Test Acer Aspire One D150 Netbook

Des Kaisers neue Kleider.

Auch wenn der Eee PC von Asus vermutlich den höchsten Bekanntheitsgrad unter den Mini-Notebooks innehat, der Titel des meistverkauften Netbooks geht mit dem Aspire One A110 allerdings an Acer. Damit liegt allerdings die Latte für das Folgemodell im 10-Zoll Format, das Aspire One D150, besonders hoch. Vor allem hat sich die Konkurrenz mit zahlreichen Modellen im 10-Zoll Segment bereits gut aufgestellt.

Acer Aspire One D150

Mit der Bezeichnung Aspire One A110L schickte Acer vergangenen Sommer ein Netbook in die Schlacht, welches dem Hersteller zu ungeahnten Zuwachsraten verhelfen sollte. Das L in der Bezeichnung verwies dabei auf Linux als Betriebsystem. Mit der zunehmenden Verbreitung der Netbook wuchs auch der Wunsch nach einer gängigeren Benutzeroberfläche, dem Acer mit dem A110X, ausgestattet mit Windows XP, nachkam.

Neben einer etwas aufgefrischten Version des 9-Zoll Netbooks in Form des A150 (L oder X), in der sich nunmehr eine etwas voluminösere Harddisk bzw. optional auch ein UMTS Modul befindet, präsentierte Acer im Rahmen der diesjährigen Cebit in Hannover, das Aspire One D150, ein weiteres Netbook im 10-Zoll Format.
Verabschiedet hat man sich mittlerweile von Linux. Zu weit sind die Netbooks bereits von der ursprünglichen Nischen-Position entfernt, in der Tüftler gerne zur Windows Alternative griffen. Was jetzt zählt am Netbook Markt ist ausschließlich die breite Masse, und die will offenbar auch ein größeres Display.

Gehäuse

Wie wir testen - Gehäuse

Mit dem Wechsel zum 10-Zoll Format entschied man sich bei Acer dem Mini-Notebook auch ein neues Gehäuse zu verpassen. Obwohl die Baseunit eigentlich reaktiv flach ausgefallen ist, wirkt das Aspire One D150 auf den ersten Blick vergleichsweise dick. Die Gründe dafür sind sowohl der weit aus dem Gehäuse herausragende Akku als auch die Gummifüße im vorderen Bereich, die das Aspire One weit von der Standfläche empor heben.

Optisch setzt Acer auf eine Art „Sandwich-Design“, sprich an den Außenseiten im zugeklappten Zustand gibt sich das Notebook ganz in weiß während die innen liegenden Flächen, also Tastatur und Displayeinfassung, in schwarz ausgeführt werden. Der Displaydeckel zeigt eine glänzend lackierte Oberfläche, die allerdings, wider Erwarten, gegenüber Fingerabdrücken und Verschmutzungen kaum empfindlich ist. Anders sieht die Situation bei der schwarzen Displayeinfassung an der Innenseite des Notebooks aus. Jede Berührung zwecks Justierung des Öffnungswinkels hinterlässt hier seine Spuren.

Glücklicherweise ließ man zumindest beim übrigen Gehäuse von diesen Hochglanzoberflächen ab. Im Bereich der Handballenauflagen versuchte man sogar durch eine fein gerillte Struktur eine gebürstete Metalloberfläche zu imitieren. Optisch geht dies in Ordnung, haptisch kann man allerdings mit den echten Metallbauteilen, wie sie etwa bei Asus aktueller Ausgabe des Eee PCs verwendet werden (Eee 1002HA), keinesfalls mithalten. Überhaupt verbreitet das gesamte Gehäuse ein eher biederes Kunststoff-Flair.

Zumindest hinsichtlich Stabilität lässt das Chassis keine Wünsche offen. Sowohl die Baseunit als auch der Bildschirm weisen eine ausgezeichnete Verwindungssteifigkeit auf, und geben sich darüber hinaus auch besonders resistent gegenüber einwirkenden Druckkräften. Das Aspire One D150 kann an allen Ecken und Enden bedenkenlos angepackt und herum getragen werden, ohne auch nur das leiseste Knarren von sich zu geben.

