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„Wir passen die Wortwahl an“: Microsoft reagiert auf Copilot-Backlash

„Wir passen die Wortwahl an“: Microsoft reagiert auf Copilot-Backlash
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Laptop-Größen wie Asus, Dell und Lenovo bieten nun Microsofts Copilot im Paket unter verschiedenen Bezeichnungen an
Microsoft stellt klar, dass Copilot nicht nur zur „Unterhaltung“ gedacht ist. Zuvor hatten Nutzer die eigenen Nutzungsbedingungen des Unternehmens öffentlich gemacht, in denen davor gewarnt wird, der KI zu vertrauen. Das Unternehmen kündigt an, die Dokumentation rund um Copilot zu aktualisieren, nachdem es die alten Texte als überholt bezeichnet.

Microsoft widerspricht nun Behauptungen, wonach Copilot nur zur „Unterhaltung“ gedacht sei. Zuvor hatten die eigenen Nutzungsbedingungen online für reichlich Verwirrung gesorgt. Ausgelöst wurde das Problem, als Nutzer in der Copilot-Dokumentation von Microsoft einen Abschnitt entdeckten, in dem es hieß, die KI „könne Fehler machen“, man solle ihr bei wichtigen Ratschlägen nicht vertrauen und sie sei ausschließlich für Unterhaltungszwecke bestimmt.

Diese Formulierung ist sichtlich seltsam, da sie im starken Widerspruch dazu steht, wie Microsoft Copilot derzeit bewirbt – nämlich als „Produktivitäts-Tool“ in Windows 11 und Microsoft 365. Zudem stieß die Integration von Copilot in das Betriebssystem in letzter Zeit ohnehin auf ein sehr geteiltes Echo. In einer Stellungnahme gegenüber Windows Latest erklärt Microsoft, dass diese Wortwahl nicht mehr aktuell sei.

Das Unternehmen erläutert, dass der „Unterhaltungs“-Aspekt noch aus der Anfangszeit von Bing Chat stamme, als generative KI-Tools noch vorsichtiger und mit größerer Zurückhaltung eingesetzt wurden. Laut Microsoft habe sich der Copilot seitdem „weiterentwickelt“ und die Dokumentation werde aktualisiert, um seine derzeitige Rolle im Betriebssystem und darüber hinaus besser widerzuspiegeln.

Das Problem ist jedoch nicht nur die Wortwahl an sich, sondern auch die Diskrepanz zwischen Marketing und rechtlichem Rahmen. Während Microsoft seinen Copilot als Tool zur Erledigung von Aufgaben bewirbt, enthalten die aktuellen Haftungsausschlüsse weiterhin Unsicherheiten, fehlende Garantien und die volle Verantwortung des Nutzers.

Auch abseits der „Unterhaltungs“-Zeile im Dokument haben sich Microsofts Bedingungen, wonach Ergebnisse ungenau sein können und Nutzer für alle Folgen verantwortlich sind, nicht geändert – wobei dies, wie die Quelle hinzufügt, auch für andere KI-Tools gilt. Während das Unternehmen also betont, dass der Copilot für echte Arbeit konzipiert sei, hinkt das Kleingedruckte noch hinterher.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-04 > „Wir passen die Wortwahl an“: Microsoft reagiert auf Copilot-Backlash
Autor: Anubhav Sharma, 10.04.2026 (Update: 10.04.2026)