Notebookcheck

Test Dell Latitude 2110 Netbook

Felix Sold, 16.06.2010

Small Business. Das kleinste Mitglied der Latitude-Serie von Dell erhält ein Hardwareupgrade im bewährten Gehäuse. Nun finden sich im Inneren ein Intel Atom N470, schnellerer DDR2-6400 Arbeitsspeicher, Touchscreen mit höherer Auflösung und 3G-UMTS Modul.

Dell Latitude 2110 Business-Netbook mit Touchscreen und UMTS-Modul.
Dell Latitude 2110 Business-Netbook mit Touchscreen und UMTS-Modul.

Der Einstiegspreis für das neue Dell Latitude 2110 Netbook liegt im Dell-Direktvertrieb aktuell bei 329 Euro inklusive Mehrwertsteuer (Aktionspreis). Diese Minimalausstattung umfasst den Intel Atom N470-Prozessor, 1 GByte DDR2-6400 Arbeitsspeicher, einen 10,1-Zoll-Bildschirm mit einer nativen Auflösung von 1024 x 600 Pixel, 160 GByte Festplattenspeicher und Ubuntu Linux 9.10 Netbook Remix. Unser Testgerät ist mit einem Preis von 479 Euro ein wenig teurer. Dafür bekommt man unter anderen ein 10,1-Zoll-Touchscreen mit reflektionsarmer Oberfläche, ein 3G-UMTS-Modul und Windows 7 Starter als Betriebssystem.

Die optionalen Features die von Dell angeboten werden sind umfangreich, allerdings hat man bei den verfügbaren Designs die Farben Gelb und Grün für das neue Modell aus dem Programm genommen. Der Endkunde kann nunmehr, ohne Aufpreis, zwischen Schwarz, Blau und Rot wählen. Unter den weiteren Optionen finden sich ein 10,1-Zoll-HD-Bildschirm (1366 x 768 Pixel, kein Touchscreen), ein SSD mit 64 GByte, eine Erweiterung auf 2 GByte Arbeitsspeicher, eine 2 Megapixel Webcam und vieles mehr.

Gehäuse

Wie wir testen - Gehäuse

Das Design ist sehr schlicht und zurückhaltend.
Das Design ist sehr schlicht und zurückhaltend.
3,99 Zentimeter an der höchsten Stelle? Zuviel!
3,99 Zentimeter an der höchsten Stelle? Zuviel!
Die rubberized Oberfläche kann überzeugen.
Die rubberized Oberfläche kann überzeugen.

Schlank und elegant ist das Latitude 2110 mit Sicherheit nicht, aber dafür robust. Dell verzichtet auf ein schickes und schlankes Gehäuse, da es dem starken Gebrauch in der Schule, in der Universität oder im Büro trotzen soll. Mit Maßen von 26,5 x 18,7 x 2,25 – 3,99 Zentimeter (B x T x H) ist das Gehäuse eher klobig und der dicke 6-Zellen-Akku verstärkt diesen Effekt noch zusätzlich. Dieser erhöht die Standposition um satte 18 Millimeter. Hinzu kommt das  vergleichsweise hohe Gewicht von 1,58 Kilogramm inklusive Akku.

Der größte Vorteil ist das robuste Gehäuse. Die komplette äußere Oberfläche ist mit einem gummierten Muster überzogen und so sehr beständig gegen Kratzer und sonstige „Angriffe“. Das Gehäuse ist zudem stabil und gibt auch bei stärkerem Druck nur minimal nach. Der Displaydeckel ist mit rund 10 Millimetern relativ dick, aber ausreichend verwindungssteif. Leider wirkt der integrierte 10,1-Zoll-Bildschirm durch die breiten Umrandungen sehr klein.