Durchaus vorbildlich sind auch die Displayscharniere ausgefallen. Diese wirken nicht nur optisch überaus robust, sie halten das Display auch mit gut dosiertem Widerstand in Position, ermöglichen aber dennoch ein justieren des Öffnungswinkels mit nur einer Hand. Apropos Öffnungswinkel: Dieser ist mit rund 140° beschränkt, was jedoch zu keinen Einschränkungen beim Betrieb führen sollte. Grund für die Beschränkung ist der an der Rückseite überstehende Akku, an dem eine an der Unterkante des Displays angebrachte Gummilippe ein zu ungestümes Anschlagen beim Öffnen verhindert.

Ausstattung

Wie wir testen - Gehäuse

Das Acer Aspire One D150 bietet hinsichtlich Anschlussoptionen nicht mehr und nicht weniger als ein durchschnittliches aktuelles Netbook haben sollte. Dazu zählen ein VGA-Ausgang zum Anschluss eines externen Monitors, ein LAN Anschluss, Mikrofon und Kopfhörer Buchse sowie insgesamt 3 USB Ports. Auch einen Multi-Cardreader findet man im D150 verbaut.

Die Lage der Ports geht in Anbetracht des geringen zur Verfügung stehenden Platzes durchaus in Ordnung. Positiv sind dabei vor allem die im hinteren Bereich der Seitenkanten angeordneten, eher dauerhaft belegten Ports, wie Stromversorgung, VGA-out und LAN, zu erwähnen.

Vorderseite: keine Anschlüsse
Vorderseite: keine Anschlüsse
Linke Seite: VGA, LAN, USB, Audio Ports, Multi-Cardreader
Linke Seite: VGA, LAN, USB, Audio Ports, Multi-Cardreader
Rückseite: keine Anschlüsse
Rückseite: keine Anschlüsse
Rechte Seite: 2xUSB, Stromversorgung, Kensington Lock
Rechte Seite: 2xUSB, Stromversorgung, Kensington Lock

Die kabelgebundene Netzwerkanbindung übernimmt im Aspire One D150 ein Modul von Atheros (AR8121/AR8113/AR8114 PCI-E Ethernet Controller). Auch die Wireless Einheit stammt von Atheros (Atheros AR5007EG Wireless Network Adapter) und unterstützt die geläufigen Standards 802.11b/g.
Abhängig vom gewählten Modell ist die Verfügbarkeit von Bluetooth. Sofern also überhaupt vorhanden, setzt Acer ein Bluetooth 2.0+EDR (Enhanced Data Rate) Modul ein.
Laut Acer soll das D150 auch mit UMTS/HSDPA Modul erhältlich werden. Bis dato sind allerdings noch keine entsprechenden Modelle verfügbar.

Etwas knauserig gibt man sich seitens Acer bei der gewährten Basisgarantie. Diese beträgt ab Werk nur 12 Monate, dafür ist ein internatonaler Schutz inkludiert. Allerdings lässt sich die Garantie auf bis zu drei Jahre erweitern. Die dafür notwendige Acer Advantage Garantieerweiterung für 36 Monate kommt auf rund 40.- Euro, und ist damit beinahe als Schnäppchen zu bezeichnen.

Eingabegeräte

Wie wir testen - Eingabegeräte

Die Tastatur fällt zwar großzügiger aus als bei so manchem 9-Zoll Gerät, im Vergleich zu den namhaftesten 10-Zoll Netbook Konkurrenten bietet das Acer Aspire One allerdings die kleinsten Tasten. Mit Abmessungen von 16x15 Millimetern fallen die angebotenen Zifferntasten minimal kleiner aus als jene im Asus Eee PC 1002HA (17x16mm) und sogar deutlich kleiner als im Samsung NC10 (17x17 Millimeter).

Im praktischen Test war damit zwar noch eine einigermaßen akzeptable Texteingabe möglich, es bedurfte allerdings schon einer gewissen Einarbeitungszeit, um die anfangs unvermeidlich hohe Fehlerquote in den Griff zu bekommen.
Das Tippgefühl ist geprägt von einem eher geringen Druckwiderstand der Tasten sowie einem deutlichen, beinahe ruckelig wirkendem Druckpunkt. Auffallend war außerdem, dass sich die Tastatur teils minimal eindrücken lies, was sich aber nicht weiter negativ auf die Bedienung des Notebooks auswirkte.

