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Neues First-Person-Soulslike spaltet die Fachpresse: Genre-Hit oder Enttäuschung?

Valor Mortis kombiniert knallharte Soulslike-Kämpfe mit Ego-Perspektive und Parkour-Elementen.
ⓘ Lyrical Games, One More Level
Valor Mortis kombiniert knallharte Soulslike-Kämpfe mit Ego-Perspektive und Parkour-Elementen.
Mit Valor Mortis erscheint heute ein ungewöhnliches Soulslike aus Ego-Perspektive. Die ersten Tests fallen allerdings ziemlich unterschiedlich aus: Während einige Kritiker einen echten Genre-Hit sehen, ist der Titel für andere nicht mehr als eine weitere Dark Souls-Kopie.

Valor Mortis stammt von One More Level –  dem Studio hinter Ghostrunner – und schickt Spieler in eine düstere Version des Europas zur Zeit Napoleons. In der Rolle des wiederauferstandenen Soldaten William geht es durch verseuchte Städte, zerstörte Dörfer und finstere Verliese. Eine mysteriöse Seuche hat Napoleons Truppen in groteske Monster verwandelt. Was dahintersteckt, gilt es im Laufe des Spiels herauszufinden.

Spielerisch erinnert Valor Mortis vor allem an Sekiro – ist also ein Soulslike. Statt wild draufloszuprügeln, kommt es auf präzise Paraden, geschicktes Ausweichen und gut getimte Gegenangriffe an. Anders als typische Genre-Vertreter wird Valor Morts allerdings nicht aus der Third-, sondern aus der First-Person-Perspektive gespielt. 

Im Bild: Ein Gameplay-Screenshot aus Valor Mortis.
ⓘ Lyrical Games, One More Level
Im Bild: Ein Gameplay-Screenshot aus Valor Mortis.
Im Bild: Ein Gameplay-Screenshot aus Valor Mortis.
ⓘ Lyrical Games, One More Level
Im Bild: Ein Gameplay-Screenshot aus Valor Mortis.

Fachpresse Zwischen Geheimtipp und Enttäuschung

Bei den ersten Tests gehen die Meinungen weit auseinander. Insider Gaming vergibt starke 9 von 10 Punkten und feiert Valor Mortis als frischen Wind für das Soulslike-Genre. Der Tester spricht von einem „generationsübergreifenden Fortschritt für Souls-Spiele“. Vor allem das knackige Kampfsystem, die ungewöhnliche Perspektive und die düstere Atmosphäre kommen gut an. Abzüge gibt es für wenig abwechslungsreiche Waffen und eher unspektakuläre Bosskämpfe.

GamesRadar+ sieht das deutlich kritischer. Zwar werden die Kämpfe auch hier als spaßig beschrieben, abseits der Ego-Perspektive soll es dem Spiel jedoch an eigenen Ideen mangeln. Im Fazit heißt es: „Das Gameplay ist mir vertrauter als mein eigener Schatten“. Für zusätzliche Kritik sorgen frustrierende Parkour-Passagen, einige nervige Bossmechaniken und technische Probleme wie Abstürze und schwankende Bildraten.

Bei GameStar gibt es für Valor Mortis 80 von 100 Punkten. Die Redaktion spricht von einem ziemlich holprigen Einstieg. In der zweiten Spielhälfte soll das First-Person-Soulslike aber richtig aufdrehen. Auch TechRadar lobt das Kampfsystem, kritisiert aber die teils schlechte Übersicht und frustrierende Designentscheidungen. Für Gamer dürfte es in Anbetracht der ersten Kritiken der Fachpresse schwierig sein, sich für oder gegen das Spiel zu entscheiden. Möglicherweise hilft ein Blick auf echtes Gameplay, das es im folgenden Video gibt:

Release auf Steam, PS5 und Xbox

Valor Mortis ist am 13. Oktober 2026 für PC, PlayStation 5 und Xbox Series X/S. Auf Steam steht eine kostenlose Demo bereit. Wer sich selbst ein Bild von dem ungewöhnlichen Soulslike machen möchte, kann also erst einmal kostenlos reinschnuppern. Ob die Spieler das Konzept ähnlich kontrovers aufnehmen wie die Fachpresse, dürfte sich mit den ersten Steam-Bewertungen zeigen.

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Autor: Marius Müller, 13.10.2026 (Update: 13.10.2026)