Die Displayscharniere sind gut verarbeitet und halten den Bildschirm samt Deckel gut in Position. Eine Veränderung der Bildschirmposition ist durch leichtes schütteln des Netbooks nicht zu erreichen. Der maximale Öffnungswinkel ist mit rund 150 Grad als gut zu bezeichnen. Durch zwei integrierte Kensington Lock Slots lässt sich ein praktischer Trageriemen an das Netbook montieren und der Akku bietet die Möglichkeit ein Namensschild zu beherbergen. Dies ist vor allem in großen Büros oder Schulklassen von Vorteil. Ein nettes Feature für den Schulbetrieb ist der integrierte Leuchtstreifen am Displaydeckel, der anzeigt, ob das Gerät aktiv ist.

Insgesamt betrachtet hat sich im Bereich Gehäuse und Design nicht viel geändert und Dell ist dem Chassis des Latitude 2100 treu geblieben.

Ausstattung

Wie wir testen - Gehäuse

Ein 3-in-1-Kartenleser ist an Bord.
Ein 3-in-1-Kartenleser ist an Bord.
Dank 3G-UMTS auch Unterwegs arbeiten.
Dank 3G-UMTS auch Unterwegs arbeiten.

Anschlüsse

Für ein Business-Netbook hätten wir uns ein wenig mehr als den „Standard-Umfang“ gewünscht. Es finden sich nur drei USB-2.0-Schnittstellen, ein analoger Videoausgang (VGA) über den sich zum Beispiel ein Beamer betreiben lässt, die Audioanschlüsse für ein Headset, ein 3-in-1-Kartenleser, der SD, SDHC und MMC verarbeiten kann und ein RJ-45-Netzwerkanschluss am Gerät. Schnelle Peripherie-Schnittstellen, wie zum Beispiel eSATA oder USB 3.0, würden das Paket abrunden.
Die Verteilung der Anschlüsse ist Dell gelungen und jeder Port hat genug Platz.

Kommunikation

Mobiltechnologien spielen eine wichtige Rolle und Dell befriedigt in diesem Bereich alle Wünsche. Gigabit-Ethernet und WLAN nach 802.11a/g/n sind selbstverständlich und das Topmodell bietet zusätzlich ein integriertes 3G-UMTS-Modul, das mit beliebigen SIM-Karten genutzt werden kann. Die neuen Micro-SIM-Karten aka 3FF, die beispielsweise im iPad von Apple zum Einsatz kommen, werden aber nicht unterstützt.

Linke Seite: 1x USB 2.0, Audioanschlüsse, VGA, Kensington
Linke Seite: 1x USB 2.0, Audioanschlüsse, VGA, Kensington
Rechte Seite: 2x USB 2.0, RJ-45, DC-in, Kensington
Rechte Seite: 2x USB 2.0, RJ-45, DC-in, Kensington
Frontseite: 3-in-1-Kartenleser
Frontseite: 3-in-1-Kartenleser
Rückseite: Keine Schnittstellen
Rückseite: Keine Schnittstellen

Erweiterung

Eine interessante Lösung bietet Dell mit der Mobile Computing Station an. In diesem „Wagen“ lassen sich bis zu 24 Dell Latitude 2110 unterbringen, aufladen, sichern und aktualisieren. Vor allem für die IT-Abteilung im Unternehmen ist diese Lösung sehr interessant, da man über den WLAN-Zugriffspunkt, der in der Station integriert ist, auf alle Netbooks Softwareupdates aufspielen kann. Dieses System ist mobil und kann im Büro frei bewegt und an jede beliebige Stromquelle angeschlossen werden. Nach dem Arbeitstag ist es möglich den Schrank zu verschließen und die Geräte sind so vor Diebstahl geschützt. Dieses System ist allerdings nicht günstig und schlägt mit ca. 3500 Euro zu buche.

Dell | Die Dell Mobile Computing Station kann 24 Geräte beherbergen.
Dell | Dieses Konzept ist vorallem für die IT-Abteilung von Vorteil.

