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Analogue Pocket: FPGA-"Gameboy" kann demnächst wieder bestellt werden

Analogues Pocket kann Gameboy-Spiele ohne Emulationssoftware abspielen.
Analogues Pocket kann Gameboy-Spiele ohne Emulationssoftware abspielen.
Analogue wird noch in diesem Jahr die Vorbestellung für den Pocket starten. Mit der Konsole lassen sich Gameboy-Spiele ohne Emulation auf einem Display mit 1.600 x 1.440 spielen. Bisher sind drei Chargen geplant und später können auch Module der Handhelds von Atari, Sega und SNK eingesteckt werden.
Andreas Sebayang,

FPGA-Gaming-Spezialist Analogue hat via Twitter die Verfügbarkeit seines Pocket-Spielehandhelds bekannt gegeben, in den alte Nintendo-Gameboy-Module gesteckt werden können. Im Unterschied zu vielen anderen Retro-Konsolen arbeitet Analogue allerdings nicht mit einer Emulationssoftware, die auf einem mehr oder weniger regulären Chip läuft.

Stattdessen steckt im Pocket ein FPGA oder Field Programmable Gate Array als Chip. Genauer gesagt sind im Pocket laut Hersteller zwei FPGAs. Der zweite Chip ist allerdings eher für Käufer gedacht, die sich an FPGA-Entwicklung versuchen wollen. Dank dieser Chips müssen die alten Gameboy-Chips gar nicht erst emuliert werden. Der FPGA gibt sich hingegen als alter Chip aus und versteht die Befehle an eben diese alten Chips ohne Umsetzung.

Als Resultat verspricht der Hersteller eine Kompatibilität zu mehr als 2.700 Spielen des Original-Gameboy, Gameboy Color und Gameboy Advance. Typische Emulationsprobleme sollten prinzipbedingt entfallen. Für das Spielen alter Gameboy-Spiele sind die Module notwendig.

Auch andere Handheld-Cartridges versteht der Pocket

Die FPGAs sind sogar so flexibel, dass sie auch andere Module verstehen. Das Pocket-System soll auch alte Bekannte wie Segas Game Gear oder das wenig erfolgreiche Atari Lynx unterstützen. Selbst für europäische Exoten wie SNKs Neo Geo Pocket ist Support geplant. Dafür braucht es dann aber separat zu erwerbende Moduladapter.

Technisch ist das Handheld auf einem Stand, der den Gameboys überlegen ist. Das Display selbst bietet 1.600 x 1.440 Pixel auf 3,5 Zoll (614 PPI). Damit soll eine originalgetreue Simulation der alten Displays inklusive ihrer Macken möglich sein. Bestimmte Probleme der alten Gameboys, wie etwa die Winkelabhängigkeiten, dürften aber nicht mehr darstellbar sein. Von daher ist hier von einer Annäherung auszugehen.

Die Akkulaufzeit des Geräts wird mit sechs bis zehn Stunden angegeben. Aufgeladen wird der Gameboy-Klon per USB Typ C. Außerdem gibt es einen MicroSD-Slot und einen Link-Port.

Analogue wird den Pocket für 219 US-Dollar verkaufen. Dazu kommt gegebenenfalls noch Zubehör wie beispielsweise ein Midi-Kabel für die Nanoloop-Software oder eine TV-Dockingstation. Die Vorbestellungen für die nächsten drei Chargen werden im 1. Quartal und 4. Quartal 2022 sowie irgendwann 2023 ausgeliefert. Es gilt, wer zuerst bestellt bekommt die Ware früher. Die Vorbestellungen starten am 14. Dezember 2021 zur Pazifikzeit um 8:00 PST (GMT-8) also 17:00 Uhr CET (GMT+1).

Im Unterschied zu bisherigen Vorbestellungen, die bis Jahresende ausgeliefert werden, ist der Preis gestiegen. Analogue gibt als Grund die allgemeine Komponentenknappheit an. 

Bei der Bestellung zu beachten ist, dass das Paket üblicherweise noch verzollt wird. Manche Versandunternehmen übernehmen das für den Kunden. Für Lieferungen nach Deutschland arbeitete Analogue in der Vergangenheit etwa mit dem Versandunternehmen Fedex zusammen. Für diesen Service verlangt Fedex mindestens 12,50 Euro oder 2,5 Prozent als Provision. Verhindern lässt sich das nur mit einem sogenannten Aufschubkonto. Dieses können allerdings nur Unternehmen beantragen. 

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Andreas Sebayang
Andreas Sebayang - Tech Writer - 63 Artikel auf Notebookcheck veröffentlicht seit 2021
Viel unterwegs sein und immer mit Technik im Rucksack. Das ist es, was mich auszeichnet und mir gelegentlich den sprichwörtlichen Blick über den Tellerrand gibt. Angefangen hat alles als Windows- und Mac-Admin in einer kleinen Musikfirma Anno 2000. Rechner zusammenstellen, größere Business-Notebook-Bestellungen aufgeben oder auch mal für Veranstaltungen im Ausland WLAN und LAN konfigurieren gehörten dazu. 2005 kam bis 2021 noch eine Karriere bei golem.de dazu und seit 2017 bin ich Redakteur für airliners.de. Themen: Technik, Flugzeuge und - ja - Eisenbahnen.
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Autor: Andreas Sebayang, 12.12.2021 (Update: 12.12.2021)