Nicht wirklich zu überzeugen vermochte auch das angebotene Touchpad des Netbooks. Einerseits könnte die Oberfläche des mobilen Mausersatzes durchaus etwas gleitfreudiger sein, andererseits bietet die zugehörige Tastenleiste absolut keinen Tippkomfort - von den Knarrgeräuschen beim Drücken der Taste einmal völlig abgesehen. Die schmale Taste ist nur schwer zu treffen und bedarf außerdem überaus hohen Drucks, um auch anzusprechen. Hinzu kommt eine tote Zone inmitten der Tastenleiste. Eine Bedienung des Pads mit nur einer Hand gestaltete sich als schwierig bis unmöglich. Überhaupt griffen wir im Laufe der Tests schnell zu einer externen Maus, um weiteren unnötigen Geduldsproben aus dem Weg zu gehen…

Touchpad
Acer Aspire One D150 Touchpad
Tastatur
Acer Aspire One D150 Tastatur

Display

Wie wir testen - Display

Das 10.1-Zoll WSVGA Display bietet mit einer Auflösung von 1024x600 Pixel die Netbook-typische Arbeitsfläche. Für einfache Office Anwendungen und das Surfen im Internet reicht dies zwar aus, mit häufig notwendigem Scrollen sollte man sich allerdings anfreunden, speziell im vertikalen Bereich. Viele Websites als auch Anwendungen sind mittlerweile auf das übliche 1280x800 WXGA Format ausgerichtet, was es Netbooks teils etwas schwierig macht.

Die von Acer angegebenen 180-nit Displayhelligkeit können bei unseren Tests überraschenderweise sogar noch übertroffen werden. Maximal 239 cd/m² lieferte unser Testsample des Aspire One D150 im Helligkeitstest. Hervorragend schneidet das Netbook auch hinsichtlich Ausleuchtung aus: 90.8%.

227
cd/m²
225
cd/m²
225
cd/m²
226
cd/m²
226
cd/m²
217
cd/m²
239
cd/m²
229
cd/m²
223
cd/m²
Infos
Maximal: 239 cd/m²
Durchschnitt: 226.3 cd/m²
Ausleuchtung: 91 %
Schwarzwert: 1.51 cd/m²
Kontrast: 150:1
Ausleuchtung des Bildschirms

Neben diesen hervorragenden Messergebnissen zeigt das verbaute Panel aber auch Schwächen. Eine davon ist etwa der nur mäßige Kontrast des Displays. Mit einem Schwarzwert von 1.51 cd/m² erreicht das lt. Acer „hochauflösende“ Panel einen maximalen Kontrast von 158:1.

Nicht wirklich als Stärke zu werten ist außerdem das spiegelnde „Acer CrystalBrite“ Display. Glossy-Displayoberflächen verursachen bei ungünstigen Lichtverhältnissen, wie sie vor allem im Außeneinsatz unvermeidbar sind, starke Spiegelungen. Gerade bei mobilen Netbooks, mit denen man gerne auch mal unterwegs in öffentlichen Verkehrsmitteln, oder einfach nur im nächsten Park etwas surfen würde, ist dies unserer Meinung nach ein entscheidender Nachteil.

Hinsichtlich Blickwinkelstabilität gibt sich das WSVGA speziell im vertikalen Bereich nicht besonders großzügig. Hier ist schon bei geringen Abweichungen vom optimalen, lotrechten Betrachtungswinkel mit Bildveränderungen zu rechnen. Im horizontalen Sichtbereich hat man in erster Linie mit zunehmenden Spiegelungen zu kämpfen.

In das Acer Aspire One D150 hat es bereits die neueste Ausgabe der Intel Atom CPU geschafft, die speziell für Netbooks entwickelt wurde. Der Intel Atom N280 Chip verfügt über einen Frontsidebus von 667 MHz (N270 - 553 MHz), 512Kb L2-Cache und ist mit 1.66 GHz getaktet. Damit ist er etwas leistungsfähiger als der Vorgängerchip N270.

Um Grafikbelange kümmert sich die integrierte Intel GMA 950 Chipsatzgrafik, die bei den meisten Netbooks der Konkurrenz ebenso im Einsatz ist. Vorteil dieser Grafiklösung ist vor allem der geringe Stromverbrauch von maximal bis zu 7 Watt. Auch die Kühllast des Chips fällt damit sehr niedrig aus, was speziell kompakten Netbooks zu Gute kommt.