Eingabegeräte

Wie wir testen - Eingabegeräte

Tastatur

„Never change a running system“ könnte das Motto von Dell im Bereich der Tastatur sein, da keine Veränderungen vorgenommen wurden. Bei eine Tastengröße von 16 x 16 Millimeter lässt es sich gut arbeiten und der Hub der Tasten ist angemessen. Die Tastatur benötigt keine Einarbeitungszeit und man hat sich sehr schnell an das Layout gewöhnt. Ein Vorteil ist die große rechte Shift-Taste. Die Fn-Funktionen sind deutlich zu erkennen und Vielschreiber werden kein Problem mit dieser Tastatur haben.

Touchpad

Das Touchpad wurde auch beibehalten und fällt mit einer Diagonalen von nur 7 Zentimetern sehr klein aus. Zwar bietet das Touchpad einen vertikalen sowie horizontalen Scrollbereich, die aber auch Platz benötigen. Hier hätten wir uns ein größeres Touchpad gewünscht. Die Gleiteigenschaften sind gut und die Haptik kann überzeugen. Die gebotenen Multi-Touch-Gesten sind einfach zu handhaben und geben einen zusätzlichen Pluspunkt. Für ergonomisches Arbeiten empfiehlt sich aber der Einsatz einer externen USB- oder Bluetooth-Maus.

Kompakte, angenehme Tastatur
Kompakte, angenehme Tastatur
Kleines Touchpad mit Scrollbereichen
Kleines Touchpad mit Scrollbereichen

Display

Wie wir testen - Display

Die Kalibrierung dauert nur 20 Sekunden.
Die Kalibrierung dauert nur 20 Sekunden.

Die Qual der Wahl hat der Nutzer im Bereich des Bildschirms. Das Einstiegsmodell ist mit zwei Non-Touch-Bildschirmen erhältlich, die je nach Belieben eine native Auflösung von 1024 x 600 beziehungsweise 1366 x 768 Pixel (HD) bieten. Unser Testgerät ist mit einem 10,1-Zoll-Touchscreen ausgestattet, der ebenfalls eine native Auflösung von 1024 x 600 Bildpunkten (WSVGA) bietet. Das AUO31D2-Panel bietet eine Diagonale von 22 Zentimetern und arbeitet mit maximal 60 Hz. Die geringe Auflösung des Panels erfordert ein häufigeres scrollen auf Internetseiten oder Dokumenten. Die Oberfläche ist entspiegelt und wird von Dell als „reflektionsarm“ bezeichnet.

Der Touchscreen sollte vor dem ersten Gebrauch über die mitgelieferte Software von IdeaCom kalibriert werden. Dieser Vorgang dauert rund 20 Sekunden und ist kinderleicht. Nach dem Ausrichten funktioniert der integrierte Touchscreen sehr gut und man kann Windows 7 überwiegend ohne Probleme mit dem Finger bedienen.

172
cd/m²
178
cd/m²
186
cd/m²
187
cd/m²
188
cd/m²
197
cd/m²
193
cd/m²
196
cd/m²
198
cd/m²
Ausleuchtung des Bildschirms
Infos
Maximal: 198 cd/m²
Durchschnitt: 188.3 cd/m²
Ausleuchtung: 87 %
Helligkeit Akku: 188 cd/m²
Schwarzwert: 1.23 cd/m²
Kontrast: 153:1

Sieht man sich die von uns ermittelten Werte genauer an, fällt schnell auf, dass diese nur dem Durchschnitt entsprechen. Durchschnittlich werden 188.3 cd/m² (Helligkeit) erreicht. Der Maximalwert ist mit 198 cd/m² im unteren Bereich des Panels zu finden. Die Ausleuchtung von 87 Prozent ist in Ordnung aber der Schwarzwert mit 1.23 cd/m² ist leider zu hoch. Dieser Wert verantwortet auch das schwache Kontrastverhältnis von nur 153:1. Subjektiv gehen die Schärfe und Farbwiedergabe des Touchscreens noch in Ordnung.

