Apple AirPower: YouTuber baut Schreibtisch der Smartphones findet und automatisch lädt

Neun Jahre nach Apples erster Präsentation von AirPower hat der YouTuber HTX Studio die Idee selbst umgesetzt. Seine Lösung fällt erheblich größer aus als Apples eingestellte Ladematte: Ein Schreibtisch in voller Größe erkennt ein auf der Oberfläche abgelegtes Smartphone, bewegt eine kabellose Ladespule darunter und startet den Ladevorgang automatisch.
Das Projekt hat rund zwei Monate gedauert und ist letztlich weit über das kabellose Laden hinausgewachsen. Der fertige Schreibtisch integriert außerdem ein transparentes Display, einen Mac mini, motorisierte Beine zur Höhenverstellung, Arbeitserinnerungen und sogar einen Mechanismus, der jede Stunde eine Tasse in Richtung Sitzplatz bewegt.
Von AirPower inspirierter Schreibtisch nutzt bewegliche Ladespule
Apple hat AirPower im Jahr 2017 mit einem Konzept vorgestellt, wobei man kompatible Geräte an unterschiedlichen Stellen auf der Ladematte ablegen kann, ohne sie sorgfältig über einer einzelnen Ladespule ausrichten zu müssen.
HTX Studio wollte dieses Konzept auf eine komplette Tischplatte übertragen. Um den Schreibtisch mit herkömmlichen Ladespulen auszustatten, wären laut HTX Studio etwa 600 Stück erforderlich gewesen. Stattdessen nutzt die Konstruktion eine einzelne kabellose Ladespule, die sich unter der Tischplatte bewegt.

Eine oberhalb angebrachte Kamera erkennt, wo ein Smartphone abgelegt worden ist, und übermittelt dessen Position an das Motorsystem des Schreibtischs. Anschließend bewegen die Motoren die Ladespule unter das Gerät.
Der erste Prototyp hat die grundsätzliche Funktionsfähigkeit des Konzepts bestätigt, offenbarte aber noch einige Probleme. Die Motoren arbeiteten langsam, die beweglichen Kabel konnten sich verheddern und abseits des Ladens eines Smartphones bot das System kaum weitere Funktionen.
Bis zur Fertigstellung der zweiten Version ist das kabellose Laden nur noch zu einem Teil des Projekts geworden.
AirPower-Schreibtisch bietet transparentes Display und Mac mini
HTX Studio hat die Tischplatte in ein transparentes Display verwandelt, das auf abgelegte Geräte reagiert. Über dem Lademechanismus erscheint eine animierte Katze, die der unter dem Smartphone entlangfahrenden Spule folgt.
Das bewegliche System arbeitet weiterhin mit einer einzigen primären Ladespule. Mehrere beliebig platzierte Geräte lassen sich daher nicht unabhängig voneinander und exakt gleichzeitig laden. Stattdessen fährt die Spule nacheinander zu den erkannten Geräten. Für weitere Geräte hat HTX Studio außerdem zwei fest verbaute Ladespulen in den Ecken integriert.
Auch die Tastatur lässt sich kabellos laden. Kehrt die bewegliche Spule in ihre Ruheposition zurück, befindet sie sich direkt unter einer Empfangsspule in der Tastatur und beginnt den Ladevorgang.
Im Schreibtisch ist zudem ein Mac mini untergebracht, der sich mit einem Monitor verbinden lässt und das System in einen vollwertigen Computerarbeitsplatz verwandelt. Die transparente Oberfläche zeigt Ladeanimationen, grundlegende Informationen und eine Aufgabenliste an, deren Einträge nach ihrer Erledigung aufleuchten.

Der Bastler hat auch die motorisierten Beine des Schreibtischs mit dem System verbunden. Registriert es, dass seit rund einer Stunde im Sitzen gearbeitet wird, erscheinen eine Erinnerung und eine Schaltfläche auf dem Display. Ein Druck darauf fährt den Schreibtisch auf eine gespeicherte Stehhöhe.
Der bewegliche Mechanismus übernimmt noch eine weitere Funktion. Mithilfe eines Elektromagneten kann er eine kompatible Tasse über den Schreibtisch bewegen und so regelmäßig ans Trinken erinnern.
Der AirPower-Schreibtisch besitzt zudem einen eigenen Fokusmodus. Nach dessen Aktivierung erscheint unter dem Smartphone ein Timer über 25 Minuten. Wird das Smartphone vor Ablauf der Zeit angehoben, nimmt der Schreibtisch den Ladevorgang nach dem Zurücklegen nicht wieder auf.
Hinzu kommen mehrere kleinere Details und aufwendige technische Lösungen, insbesondere beim Lademechanismus und dem Display. Das unten eingebundene Video zeigt den vollständigen Bauprozess und weitere Einzelheiten.











