Apple HomePod mini 2: Siri AI zum Start nur auf Englisch und ohne EU

Apple hat am Dienstag den HomePod mini 2 offiziell vorgestellt: neuer Chip, fünf Farben, Surround-Sound mit dem neuen Apple TV 4K und eine Oberseite, die zur Musik leuchtet. Das Feature, mit dem Apple ihn bewirbt, ist aber Siri AI – und genau das kommt erst später per Software-Update. Was bleibt da für Nutzer in Deutschland, Österreich und der Schweiz?
Siri AI soll laut Apple bis zu sechs Personen im Haushalt an der Stimme erkennen und über ein gekoppeltes iPhone auf persönlichen Kontext zugreifen, etwa um einen Song zu finden, den ein Freund per Nachricht empfohlen hat. Die Einschränkungen stehen im Kleingedruckten: Zum Start gibt es Siri AI auf dem HomePod mini 2 nur auf Englisch und nur in acht Ländern, darunter die USA und Großbritannien. Zudem braucht der Besitzer des Zuhauses ein iPhone oder iPad mit aktivierter Siri AI – die es in iOS in der EU vorerst nicht gibt. Hierzulande bleibt Siri AI auf dem Mini damit bis auf Weiteres ein Versprechen für andere.
Was der neue Mini auch ohne Siri AI kann
Im Gehäuse arbeitet der Apple S10, ein SiP aus der Apple Watch, der die Musik in Echtzeit analysieren und Dynamik sowie Lautheit anpassen soll. Neu ist Surround-Sound mit vier Lautsprechern: Zusammen mit dem Apple TV 4K der vierten Generation lassen sich zwei Paare aus HomePod mini 2 oder HomePod der zweiten Generation vorne und hinten aufstellen, die Box erkennt deren Position und kalibriert Timing und Pegel automatisch. Außerdem dient der Mini als Lautsprecher für Macs mit Wi-Fi 6E oder neuer.
Die auffälligste Neuerung heißt Sound Glow – die Oberseite pulsiert im Takt der Musik, in Farben aus dem Albumcover. Im Smart Home bleibt der Mini Steuerzentrale für Apple Home, hört per Sound Recognition auf Rauch- und Kohlenmonoxidmelder und sagt mit Türklingeln der neuen Apple Home Collection an, wer vor der Tür steht.
Preis und Verfügbarkeit
In Deutschland kostet der HomePod mini 2 170 Euro und damit 30 Euro mehr als der Vorgänger, der bei Apple zuletzt 140 Euro kostete. In den USA verlangt Apple 150 US-Dollar, dort ist er ab sofort in Pink, Grün, Blau, Weiß und Midnight vorbestellbar, die Auslieferung beginnt am 30. Oktober.
Damit ist der HomePod mini 2 hierzulande vor allem ein besserer HomePod mini – schnellerer Chip, frischere Farben, eine Heimkino-Option und ein Lichtspiel, das man mögen muss. Wer auf eine klügere Siri gehofft hat, zahlt den Aufpreis vorerst für ein Feature, das in der EU nicht kommt.







