60 FPS in AAA-Titeln auf Handhelds: Intel Arc G3 Extreme könnte es ermöglichen

Vor Kurzem haben wir erstmals einen echten Blick auf die Spezifikationen der Intel Panther Lake Arc G3- und G3 Extreme-Chips für Handheld-Gaming-Konsolen erhalten. Beide SoCs verfügen über 14 CPU-Kerne, bis zu 12 Xe3-Kerne in der iGPU und sollen Taktraten von bis zu 4,7 GHz erreichen. Leider gibt es noch keine echten Handhelds, die diese Prozessoren nutzen. Daher ist unklar, wie sich Intel Panther Lake in einem mobilen Gaming-Gerät tatsächlich schlägt. Doch ETA Prime liefert erste Antworten.
Intel Arc G3 und Arc G3 Extreme könnten Ryzen Z2 und Z2 Extreme APUs übertreffen
ETA Prime hat einen Intel Core Ultra X7 358H so konfiguriert, dass er dem geleakten 14-Kern-Arc-G3-Extreme entspricht. Dazu hat er zwei P-Kerne deaktiviert und die TDP begrenzt. Das resultierende SoC weist damit weitgehend die gleichen Eckdaten wie der geleakte Arc G3 Extreme auf und ermöglicht eine erste Einschätzung der Leistung kommender Intel-Panther-Lake-Handhelds.
In Red Dead Redemption 2 erreicht der umkonfigurierte Core Ultra X7 358H bei 1080p und mittleren Einstellungen knapp 60 FPS. Eine Reduzierung auf 900p oder der Einsatz von FSR dürfte helfen, die Framerate konstant über 60 FPS zu halten. Angesichts der aufwendigen Grafik ist das ein solides Ergebnis.
In Forza Horizon 5 bei 1080p und mittleren Details schafft der simulierte Arc G3 Extreme über 90 FPS und bleibt teilweise sogar über der Marke von 100 FPS. Bemerkenswert ist, dass der Prozessor auf lediglich 18 Watt begrenzt war. Laut ETA Prime erreicht der Ryzen Z1 Extreme im gleichen Szenario etwas über 80 FPS.
Selbst bei nur 12 Watt läuft Forza Horizon 5 auf dem Intel-Panther-Lake-Chip noch mit über 60 FPS. Das zeigt die hohe Energieeffizienz und Leistung der neuen Architektur.
In Spider-Man 2 erreicht der simulierte Arc G3 Extreme bei 25 Watt im Schnitt 61 FPS bei 900p, mittleren Einstellungen und aktivem XeSS auf mittlerer Stufe. Mit aktivierter FSR Frame Generation kann ETA Prime die TDP auf 18 Watt senken und dennoch über 70 FPS halten.
In Cyberpunk 2077 bei 25 Watt sind mit dem „Steam Deck“-Preset und XeSS anstelle von FSR mehr als 60 FPS möglich. Mit aktiviertem 4x XeSS MFG steigt die Framerate sogar auf über 160 FPS. Zusätzliche Einblicke und weitere Tests finden sich im Video unten.
Unter dem Strich könnten die kommenden Intel Panther Lake Arc G3- und Arc G3 Extreme-Chips hervorragende Prozessoren für Handheld-Gaming-Konsolen werden. Dank neuer CPU- und GPU-Architekturen sowie hoher Effizienz könnten sie die AMD Ryzen Z2- und Z2-Extreme-APUs deutlich übertreffen.
Abschließend ist zwar noch unklar, welche Hersteller entsprechende Handhelds auf Basis der Arc-G3-SoCs entwickeln werden, doch es liegt nahe, dass MSI zu den ersten gehören könnte. So setzte bereits der erste MSI Claw auf die Intel Meteor Lake Core Ultra 7 155H APU. Zudem hat MSI mit dem MSI Claw 8 AI+ bereits ein System auf Basis von Intel Lunar Lake vorgestellt.
Quelle(n)
ETA Prime auf YouTube, BIldquelle: MSI, Intel, Willy the Wizard via Unsplash, bearbeitet