Im 3D Mark 2001 Benchmarktest zeigt sich ein minimaler Vorteil der Intel Atom N280 CPU im Vergleich zu Modellen mit der N270 CPU und GMA 950 Grafik. Im CPU-lastigen 3D Mark 2001 kann der N280 Chip damit eine Steigerung von rund 5% verzeichnen.

3D Mark 2001
3D Mark 2001

Eine recht passable Leistungssteigerung im Vergleich zum N270 Chip ist auch im Cinebench R10 Benchmark zu beobachten. Insbesondere beim Single-Core Rendering Test kann sich der neue Atom Chip deutlich verbessern. Mit 567 Punkten entspricht dies einer Steigerung von sage und schreibe rund 100%. Im Gegenzug bleibt aber das Ergebnis im OpenGL Shading Test hinter den Erwartungen zurück.

Cinebench R10
Cinebench R10

Letztlich bestätigt auch das Ergebnis im SiSoft Sandra CPU-Arithmetik Benchmarktest und die Performance bei SuperPi (Berechnung der Zahl Pi) die vollzogene Leistungssteigerung. Geringen Zuwächsen im Dhrystone und Whetstone Ergebnis steht eine deutliche Verkürzung der Rechenzeit im SuperPi Benchmarktest gegenüber. Hier wird außerdem auch gut erkennbar, dass sich die aufkommende Konkurrenz von Via, die Nano U2250 CPU, sehr gut positioniert, und in den einzelnen Ergebnissen nur geringfügig hinter Intels neuer Atom CPU bleibt.

Benchmark Dhrystone/Whetstone - SuperPi
Benchmark Dhrystone/Whetstone - SuperPi

Getestet haben wir außerdem auch die Performance bei Wiedergabe eines HD-Videos. Beim Abspielen des HD Demo-Clips „Coral Reef“ konnte hin und wieder ein minimales Ruckeln festgestellt werden. Im direkten Vergleich zur Nano CPU von Via (Samsung NC20) schneidet das Acer One D150 allerdings etwas besser ab.

Unser Testgerät des Acer Aspire One D150 war mit 1024MB Arbeitsspeicher vom Typ DDR2 PC5300 ausgestattet. Acer gibt die maximale Speicherbelegung mit insgesamt 2GB an. Für eine eventuelle Aufrüstung steht allerdings nur ein RAM-Slot zur Verfügung. Der eingesetzte 1GB Riegel müsste in diesem Fall komplett ersetzt werden.

Endgültig verabschiedet hat man sich nunmehr auch von einer Mini-SSD als Massenspeicher „Sparvariante“. Im One D150 kommt nunmehr eine 160GB große Festplatte im 2.5“ Format zum Einsatz. Der Datenträger aus dem Hause Western Digital (WD1600BEVT) dreht mit einer Geschwindigkeit von 5400 U/min und erreichte im HDTune Benchmarktest durchwegs gute Übertragungsraten und mit 17 Millisekunden eine ebenso akzeptable Zugriffszeit.

Systeminfo CPU
Systeminfo Chipset
Systeminfo Ram
Systeminfo Ram
Systeminfo GPU
Systeminfo GPU
Systeminfo Hdd
Systeminfo CPU
Systeminformationen Acer Aspire One D150
3D Mark
3DMark 2001SE3197 Punkte
3DMark 03794 Punkte
Hilfe
Cinebench R10
 EinstellungenWert
 Rendering Single 32Bit567 Points
 Rendering Multiple CPUs 32Bit877 Points
 Shading 32Bit288 Points
WDC Scorpio Blue WD1600BEVT
Minimale Transferrate: 32.9 MB/s
Maximale Transferrate: 64.5 MB/s
Durchschnittliche Transferrate: 52.7 MB/s
Zugriffszeit: 17 ms
Burst-Rate: 63.6 MB/s
CPU Benutzung: 4 %

Emissionen

Wie wir testen - Emissionen

Lautstärke

Im Rahmen unserer Tests konnten wir im wenig belastenden Office Betrieb (Internet, Texteingabe) eine etwas unangenehme Eigenheit des D150 beobachten. Der Lüfter lief in regelmäßigen Abständen immer wieder kurz an um sogleich wieder die Geschwindigkeit zu reduzieren. Zwar blieb die Lautstärke dabei im grundsätzlich unproblematischen und leisen Bereich (33.4 dB(A)), die wahrgenommene Geräuschkulisse war allerdings beinahe nervig, speziell in besonders leiser Umgebung.Absolute Stille konnten wir nur im völlig unbelasteten Idle Betrieb im Energiesparmodus beobachten.