Die entspiegelte Oberfläche des Displays kann im Freien nicht vollkommen überzeugen. Die Oberfläche spiegelt zwar nur geringfügig, aber die mittelmäßigen Messwerte reichen für eine gut lesbare Darstellung bei stärkerem Licht im Freien nicht aus. Im geschlossenen Raum ist der Bildschirm allerdings deutlich angenehmer als ein Glare-Type-Bildschirm.

Die Blickwinkelstabilität ist bei den meisten Netbook-Displays nicht sehr berauschend. Das Dell Latitude bewirbt sich auch für diese Liste. Im horizontalen Bereich ist das Bild sehr stabil und bei zu einer Abweichung von 160 Grad wird der Inhalt klar dargestellt. Im vertikalen Bereich entstehen schon bei geringen Abweichungen von 5 bis 15 Grad starke Veränderungen und das Bild wird unkenntlich.

Blickwinkel: Dell Latitude 2110 Netbook
Blickwinkel: Dell Latitude 2110 Netbook

Neue, aber nicht revolutionäre Netbook-Hardware beherbergt das Dell Latitude 2110. Als Prozessor wird nun ein unwesentlich stärkerer Intel Atom N470 eingesetzt, der im Vergleich zum Atom N450 rund 200 MHz schneller ist. Der Controller des Prozessors unterstützt DDR2-Speicher und so sind 1 GByte DDR2-6400 integriert. Leistungstechnisch bewegt sich das neue Business-Netbook in der breiten Masse der Geräte mit Intel Atom N450, da der verwendete Prozessor noch keinen DDR3-Support bietet.

Für die Grafik ist auch hier der Intel GMA 3150 Grafikchip integriert, der mit einem Kerntakt von 200 MHz arbeitet. In unserem Testgerät ist des weiteren eine 160 GByte große Festplatte von Seagate verbaut, die mit 5400 Umdrehungen pro Minute arbeitet. Hier bietet Dell weitere Modelle mit mehr Speicherplatz und ein SSD (Solid State Drive) mit 64 GByte an. Diese Speichermedien sowie 2 GByte DDR2-RAM sind allerdings aufpreispflichtig.

Systeminformationen: Dell Latitude 2110

Um die Leistung des Systems vergleichen zu können, haben wir das Dell Latitude durch diverse Benchmarks geschickt. Dabei war das Hochleistungsprofil aktiviert und das Gerät am Netz angeschlossen. Die CPU arbeitet in diesem Szenario mit 1,86 GHz in einem Kern.

Die Anwendungsbenchmarks in Form von CineBench R10 und der PCMark-Reihe von Futuremark zeigen, dass einfache Office-Aufgaben laufen. Der Punkteunterschied zu anderen Netbooks mit Atom N450 liegt hier im einstelligen Bereich. Hier kann man aber auch ablesen, dass der stärkere Prozessor und der schnellere Arbeitsspeicher sich, wenn überhaupt, nur minimal auswirken.

Cinebench R10 Rendering Single 32Bit
610
Cinebench R10 Rendering Multiple CPUs 32Bit
930
Cinebench R10 Shading 32Bit
316
Hilfe
PC Mark
PCMark 051479 Punkte
PCMark Vantage1255 Punkte
Hilfe

Die synthetischen Spielebenchmarks der 3DMark-Serie lassen keine Hoffnung aufkommen und aktuellere Spieletitel und Full HD-Videomaterial lassen sich nicht flüssig wiedergeben.
Benötigt man eine gewisse Mehrleistung In Punkto Grafik und HD, sollte man auf ein Netbook mit Nvidia ION 2 zurückgreifen, oder auf die noch nicht erhältlichen Geräte mit Intel Atom N550 Dual-Core-Prozessor warten.

