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Wardogs-Chef: Höherer GTA-6-Preis hätte Entlassungen verhindern können

Boobie Ike mit Bargeld in GTA 6 gesichtet
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Boobie Ike mit Bargeld in GTA 6 gesichtet
Der CEO von Bulkhead ist der Ansicht, dass höhere Spielepreise Entlassungen und Studioschließungen verhindern könnten. Joe Brammer, Chef von Wardogs, argumentiert sogar, dass GTA 6 teurer hätte angeboten werden sollen. Als einflussreicher Titel hätte das Spiel laut Brammer ein neues Preisniveau etablieren können, das dazu beiträgt, die stark gestiegenen Entwicklungskosten abzufedern.

Nach einer weiteren Entlassungswelle bei Xbox ist Bulkhead-CEO Joe Brammer der Ansicht, dass ein höheres Preisniveau für Spiele künftige Turbulenzen in der Branche verhindern könnte. Sein Studio verzeichnet derzeit Erfolge mit dem Early-Access-Titel Wardogs, einem beliebten Taktik-Shooter. Brammer argumentiert jedoch, dass der Preis von 39,99 US-Dollar (umgerechnet 35 Euro) den tatsächlichen Wert des Spiels nicht widerspiegele. Auch den Preis von GTA 6, der sich am bisherigen Branchenstandard orientiert, bezeichnet er als verpasste Chance.

Weitere Schließungen trotz Rekordumsätzen

In den sozialen Medien äußerte sich Brammer zu einem aktuellen BBC-News-Interview mit Tim Schafer von Double Fine. Das inzwischen unabhängige Studio entging einer Schließung, nachdem Microsoft sein Spielegeschäft im Juli umstrukturiert hatte. Schafer beklagte dabei die Instabilität der Branche, obwohl die Umsätze gleichzeitig weiter steigen.

Um zu erklären, warum Studios weiterhin gefährdet sind, schreibt der Bulkhead-Chef: „Spiele sind zu billig, die Entwicklungskosten zu hoch.“ Dabei verweist er auf den Preis von GTA 6: „Man hätte die Messlatte höher legen können, hat es aber nicht getan – und so drehen wir uns weiter im Kreis.“

Während die Lebenshaltungskosten steigen und Konsolen immer teurer werden, sind Videospiele von dieser Entwicklung bislang weitgehend verschont geblieben. Brammer merkt an, dass bereits eine einfache Zugfahrt in Großbritannien mehr kostet als sein Spiel Wardogs. Gleichzeitig deutet er an, dass andere Führungskräfte davor zurückschrecken, offen auszusprechen, dass Videospiele teurer werden müssen.

Ein echtes Schnäppchen?

Vor Beginn der Vorbestellungen für GTA 6 gab es Spekulationen, dass die Standard-Edition mehr als 100 Euro kosten könnte. Angesichts des enormen Hypes um das Spiel hätte ein solcher Preis möglicherweise für Rekordumsätze sorgen können. Letztlich wurde GTA 6 jedoch zu einem vergleichsweise moderaten Preis von 79,99 Euro angeboten, während die Ultimate Edition 99,99 Euro kostet.

Laut Brammer hätte die Konkurrenz nachgezogen, wenn Rockstar einen höheren Preis angesetzt hätte. Bei einem erfolgreichen Verkaufsstart kann bereits ein geringer Preisunterschied den Gesamtumsatz erheblich steigern. Die zusätzlichen Einnahmen könnten die finanziellen Risiken langwieriger Entwicklungszyklen abfedern und möglicherweise dazu beitragen, Studioschließungen und Entlassungen – wie sie zuletzt etwa bei Xbox zu beobachten waren – zu verhindern.

Viele Nutzer in den sozialen Medien kritisierten die Aussagen des Wardogs-Chefs jedoch scharf. Schließlich gibt es keine Garantie dafür, dass Spiele für 80 bis 100 Euro tatsächlich dazu führen würden, dass Entwickler länger beschäftigt bleiben. Studios könnten ihre ohnehin stark gestiegenen Entwicklungsbudgets weiter erhöhen und damit einen Teil der zusätzlichen Einnahmen wieder aufzehren. Kritiker befürchten zudem, dass die zusätzlichen Gewinne stattdessen vor allem der Führungsebene zugutekommen und etwa für höhere Gehälter verwendet werden könnten.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-09 > Wardogs-Chef: Höherer GTA-6-Preis hätte Entlassungen verhindern können
Autor: Adam Corsetti, 24.09.2026 (Update: 24.09.2026)