Unter konstanter Belastung kletterte der Lärmpegelmesser auf maximal 38.2 dB(A), ein doch sehr respektables Niveau für ein Netbook. Im praktischen Betrieb wird man sich allerdings eher mit der pulsierenden Geräuschkulisse anfreunden müssen.

Lautstärkediagramm

Idle 29.4 / 29.4 / 33.4 dB(A)
HDD 30.5 dB(A)
Last 35.4 / 38.2 dB(A)
 
    30 dB
leise
40 dB
deutlich hörbar
50 dB
störend
 
min: , med: , max:     (aus 15 cm gemessen)

Temperatur

Sehr untypisch für ein Netbook fällt die Entwicklung der maximalen Oberflächentemperaturen unter Last aus. Nach mehrstündiger konstanter Belastung der CPU und des Grafikchips konnten wir eine mäßige Erwärmung der Oberseite der Baseunit, sowie eine unter Umständen schon problematische Hitzeentwicklung an der Unterseite des Gerätes feststellen.

Maximal konnten unter Belastung 52.1°C im Bereich des Lüfters an der Unterseite gemessen werden. Für eine Verwendung auf den Oberschenkeln ist dies schon deutlich zu viel. Die Tastatur bleibt dagegen mit einem Maximalwert von 39.8°C noch im annehmbaren Bereich.

Weniger dramatisch fallen glücklicherweise die beobachteten Temperaturen im praxisnahen WLAN Betrieb, sprich beim Surfen im Internet und dem Verfassen von Texten aus. Die Unterseite erwärmte sich in diesem Zustand auf bis zu 41.7°C.

Max. Last
 39.8 °C37.6 °C32.9 °C 
 38.7 °C36.7 °C33.3 °C 
 32.2 °C34.4 °C31.4 °C 
 
40.1 °C42.3 °C49.3 °C
40.4 °C40.5 °C52.1 °C
32.3 °C32.4 °C33.0 °C
Maximal: 39.8 °C
Durchschnitt: 35.2 °C
 Maximal: 52.1 °C
Durchschnitt: 40.3 °C
Raumtemperatur 21.5 °C

Lautsprecher

Für Netbook-Verhältnisse durchaus hörenswert fallen die eingesetzten Lautsprecher aus. Sie bieten selbst bei guter maximaler Lautstärke einen klaren Sound. Die eher geringe Klangfülle fällt dabei verkraftbar aus. Wer auf voluminösen Bassgenuss steht, der greift am Besten zu hochqualitativen Kopfhörern, oder speist das über die 3.5mm Buchse ausgegebene Audio Signal direkt in seine Hi-Fi Anlage.

Akkulaufzeit

Wie wir testen - Akkulaufzeit

Readers Test
Maximale Akkulaufzeit (BatteryEater Readers Test)
Classic Test
Minimale Laufzeit (BatteryEater Classic Test)

Der optisch überaus groß ausgefallene 6-Zellen Akku verweist auch hinsichtlich seiner technischen Daten auf eine ansprechende Leistungsfähigkeit. Mit einer Kapazität von 59 Wh die einem Stromverbrauch von nur rund 10 Watt im Idle Betrieb entgegenstehen, lässt die mobile Energiequelle auf eine großzügige Mobilität des Acer Aspire One D150 hoffen.

Sogar unter Last im BatteryEater Classic Test (max. Displayhelligkeit, WLAN ein, Profil Höchstleistung) erreicht das Netbook mit 293 Minuten eine respektable Laufzeit. Ebenso beeindruckend fällt die maximal zu erwartende Akkulaufzeit, ermittelt mit dem BatteryEater Readers Test (min. Displayhelligkeit, WLAN aus, Energiesparprofil), aus. Hier schafft das Notebook 566 Minuten, das entspricht etwa 9.5 Stunden.