3D Mark
3DMark 2001SE2566 Punkte
3DMark 03700 Punkte
3DMark 05299 Punkte
3DMark 06
 1280x1024
140 Punkte
Hilfe
Benchmark
Benchmark

Als Standard ist ein 2,5-Zoll-Laufwerk von Seagate (ST9160314AS) integriert, das eine Bruttokapazität von 160 GByte bietet. Um dessen Leistung beurteilen zu können, haben wir das Tool HD Tune Pro 4.50 genutzt. Die Werte des Benchmarks im Bereich Lesen sind dabei nicht sehr hoch, aber für den normalen Gebrauch reichen diese aus. Einen Performance-Zuwachs könnte das optionale Solid State Drive mit 64 GByte bringen.

Seagate Momentus 5400.6 ST9160314AS
Minimale Transferrate: 3.2 MB/s
Maximale Transferrate: 67.7 MB/s
Durchschnittliche Transferrate: 49.5 MB/s
Zugriffszeit: 17.4 ms
Burst-Rate: 117.4 MB/s
CPU Benutzung: 10.6 %
2.6
Windows 7 Leistungsindex
Prozessor
Berechnungen pro Sekunde
2.6
Speicher (RAM)
Speichervorgänge pro Sekunde
4.5
Grafik
Desktopleistung für Windows Aero
3.1
Grafik (Spiele)
3D-Business und Gaminggrafikleistung
3
Primäre Festplatte
Datentransferrate
5.6
Alles Grün!
Alles Grün!

Kommen wir zu den Latenzen unter Windows 7 Starter. Sind diese Werte oberhalb von 1000 µs, kann es zu Problemen bei der Synchronisation mit Peripheriegeräten kommen. Ein sehr bekanntes Problem ist das Soundknacken von extern angeschlossenen Soundkarten. Mithilfe von dem DPC Latency Checker lässt sich der Sachverhalt überprüfen. Unser Testgerät macht demzufolge keine Probleme und die Werte bleiben durchweg unauffällig im grünen Bereich.

Emissionen

Wie wir testen - Emissionen

Geräuschemissionen

Mit maximal 32.2 dB(A) unter Volllast arbeitet das Latitude 2110 stets leise und ist nur selten zu hören. Im Idle-Betrieb arbeitet das Gerät mit minimal 29.6 dB(A) fast geräuschlos. Die Festplatte erzeugt unter Zugriff konstant 31.2 dB(A) und liegt damit im Rahmen für ein 2,5-Zoll-Laufwerk. Insgesamt kann das Kühlsystem in puncto Lautstärke überzeugen und lässt keinen Anlass für Kritik.

Lautstärkediagramm

Idle 29.8 / 29.8 / 29.8 dB(A)
HDD 30.2 dB(A)
Last 29.8 / 32.2 dB(A)
 
    30 dB
leise
40 dB
deutlich hörbar
50 dB
störend
 
min: , med: , max:     (aus 15 cm gemessen)

Temperatur

Das System erzeugt im Betrieb Abwärme die der Lüfter durch die vier kleine Schlitze an der linken Seite des Gerätes nach außen befördert. Daraus resultieren erhöhte Temperaturwerte im Bereich der Luftschlitze. Unter Last werden in diesem Bereich maximal 40.2 Grad Celsius erreicht. Diese Werte sind noch nicht kritisch für das System. Das Arbeiten auf den Oberschenkeln stellt keine Probleme dar.

Max. Last
 30.9 °C32.9 °C29.7 °C 
 33.6 °C33.4 °C29.2 °C 
 32.2 °C32.5 °C26.6 °C 
Maximal: 33.6 °C
Durchschnitt: 31.2 °C
29.1 °C33.0 °C40.2 °C
31.7 °C38.1 °C39.0 °C
27.6 °C32.5 °C34.7 °C
Maximal: 40.2 °C
Durchschnitt: 34 °C
Netzteil (max.)  36.0 °C | Raumtemperatur 22.8 °C

Lautsprecher

Die Lautsprecher befinden sich seitlich neben dem Bildschirm und liefern kein volles Klangspektrum. Der Klang ist sehr höhenlastig und Bässe kommen nicht rüber. Für die angepeilte Zielgruppe ist diese Qualität meist aber ausreichend. Für besseren Klang sollte man auf die integrierte Klinke und externe Boxen zurückgreifen.

