BioShock 4 verzögert sich: Take-Two-Chef zeigt sich tief enttäuscht

BioShock Infinite von 2K Games erschien 2013 – trotz eines straffen Entwicklungszeitplans und gestrichener Inhalte. Mehr als ein Jahrzehnt später warten Spieler weiterhin darauf, wie es mit der Reihe weitergeht. Selbst Strauss Zelnick, CEO von Take-Two Interactive, räumte offen ein, dass ihn die anhaltende Verzögerung „zutiefst enttäuscht“. Gleichzeitig zeigt er sich vorsichtig optimistisch, was den aktuellen Stand der Arbeiten betrifft.
„Wir sind einigen kreativen Spuren nachgegangen, die sich als Sackgassen herausstellten.“
Im Gespräch mit Stephen Totilo für den Game File-Newsletter erklärte Zelnick die schleppende Entwicklung der Serie. Er führte aus, dass der Begriff „Überraschung“ für ihn nicht zutreffe: „Es ist nicht so, dass an einem Tag alles großartig ist und am nächsten Tag plötzlich alles zusammenbricht. So führe ich das Unternehmen nicht. Aber wenn man von Enttäuschung spricht – dann ja, ich bin zutiefst enttäuscht.“
Als Hauptgrund für die Verzögerung nannte Zelnick Schwierigkeiten bei der kreativen Ausrichtung des Projekts. Rückblickend habe das Team viel Zeit und Ressourcen in Ideen investiert, die sich letztlich als nicht tragfähig erwiesen hätten. Zudem betonte er, dass Take-Two weiterhin auf Qualität statt auf schnelle Veröffentlichungen setze – ein Ansatz, der sich auch bei anderen Großprojekten wie Grand Theft Auto VI widerspiegele, dessen Veröffentlichung für den 19. November 2026 geplant ist.
Derzeit befindet sich das nächste BioShock-Spiel bei Cloud Chamber in Entwicklung – einem Studio, das 2K Games eigens für den vierten Teil gegründet hat. Angesichts der inzwischen fast 13 Jahre seit dem letzten Serienteil lässt sich feststellen, dass die Entwicklung alles andere als reibungslos verlaufen ist.
Ein gescheitertes internes Review mit Folgen
Laut einem Bericht von Bloomberg aus dem vergangenen Sommer bestand das Spiel ein internes Review nicht, da die Führungskräfte mit der erzählerischen Ausrichtung unzufrieden waren – eine Entwicklung, die sich langfristig sowohl positiv als auch negativ auswirken könnte.
Infolge dieses Reviews wurden rund 80 Mitarbeiter bei Cloud Chamber entlassen. Zudem kam es zu Veränderungen in der Führungsebene: Mehrere leitende Personen, darunter auch der Regisseur, wurden versetzt. Gleichzeitig wurde Rod Fergusson, der bereits an BioShock Infinite beteiligt war, in das Projekt geholt, um die Entwicklung neu auszurichten. Konkrete Details zur kreativen Richtung des Spiels sind weiterhin nicht bekannt, doch die personellen Veränderungen deuten darauf hin, dass das Projekt wieder auf Kurs gebracht werden soll.
BioShock: The Collection ist unter anderem für die Nintendo Switch auf Amazon erhältlich.