Dass im praktischen Betrieb dieser Wert nicht wirklich erreicht werden kann, scheint klar. Dennoch, mit 425 Minuten im praxisnahen WLAN Betrieb (Surfen) bei maximaler Displayhelligkeit, kann das Aspire One durchaus überzeugen.
Vorsicht ist allerdings bei der jeweiligen Akku-Ausstattung geboten. Abgesehen von der leistungsfähigsten 59Wh Version in unserer Testkonfiguration sind auch ein 6-Zellen Akku mit geringerer Kapazität (49 Wh) und ein kompakter 3-Zellen Akku (24 Wh) für das Acer Aspire One D150 verfügbar.

Stromverbrauch

Idle 7.6 / 10.1 / 11.2 Watt
Last 16.8 / 20.4 Watt
 
Legende: min: , med: , max:         
Akkulaufzeit
Idle (ohne WLAN, min Helligkeit)
9h 26min
Surfen über WLAN
7h 05min
Last (volle Helligkeit)
4h 53min

Fazit

Wie wir testen - Fazit

Auch wir waren natürlich überaus gespannt, wie der Nachfolger des bisher weltweit am meisten verkauften Netbooks aussehen wird, und vor allem wie er sich im Vergleich zur mittlerweile zahlreichen Konkurrenz positionieren wird. Nun war es soweit, und unser Gesamteindruck fällt etwas gespalten aus.

So liefert Acer einerseits ein sehr kompaktes und auch robustes Chassis, für das allerdings lediglich Kunststoffbauteile oberflächenwirksam eingesetzt werden. Die Gegner zeigen hier oftmals Gehäuse aus Magnesium und Aluminiumbauteilen. Keine Frage, die Stabilität stimmt beim Acer D150, aber der Materialeindruck von echtem Metall ist doch ein anderer. Da hilft auch das Imitieren einer gebürsteten Alu-Struktur bei den Handballenauflagen nicht viel.

Ein wichtiger Punkt bei einem Netbook ist zweifelsohne das Display. Hinsichtlich Auflösung spielen bis auf ganz wenige Ausnahmen hier ohnehin alle Geräte in einer Liga. Zweites Kriterium wäre also die Displayhelligkeit, die Acer mit deutlich über 200 cd/m² zu unserer vollen Zufriedenheit erfüllt. Anders sieht es allerdings beim Oberflächenfinish des Bildschirmes aus. Wie bitte ist ein spiegelndes Glossy Display bei einem ultramobilen Netbook zu rechtfertigen? Wegen der brillanten Farben bei der ruckeligen Wiedergabe von HD-Videos kann es ja wohl nicht sein…

Einen Schritt nach vorne macht man bei der Ausstattung des Aspire One D150 mit Intel Atom N280 CPU. Diese gibt sich im Test insgesamt doch  leistungsfähiger als der direkte Vorgänger (N270). Auch mögliche Konkurrenten, wie etwa VIAs Nano U2250 Chip können noch auf Distanz gehalten werden.

Kritikpunkt bei unserem Testsample wäre auch noch das Lüfterverhalten im Office Betrieb. Hier konnten wir einen pulsierenden Lüfter beobachten, der zwar insgesamt sehr leise bleibt, bei besonders leiser Umgebung aber mit der Zeit schon etwas nervig werden kann.  
Überrascht haben auch die hohen möglichen Gehäusetemperaturen unter Last, die teils schon auf Desktop Replacement bzw. Gaming Notebook Niveau liegen.

Unumstritten DER Trumpf im Ärmel des Acer Aspire D150 ist die gebotene Akkulaufzeit. Mit bis zu mehr als 9 möglichen Stunden legt das Netbook der Konkurrenz schon gehörig etwas vor. Mit 1350 Gramm ist das Gerät zwar minimal schwerer als viele potentielle Konkurrenten, in Anbetracht der guten Akkulaufzeit kann man das aber auch durchaus in Kauf nehmen.
Insgesamt gilt es mittlerweile auch bei den Netbooks genau zu recherchieren, welches Gerät nun die individuellen Bedürfnisse des Users am besten abdeckt, auch wenn die Priese nach wie vor überaus attraktiv sind. Zu unterschiedlich sind die angebotenen Pakete, obwohl sie meist oberflächlich identische Spezifikationen zeigen.

