Crimson Desert: Auf Intel Arc GPUs laufen Ultra-Settings besser als Medium, XeSS 3.0 bremst zusätzlich

Der jüngste Launch von Crimson Desert hat für Besitzer von Intel-GPUs ein großes Hindernis mit sich gebracht, und zwar eine vollständige Inkompatibilität. Entwickler Pearl Abyss hatte das Spiel auf Arc-Systemen zunächst deaktiviert und Nutzern geraten, den Titel einfach zurückzugeben. Das führte zu einem öffentlichen Schlagabtausch zwischen beiden Unternehmen, wobei Intel erklärte, man habe über Jahre hinweg technische Unterstützung angeboten.
Nach Kritik aus der Community haben aktuelle Treiber-Updates und Spiel-Patches die Kompatibilität für Intel-GPUs wiederhergestellt.
Um zu zeigen, wie es derzeit um die Hardware-Optimierung steht, hat der YouTube-Kanal Tech Guy Beau das Spiel kürzlich auf der neuen Workstation-GPU Intel Arc Pro B70 getestet. In Kombination mit einem AMD Ryzen 9 7945HX3D und 64GB RAM zeigen die Benchmark-Daten ein spielbares Ergebnis, auch wenn derzeit noch einige ungewöhnliche Umgehungslösungen nötig sind.
Intel Arc Pro B70 Crimson Desert Benchmarks: Ultra-Einstellungen beheben Grafikfehler, XeSS 3.0 läuft nicht richtig
Crimson Desert arbeitet auf der Arc B70 derzeit mit einer umgekehrten Logik. Bei mittleren oder hohen Einstellungen treten starkes Schattenflimmern und deutliche Grafikfehler auf.
Die Lösung besteht, wie der YouTuber in seinem Video gezeigt hat, offenbar darin, das Preset auf Ultra oder Cinematic zu stellen. Gegen jede Erwartung beseitigt das Erzwingen maximaler Grafikqualität die Probleme bei der Texturskalierung vollständig und sorgt für ein sauberes Bild ohne Artefakte.
Bei nativer 1440p-Auflösung mit Ultra-Einstellungen hat die Intel Arc Pro B70 jedoch eine starke Rohleistung geboten, mit sauberer Darstellung und ohne Grafikfehler.

Aktuelle Patches haben zwar Intels natives XeSS 3.0 Upscaling in das Spiel integriert, im Video zeigt sich jedoch, dass es derzeit unbrauchbar ist. Beim Aktivieren von XeSS wirkt das Bild stark verpixelt und deutlich schlechter. AMDs FSR-Implementierung funktioniert dagegen als Übergangslösung ordnungsgemäß.
Bei den Bildraten hält die GPU bei 1440p in skalierter Auflösung mit den Einstellungen "Cinematic" und FSR Quality eine stabile Leistung von annähernd 60 FPS. Die 1-Prozent-Lows liegen konstant bei rund 40 FPS, was starke Mikroruckler in Kämpfen verringern dürfte.
In nativer 4K-Auflösung mit Ultra- oder Cinematic-Einstellungen fällt die Bildrate auf feste 30 FPS, ähnlich wie bei den hohen Grafik- oder Qualitätsmodi aktueller Konsolen. Für 60 FPS in 4K ist eine aggressive Skalierung mit FSR Performance erforderlich.
Crimson Desert reiht sich neben Starfield ein
Käufer, die erst nach dem Kauf des Spiels festgestellt haben, dass ihre Hardware blockiert wurde, haben sich darüber verständlicherweise geärgert. Das nachfolgende Update, das die Kompatibilität wiederhergestellt hat, hat zugleich neue Probleme mitgebracht, da Texturen nur bei maximalen Einstellungen korrekt dargestellt werden.

Eine vergleichbare Situation hat es vor einigen Jahren bei Bethesdas Starfield gegeben. Zum Start war das Spiel auf Intel-Arc-GPUs praktisch unspielbar, mit häufigen Abstürzen, fehlenden Texturen und schwacher Leistung. Anders als bei Crimson Desert lag das jedoch weniger an einer Sperre durch die Entwickler, sondern vielmehr an Intels damals noch weniger ausgereiften Grafiktreibern, für die Intel mehrere Wochen lang Notfall-Updates liefern musste, um das Spiel in einen funktionierenden Zustand zu bringen.
Auch wenn Intels Probleme diesbezüglich oft am sichtbarsten sind, haben auch die anderen Hersteller oft Optimierungsbedarf. AMD und Nvidia haben im Laufe der Jahre bei vielen verschiedenen Spielen mit ähnlichen Kompatibilitätsproblemen zu kämpfen gehabt.










