Astronomen entdecken einen der ältesten Sterne überhaupt – mit Hinweisen auf das frühe Universum

Nach dem Urknall bestand das Universum fast nur aus Wasserstoff und Helium. Schwere Elemente gab es noch nicht. Im frühen Universum fanden sich auch keinerlei Metalle. Die ersten Sterne entstanden einige hundert Millionen Jahre später. Durch Kernfusion in ihrem Inneren wurden die ersten schweren Elemente wie Kohlenstoff, Magnesium und Sauerstoff gebildet. Als diese Sterne starben, schleuderten Supernova-Explosionen die Elemente ins All. Dort vermischten sie sich mit Gaswolken und lieferten die Bausteine für die nächste Sterngeneration.
Sterne, die früh in der kosmischen Geschichte entstanden, enthielten sehr wenig Metall auf und fungieren heute wie Zeitkapseln. PicII-503 ist ein Stern in der Zwerggalaxie Pictor II. Das Überraschende an ihm ist, dass er fast kein Eisen enthält, dafür aber eine extrem hohe Kohlenstoffhäufigkeit aufweist. Damit zählt er zu den chemisch ursprünglichsten Sternen, die jemals entdeckt wurden.
Dieser Sterntyp, der als kohlenstoffangereicherter metallarmer Stern (Carbon-Enhanced Metal-Poor, CEMP) bezeichnet wird, wurde mithilfe der Dark Energy Camera identifiziert, die am Victor M. Blanco Telescope montiert ist.
Wissenschaftler gehen davon aus, dass der erste Stern, der das Gas angereichert hat, aus dem sich dieser Stern bildete, eine energiearme Supernova durchlief. Dadurch fielen die schwereren Elemente zurück in den kollabierten Überrest, während nur die leichteren Elemente entweichen konnten. Aus diesem Gas entstand dann ein Stern der zweiten Generation. PicII-503 liefert damit eine direkte chemische Aufzeichnung der ersten Sterne und verbessert unser Verständnis der chemischen Entwicklung des Universums.
Quelle(n)
Natur Astronomie über Phys.org
Bildnachweis: CTIO/NOIRLab/DOE/NSF/AURA Bildbearbeitung: Bildbearbeitung: T.A. Rector (University of Alaska Anchorage/NSF NOIRLab), M. Zamani & D. de Martin (NSF NOIRLab) Danksagung: PI: Anirudh Chiti, Alex Drlica-Wagner