Acer Aspire One D150
Acer Aspire One D150
Acer Aspire One D150
Acer Aspire One D150
Acer Aspire One D150
Acer Aspire One D150
Acer Aspire One D150
Acer Aspire One D150

 

Vielen Dank der Firma Cyberport.de die uns freundlicherweise das Testgerät zur Verfügung gestellt haben. Hier können Sie das Gerät konfigurieren und auch kaufen.

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Im Test: Acer Aspire One D150, zur Verfügung gestellt von:
Acer Aspire One D150

Datenblatt

Acer Aspire One D150

:: Prozessor
:: Mainboard
Intel i945 GME
:: Speicher
1024 MB, DDR2 PC5300, 1x1024MB, max. 2048MB
:: Grafikkarte
Intel Graphics Media Accelerator (GMA) 950, Kerntakt: 400 MHz, 6.14.10.4926
:: Bildschirm
10.1 Zoll 16:9, 1024x600 Pixel, CrystalBrite TFT LCD, spiegelnd: ja
:: Festplatte
WDC Scorpio Blue WD1600BEVT, 160 GB 5400 U/Min
:: Soundkarte
HD Audio
:: Anschlüsse
3 USB 2.0, 1 VGA, 1 Kensington Lock, Audio Anschlüsse: Kopfhörer, Mikrofon, Card Reader: Multi-Cardreader,
:: Netzwerkverbindungen
Atheros AR8121/AR8113 PCI-E Ethernet Controller (10/100MBit), Atheros AR5007EG (b g ), 2.0+EDR Bluetooth
:: Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe (in mm): 33 x 185 x 260
:: Gewicht
1.35 kg Netzteil: 0.31 kg
:: Akku
59 Wh Lithium-Ion, 10.8V 5800mAh
:: Preis
380 Euro
:: Betriebssystem
Microsoft Windows XP Home 32 Bit
:: Sonstiges
12 Monate Garantie

 

Das Acer Aspire One D150 Mini-Notebook ist das erste 10-Zoll Netbook aus dem Hause Acer.
Das Acer Aspire One D150 Mini-Notebook ist das erste 10-Zoll Netbook aus dem Hause Acer.
Nach dem Verkaufsschlager A110L, einem 9-Zoll Gerät, liegt die Latte mit den Anforderungen an das D150 überaus hoch.
Nach dem Verkaufsschlager A110L, einem 9-Zoll Gerät, liegt die Latte mit den Anforderungen an das D150 überaus hoch.
Das D150 zeigt ein neues Gehäuse, das sich durch eine Art Sandwich-Design von der breiten Masse abzuheben versucht.
Das D150 zeigt ein neues Gehäuse, das sich durch eine Art Sandwich-Design von der breiten Masse abzuheben versucht.
Während das Netbook an den Außenseiten weiß gefärbt ist, gibt sich das Gerät an der Innenseite komplett schwarz.
Während das Netbook an den Außenseiten weiß gefärbt ist, gibt sich das Gerät an der Innenseite komplett schwarz.
Leider wurden hinsichtlich der Oberflächen-wirksamen Materialien nur Kunststoffbauteile eingesetzt.
Leider wurden hinsichtlich der Oberflächen-wirksamen Materialien nur Kunststoffbauteile eingesetzt.
Nichts desto trotz zeigt das Chassis eine ausgezeichnete Stabilität,...
Nichts desto trotz zeigt das Chassis eine ausgezeichnete Stabilität,...
...die auch einen intensiven mobilen Einsatz des Netbooks ohne Weiteres zulässt.
...die auch einen intensiven mobilen Einsatz des Netbooks ohne Weiteres zulässt.
An Anschlüssen findet man die übliche Netbook-Kost am Gerät.
An Anschlüssen findet man die übliche Netbook-Kost am Gerät.
Dazu zählen im Falle des Aspire One D150 insgesamt 3 USB Ports, einen VGA Ausgang sowie Anschlüsse für Mikrofon und Kopfhörer.
Dazu zählen im Falle des Aspire One D150 insgesamt 3 USB Ports, einen VGA Ausgang sowie Anschlüsse für Mikrofon und Kopfhörer.
Die angebotene Tastatur zeigt etwas kleinere Tasten als diverse Konkurrenten im 10-Zoll Netbook Segment.
Die angebotene Tastatur zeigt etwas kleinere Tasten als diverse Konkurrenten im 10-Zoll Netbook Segment.
Dies bedingt eine gewisse Einarbeitungszeit, um eine einigermaßen fehlerfreie Texteingabe zustande zu bringen.
Dies bedingt eine gewisse Einarbeitungszeit, um eine einigermaßen fehlerfreie Texteingabe zustande zu bringen.
Nicht zu überzeugen vermochte die Touchpadtaste, die eine Bedienung des Aspire One D150 sehr mühsam gestaltet.
Nicht zu überzeugen vermochte die Touchpadtaste, die eine Bedienung des Aspire One D150 sehr mühsam gestaltet.
Das verbaute 10-Zoll Display kommt mit einer Auflösung von 1024x600 Pixel und bietet eine ausgezeichnete Helligkeit.
Das verbaute 10-Zoll Display kommt mit einer Auflösung von 1024x600 Pixel und bietet eine ausgezeichnete Helligkeit.
Die spiegelnde Displayoberfläche macht ein Arbeiten mit dem Gerät im Freien allerdings zur Geduldsprobe.
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Mit dem Intel Atom N280 Chip setzt Acer auf die aktuellste Technik des Marktführers bei Prozessoren.
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Die Kombination aus Intel Atom CPU, Intel GMA 950 Grafik und bis zu 2GB Arbeitsspeicher,...
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...gewährt einen flotten Arbeitsablauf bei 0-8-15 Office Anwendungen.
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Bei geringer Last im Office Betrieb fiel der Lüfter durch sein pulsierendes Anlaufen leider etwas negativ auf.
Bei geringer Last im Office Betrieb fiel der Lüfter durch sein pulsierendes Anlaufen leider etwas negativ auf.
Auch die maximal möglichen Temperaturen unter Last fallen für ein Netbook deutlich zu hoch aus.
Auch die maximal möglichen Temperaturen unter Last fallen für ein Netbook deutlich zu hoch aus.
Mit dem 6-Zellen 59Wh Akku bietet Acer eine enorm leistungsfähige Energiequelle für das Aspire One D150.
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Mit ihr sind Laufzeiten von bis zu mehr als 9 Stunden zu realisieren.
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Preisvergleich

