Notebookcheck
23.07.2009 15:28

Ratgeber: Glare-Displays können Haltungsschäden verursachen

Kategorie: Sonstige Notebook News
Von: Norman Pausch

Gretchen-Frage beim Notebookkauf: Spiegel-Display - "Ja" oder "Nein"? Ein Ratgeber für Bildschirmarbeitsplätze der australischen Queensland University of Technology kann bei der Entscheidungsfindung Hilfestellung geben.

BASF | Schematischer Aufbau eines LCDs

BASF | Schematischer Aufbau eines LCD

Nach den Ausführungen der australischen Queensland University of Technology können die Reflexionen eines spiegelnden Displays Haltungsschäden beim Benutzer verusachen, da dieser - meist unbewusst - eine ungünstige Arbeitshaltung einnimmt, um Reflexionen auf dem Spiegel-Bildschirm zu vermeiden. Wird diese Haltung über einen längeren Zeitraum beibehalten, können gesundheitliche Beschwerden auftreten, so die australischen Forscher.

Damit spricht ein zweites, gewichtiges Argument gegen den Einsatz von sogenannten "Glare"- oder "Glossy"-Displays. Denn schon seit der Einführung dieser Display-Typen wird über den negativen Einfluss auf Gesundheit und Arbeitsleistung diskutiert - bisher meist in Verbindung mit Kopfschmerzen und Sehproblemen durch Schwierigkeiten beim Fokussieren.

Wer am Arbeitsplatz oder zu Hause mit einem solchen Bildschirm arbeiten muss, dem empfiehlt die Queensland University, alle störenden Lichtquellen im Raum abzuschalten. Auch das Umpositionieren des Displays, am Besten im 90-Grad-Winkel zur störenden Lichtquelle (beispielsweise Fenster), kann die Situation schon wesentlich verbessern. Weitere Informationen zum Thema Arbeitsplatzergonomie können auf der Homepage der University oder beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales nachgelesen werden.

Anmerkung:

Glare-Type-Displays mit spiegelnder Oberfläche wurden von der Industrie unter anderem eingeführt, weil sich damit praktisch ohne zusätzlichen Mehraufwand ein brillanterer Bildeindruck als bei Panels mit „matter Oberfläche“ erreichen lässt. So wirkt das Bild bei den Glare-Types dann meist klarer und schärfer, die Farben satter. Diese Methode der „Bildverbesserung“ ist für die Hersteller einfach und günstig zu realisieren.

Statt einem matten Polarizer (oberste Schicht eines LC-Displays) kommt schlicht einer mit glänzender Oberfläche drauf. Hierfür sind keine – die Kosten in die Höhe treibenden – zusätzlichen Techniken, wie weitere Folien, Filter oder Lampen notwendig. Mittlerweile finden sich aber auch Anbieter, die derlei Schminkspiegel mit Hilfe einer Antireflex-Folie nachträglich zu matten Displays umrüsten.

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Autor: Notebookcheck, 11.09.2005 (Update:  9.03.2010)