen Veröffentlichung sein.
KB5089573 führt außerdem Shared LE Audio ein, wodurch ein einzelner Audiostream gleichzeitig an mehrere Bluetooth-Geräte übertragen werden kann. Ebenfalls neu ist die Unterstützung für Multi-App-Kamera-Zugriffe: Zwei Anwendungen können nun parallel auf denselben Kamera-Feed zugreifen. Damit behebt Microsoft eine langjährige Einschränkung für Nutzer, die gleichzeitig Videoanrufe und Aufnahmesoftware verwenden. Verbesserungen beim NPU-Task-Management sind in allen drei Builds enthalten und sollen Windows dabei helfen, KI-Workloads besser zwischen CPU und Neural Processing Unit auf Copilot+-Geräten zu verteilen.
Copilot in Excel ist nun in allen drei Release-Preview-Builds verfügbar. Nutzer können Formeln, Pivot-Tabellen und Datenvisualisierungen erzeugen, indem sie Fragen in natürlicher Sprache direkt in ein Taskleisten-Fenster innerhalb von Excel eingeben. Die Funktion setzt ein Microsoft-365-Abonnement voraus, nutzt jedoch lokal zwischengespeicherte Sprachmodelle und funktioniert deshalb auch ohne Internetverbindung. Das Windows AI Studio Toolkit, welches zuvor auf den Dev-Channel beschränkt war, wird ebenfalls mit diesen Builds ausgeliefert. Es stellt Entwicklern vortrainierte Modelle für Bildklassifizierung, Sentiment-Analyse und Textzusammenfassungen bereit, die ausschließlich auf der NPU laufen.
Enterprise- und IT-Admin-Steuerungen
Alle drei Builds führen neue Gruppenrichtlinienobjekte (GPOs) ein, die IT-Administratoren direkte Kontrolle über KI-Funktionen geben. Administratoren können Copilot-Integrationen deaktivieren oder einschränken, festlegen, welche Anwendungen Zugriff auf die NPU erhalten, und Richtlinien dafür definieren, wie KI-Agenten mit der Taskleiste interagieren dürfen. Microsoft beschreibt diese GPOs als Teil eines umfassenderen Vorhabens, KI-Funktionen vor der allgemeinen Veröffentlichung fit für den Unternehmenseinsatz zu machen. Insider im Release-Preview-Channel können die heutigen Updates sofort über Windows Update herunterladen. Bekannt ist derzeit ein Problem mit VPN-Software auf einigen Konfigurationen: Verbindungen werden nach dem Aufwachen aus dem Energiesparmodus nicht automatisch wiederhergestellt und müssen manuell neu aktiviert werden.
Notebookcheck hatte bereits über den Start des Patch Tuesday im Mai 2026 berichtet.