Pricerunner.de

Pro

+Sehr kompaktes und robustes Chassis
+Günstiges Garantieupgrade auf 36 Monate verfügbar
+Helles Display mit ausgezeichneter Ausleuchtung
+Gute Leistungsdaten der Atom N280 CPU
+Passable Qualität bei Soundwiedergabe
+Hervorragende Akkulaufzeit
 

Contra

-Vergleichsweise kleine Zifferntasten
-Schwergängige Touchpadtasten
-Eingeschränkte Outdoor-Fähigkeit durch Glossy-Display
-Unangenehme Geräuschkulisse im Office Betrieb
-Teils hohe Gehäusetemperaturen möglich

Shortcut

Was uns gefällt

Knapp 40.- Euro für eine Verlängerung der Garantie auf 36 Monate - das würden wir uns auch bei so manch anderen Modellen wünschen.

Was wir vermissen

In erster Linie ein mattes, 100%ig Außeneinsatz taugliches Display. Hallo liebe Konstrukteure, ein Netbook möchte auch unterwegs bei teils ungünstigen Lichtverhältnissen bedient werden?!

Was uns verblüfft

Ganz klar, die Akkulaufzeit. Hier hat Acer alles richtig gemacht und steckt einen wirklich leistungsfähigen Akku in das Gehäuse. Vielen Dank.

Die Konkurrenz

Sollen wir jetzt wirklich anfangen aufzuzählen? Na schön, zumindest die Wichtigsten der 10-Zoll Klasse: Asus Eee 1002HA, Samsung NC10, Lenovo Thinkpad S10e, LG X110,…

Bewertung

Acer Aspire One D150
15.03.2009
J. Simon Leitner

Gehäuse
88%
Tastatur
84%
Pointing Device
78%
Konnektivität
80%
Gewicht
96%
Akkulaufzeit
100%
Display
82%
Leistung Spiele
45%
Leistung Anwendungen
65%
Temperatur
74%
Lautstärke
87%
Auf- / Abwertung
88%
Durchschnitt
81%
87%
Netbook *
gewichteter Durchschnitt

Weitere Informationen über unsere Bewertung finden sie hier.

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Autor: J. Simon Leitner (Update: 11.02.2014)