Apple Watch wird grundlos zur Smartwatch mit ultra-kurzem Update-Support

Apple hat heute im Rahmen der WWDC watchOS 27 angekündigt, das nächste, große Betriebssystem-Update für die Apple Watch, das voraussichtlich im Herbst veröffentlicht wird. Abgesehen von Siri AI, Apples neuem Chatbot auf Basis von Google Gemini, bringt das Update kaum Neuerungen mit. Der Software-Support wird dennoch dramatisch eingeschränkt.
Denn während watchOS 26 noch mit der Apple Watch Series 6, 7, 8 und 9, mit der Apple Watch Ultra der ersten Generation und mit der Apple Watch SE der zweiten Generation kompatibel war, kürzt Apple den Software-Support um gleich vier Smartwatch-Generationen. Wer watchOS 27 installieren möchte, benötigt eine Apple Watch Series 10 oder 11 (ca. 299 Euro auf Amazon), eine Apple Watch Ultra 2 oder 3, oder aber eine Apple Watch SE 3. Damit hat die Apple Watch Series 9, die vor zweieinhalb Jahren auf den Markt gekommen ist, nur zwei große Betriebssystem-Updates erhalten.
Das ist nicht zuletzt deshalb ärgerlich, weil die Smartwatch mit dem Apple S9 ausgestattet ist. Der gleiche Chip kommt auch in der Apple Watch Ultra 2 zum Einsatz, die zeitgleich mit der Series 9 auf den Markt gekommen ist, die das Update auf watchOS 27 aber noch erhält. Nachdem der Apple S6, S7 und S8 der drei vorherigen Apple Watch Generationen technisch identisch waren, könnte zumindest die fehlende Kompatibilität mit Modellen auf Basis dieser Chips technische Gründe haben.
Dass Apple Kunden, die erst vor zwei Jahren eine teure Smartwatch gekauft haben, im Regen stehen lässt, zeigt aber, dass auf Apple Watch Updates kein Verlass ist. Wer eine Apple Watch kauft, sollte nicht mehr mit langjährigem Software-Support rechnen. Schade, denn gerade im Smartwatch-Markt waren langjährige Updates bisher ein echter Vorteil der Apple Watch verglichen mit vielen Konkurrenten.
Quelle(n)
Eigene | Apple | Amanz (Teaser-Bild)