Akkulaufzeit

Wie wir testen - Akkulaufzeit

Ladevorgang
Der Ladevorgang beansprucht rund 133 Minuten.

Die Verbrauchswerte des Dell Latitude 2110 halten sich im Rahmen sind aber ein wenig höher als die eines Netbooks mit Intel Atom N450-Prozessor. Die Verlustleistung (TDP) liegt beim Atom N470 genau 1 Watt über der des N450. Im Normalbetrieb verbraucht das Gerät maximal 11.5 Watt. Dieser Wert kann unter Last auf maximal 16.4 Watt ansteigen.

Der leicht erhöhte Verbrauch der Hardware wirkt sich nur gering auf die Laufzeiten aus. Unser Testgerät ist mit dem optionalen 6-Zellen-Akku (56 Wh) ausgestattet, der eine hohe Akkulaufzeit ermöglichen soll. Ein Nachteil ist die Bauform dieses Akkus, der das gesamte Gerät um happige 18 Millimeter anhebt.

Der Battery Eater Reader’s Test ermittelt die maximal mögliche Akkulaufzeit indem das Lesen eines Textdokuments bei minimaler Bildschirmhelligkeit und deaktivierten Mobiltechnologien simuliert wird. Nach guten 9 Stunden und 50 Minuten ist in diesem Szenario der Akku leer und das Gerät lässt sich nicht mehr einschalten. Bei mittlerer Bildschirmhelligkeit und aktiviertem WLAN-Modul sind bis zu 7 Stunden und 13 Minuten möglich, in denen man im Internet surfen und E-Mails schreiben kann.

Der Classic Test von Battery Eater führt eine OpenGL-Berechnung bei maximaler Bildschirmhelligkeit und deaktivierten Stromsparfunktionen durch. Auch in diesem Lastest hält der Akku gute 4 Stunden und 37 Minuten. Der komplette Ladevorgang (3 - 100 Prozent) des Akkus dauert insgesamt 133 Minuten und danach ist das Gerät wieder voll einsatzbereit. Insgesamt können die Laufzeiten überzeugen, aber schlankere Geräte mit Intel Atom N450-Prozessor bieten bis zu vier Stunden mehr Laufzeit bei nahezu identischer Leistung.

Stromverbrauch

Aus / Standby 0.3 / 0.2 Watt
Idle 6.7 / 9.3 / 11.5 Watt
Last 14.8 / 16.4 Watt
 
Legende: min: , med: , max:         
Akkulaufzeit
Idle (ohne WLAN, min Helligkeit)
9h 50min
Surfen über WLAN
7h 13min
Last (volle Helligkeit)
4h 37min

Fazit

Wie wir testen - Fazit

Das Dell Latitude 2110 Business-Netbook hinterlässt einen größtenteils positiven Eindruck, aber einige Abzüge gibt es von uns dennoch. Auf der positiven Seite stehen das sehr robuste Gehäuse, der gut funktionierende Touchscreen sowie die vielfältigen Konfigurationsmöglichkeiten.

Leider hat Dell am Gehäusedesign nichts geändert und es ist immer noch sehr klobig und mit 1,58 Kilogramm ist das Gerät auch nicht leicht. Weitere Minuspunkte sind die mittelmäßigen Displaywerte, die marginale Mehrleistung des N470 und der dennoch höhere Stromverbrauch.

Ein großer Vorteil ist die angenehme Tastatur, mit der auch Vielschreiber ihren Spaß haben werden. Für die anvisierte Zielgruppe bietet Dell mit dem Latitude 2110 Netbook ein sehr vielseitiges Gerät mit zahlreichen brauchbaren Features.

