Als KI die Fäden ziehen: Cyberpunk-Strategiespiel erstmals für unter 9 Euro auf Steam

Heart of the Machine kommt mit einer recht ungewöhnlichen Prämisse daher: Protagonist ist eine künstliche Intelligenz, die in einem kleinen Labor mitten in einer heruntergekommenen Cyberpunk-Metropole erwacht. Die Stadt selbst wird von mächtigen Konzernen beherrscht, während große Teile der Bevölkerung unter schwierigen Bedingungen leben. Als frisch erwachte KI müssen Spieler allerdings erst einmal die eigene Existenz sichern und sich möglichst unbemerkt ausbreiten. Wie es danach weitergeht, entscheidet wohl vor allem der eigene moralische Kompass: Spieler können die Menschen beschützen, im Hintergrund die Fäden ziehen oder gleich eine ganze Maschinenarmee aufbauen, um selbst die Herrschaft über die Stadt zu übernehmen.
Beim Gameplay bietet Heart of the Machine einen recht wilden Genre-Mix: Von 4X-Strategie und Städtebau bis hin zu Rundentaktik und Rollenspiel ist alles dabei. Statt eine eigene Stadt aus dem Boden zu stampfen, wird eine bereits bestehende Metropole Stück für Stück unterwandert. Dafür lässt sich das KI-Bewusstsein auf Androiden, Roboter, Fahrzeuge und sogar riesige Mechs verteilen. Die Maschinen übernehmen unterschiedliche Aufgaben, erforschen neue Technologien, infiltrieren Gebäude oder liefern sich taktische Gefechte mit feindlichen Einheiten.
Je leistungsfähiger die KI wird, desto mehr Einfluss gewinnt sie auf die Stadt. Spieler können geheime Produktionsstätten errichten, feindliche Einrichtungen übernehmen und ihr Netzwerk immer weiter ausbauen. Dabei muss es nicht unbedingt mit Gewalt zur Sache gehen. Statt auf eine Maschinenarmee zu setzen, lässt sich die Stadt auch durch Diplomatie, wirtschaftliche Einflussnahme oder soziale Projekte verändern.


The Wand Report lobte im Test vor allem die enorme Entscheidungsfreiheit, den gelungenen Genre-Mix und die überraschend zugängliche Einführung. Allerdings verlangen die vielen ineinandergreifenden Systeme einiges an Einarbeitungszeit, während die riesige Stadt laut Redaktion anfangs etwas unübersichtlich wirken kann. Am Ende vergaben die Tester starke 9 von 10 Punkten. Auch bei der Steam-Community kommt das ungewöhnliche Konzept sehr gut an: 91 Prozent von über 2.600 Nutzerbewertungen fallen positiv aus.
Erstmals 70 Prozent Rabatt auf Steam
Auf Steam werden für Heart of the Machine normalerweise knapp 30 Euro fällig. Ein Rabatt von 70 Prozent reduziert den Preis aber noch bis zum 26. Oktober auf 8,99 Euro. Laut SteamDB gab es vorher maximal 65 Prozent Rabatt, das aktuelle Angebot markiert also einen neuen Tiefstpreis. Auf dem Steam Deck (erhältlich auf Amazon für 780 Euro) ist Heart of the Machine als „Verifiziert“ eingestuft und sollte ohne Probleme laufen.
Preisänderungen vorbehalten. Das Angebot war zum Veröffentlichungszeitpunkt des Artikels verfügbar, kann aber zeitlich oder mengenmäßig beschränkt sein. Alle Angaben ohne Gewähr.