Für den Heimanwender sind der umfangreiche Support und die gebotenen Features (Mobile Computing Station) teilweise unrelevant und auch zu teuer. In diesem Bereich empfehlen sich auch Consumer-Netbooks, etwa das Dell Mini 10, oder Geräte anderer Marken. Diese sind meist leichter und bei gleicher Leistung günstiger.

Dell Latitude 2110 Netbook: Business-Gerät mit interessanten Features.
Dell Latitude 2110 Netbook: Business-Gerät mit interessanten Features.
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Im Test: Dell Latitude 2110 Netbook
Im Test: Dell Latitude 2110 Netbook

Datenblatt

Dell Latitude 2110
Prozessor
Grafikkarte
Intel Graphics Media Accelerator (GMA) 3150, Kerntakt: 200 MHz, DDR2, 8.14.10.2023
Speicher
1024 MB 
, Hyundai Electronics, DDR2-6400, 800 MHz, maximal 2 GByte
Bildschirm
10.1 Zoll 16:10, 1024x600 Pixel, reflektionsarmer Bildschirm, WSVGA, spiegelnd: nein
Mainboard
Intel NM10
Festplatte
Seagate Momentus 5400.6 ST9160314AS, 160 GB 
5400 U/Min Momentus 5400.6, Free-Fall-Sensor
Soundkarte
Realtek ALC269 @ Intel 82801GBM - High Definition Audio Controller
Anschlüsse
3 USB 2.0, 1 VGA, 2 Kensington Lock, Audio Anschlüsse: Kopfhörerausgang, Mikrofoneingang, Card Reader: 3-in-1-Kartenleser (SD, SDHC, MMC), RJ-45
Netzwerkverbindungen
Broadcom NetXtreme Gigabit Ethernet (10/100/1000MBit), Dell Wireless 1520 Wireless-N Half Mini Card (a b n ), Dell Wirless 375 Bluetooth 2.1 Bluetooth, Dell 5540 HSPA (3G-UMTS)
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe (in mm): 22.5 - 39.9 x 265 x 187
Gewicht
1.58 kg Netzteil: 280 g
Akku
56 Wh Lithium-Ion, 6 Zellen, 11.1 Volt, unterstützt ExpressCharge
Preis
493 Euro
Betriebssystem
Microsoft Windows 7 Starter 32 Bit
Sonstiges
Webcam: 2.0 Megapixel, Netbook, Netzteil mit Netzkabel, Betriebssystem (Datenträger), Treiber- und Daten-CD, Symantec Norton Internet Security (Testversion), Dell Backup und Recovery Manager, FastStone Capture, Dell Webcam Central, IdeaCom Bildschirm-Kalibierung, Microsoft Office 2007 (Testversion), Windows Live Essentials, 12 Monate Garantie,

Verfügbare Farben: Chalkboard Black (Schwarz), Schoolhouse Red (Rot), Blue Ribbon (Blau), 12 Monate Garantie inklusive Collect and Return

 

[+] compare
Das Dell Latitude 2110 ist ein 10,1-Zoll Netbook für Unternehmen oder Bildungseinrichtungen.
Das Dell Latitude 2110 ist ein 10,1-Zoll Netbook für Unternehmen oder Bildungseinrichtungen.
Der 6-Zellen-Akku bietet 56 Wh und hebt das Gerät um 18 Millimeter an.
Der 6-Zellen-Akku bietet 56 Wh und hebt das Gerät um 18 Millimeter an.
An der Unterseite finden sich keine Wartungsklappen und die Hardware lässt sich schwer erreichen.
An der Unterseite finden sich keine Wartungsklappen und die Hardware lässt sich schwer erreichen.
Der Luftauslass ist zu klein dimensioniert und es entsteht ein Luftstau.
Der Luftauslass ist zu klein dimensioniert und es entsteht ein Luftstau.
Die integrierte 2.0 Megapixel Webcam ist gegen Aufpreis erhältlich.
Die integrierte 2.0 Megapixel Webcam ist gegen Aufpreis erhältlich.
Die Lautsprecher liegen in der breiten Masse der schlechten Netbook-Lautsprecher.
Die Lautsprecher liegen in der breiten Masse der schlechten Netbook-Lautsprecher.
aber der Außeneinsatz macht Probleme.
aber der Außeneinsatz macht Probleme.
Der 10,1-Zoll-Touchscreen ist kinderleicht zu bedienen,
Der 10,1-Zoll-Touchscreen ist kinderleicht zu bedienen,
Die obligatorischen Status-LEDs dürfen nicht fehlen!
Die obligatorischen Status-LEDs dürfen nicht fehlen!
Für 473 Euro (Aktionspreis) erhält man ein Businessgerät mit Windows 7 Starter und aktueller Intel-Hardware.
Für 473 Euro (Aktionspreis) erhält man ein Businessgerät mit Windows 7 Starter und aktueller Intel-Hardware.
... mit rund 1,58 Kilogramm auch zu schwer.
... mit rund 1,58 Kilogramm auch zu schwer.
Für ein Netbook mit 10,1-Zoll-Bildschirm ist das 2110 zu groß und ...
Für ein Netbook mit 10,1-Zoll-Bildschirm ist das 2110 zu groß und ...
Die gummierte Oberfläche schützt das Gerät perfekt.
Die gummierte Oberfläche schützt das Gerät perfekt.
Das Design ist nicht spektakulär und das Gehäuse ist klobig.
Das Design ist nicht spektakulär und das Gehäuse ist klobig.
Das mitgelieferte Netzteil ist glücklicherweise sehr flach und wiegt 280 Gramm.
Das mitgelieferte Netzteil ist glücklicherweise sehr flach und wiegt 280 Gramm.

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Geräte anderer Hersteller

Geräte eines anderen Herstellers und/oder mit einer anderen CPU

Links

Preisvergleich

Pro

+Robustes Gehäusedesign
+Angenehme Tastatur und gute Verarbeitung
+Aktuelle Hardware von Intel
+Guter Touchscreen
+Konfigurationsvielfalt und guter Support
+Variante mit Ubuntu Linux 9.10 verfügbar
+Geringe Betriebsgeräusche
 

Contra

-Klobiges Gehäuse
-Hohes Gewicht
-Wenige Schnittstellen
-Dicker 6-Zellen-Akku
-Durschnittlicher Bildschirm und schlechte Outdoorperformance
-Keine Wartungsklappen an der Unterseite

Shortcut

Was uns gefällt

Die Konfigurationsvielfalt, die aktuelle Hardwareausstattung, die gummierte Oberfläche, der Touchscreen und das integrierte 3G-UMTS-Modul.

Was wir vermissen

Weitere Schnittstellen für Peripherie, ein schlankeres Gehäusedesign, das zugleich ein geringeres Gesamtgewicht ermöglichen würde.

Was uns verblüfft

Der umfassende Support, die Möglichkeiten im Direktvertrieb von Dell und der gut funktionierende Touchscreen.

Die Konkurrenz

Netbooks mit Touchscreen und aktuellen Intel Atom-Prozessoren. Darunter finden sich beispielsweise der ASUS Eee PC T91, der größere ASUS Eee PC T101MT und das Samsung NB30-Pro Palm Touch Netbook.

Bewertung

Dell Latitude 2110
05.12.2010 v2
Felix Sold

Gehäuse
92%
Tastatur
89%
Pointing Device
73%
Konnektivität
56%
Gewicht
91%
Akkulaufzeit
94%
Display
74%
Leistung Spiele
18%
Leistung Anwendungen
60%
Temperatur
89%
Lautstärke
96%
Auf- / Abwertung
80%
Durchschnitt
76%
85%
Netbook *
gewichteter Durchschnitt
Weitere Informationen über unsere Bewertung finden sie hier.
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Autor: Felix Sold (Update: 11.02.2014)