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Auf der Zielgeraden: Intel-CEO erklärt Umbau für zu 80 % abgeschlossen

Lip-Bu Tan am Hauptsitz von Intel. Der Aktienkurs des Unternehmens hat sich seit seinem Amtsantritt als CEO etwa vervierfacht.
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Lip-Bu Tan am Hauptsitz von Intel. Der Aktienkurs des Unternehmens hat sich seit seinem Amtsantritt als CEO etwa vervierfacht.
Laut Intel-CEO Lip-Bu Tan ist die Umstrukturierung des Unternehmens zu 80 % abgeschlossen. Seit März 2025 wurde der Großteil der Führungsspitze ausgetauscht. Um bei der Chipfertigung zu TSMC aufzuschließen und die eigene Position im KI-Bereich zu stärken, dürften allerdings noch jahrelange Investitionen nötig sein.

Laut Intel-CEO Lip-Bu Tan ist die umfassende Umstrukturierung des Unternehmens zu etwa 80 % abgeschlossen. In einem Interview mit Nikkei erklärt er, seit seinem Amtsantritt im März 2025 den Großteil der Führungsspitze ausgetauscht zu haben. Mit dem Konzernumbau will der Chiphersteller vor allem in der fortschrittlichen Chipfertigung und im KI-Bereich verlorenen Boden gutmachen.

Tan hat mehrere neue Führungskräfte ins Unternehmen geholt, darunter den ehemaligen SK-hynix-CEO Seok-Hee Lee. Der Umbau hat auch prominente Investoren angezogen: Nvidia und SoftBank haben Intel-Aktien im Wert von 5 beziehungsweise 2 Milliarden US-Dollar erworben. Seit Tans Amtsantritt hat sich der Aktienkurs von Intel ungefähr vervierfacht. Welche Umstrukturierungsmaßnahmen noch ausstehen und wann der Prozess vollständig abgeschlossen sein soll, lässt Tan allerdings offen.

Intel versucht, bei der Fertigung modernster Chips zum taiwanischen Konkurrenten TSMC aufzuschließen und sich gleichzeitig gegen Nvidia und andere Wettbewerber im KI-Chip-Markt zu behaupten. Unter dem früheren CEO Pat Gelsinger hatte Intel bereits Milliardeninvestitionen in den Ausbau seiner Fertigungskapazitäten und den Aufbau des Auftragsfertigungsgeschäfts angekündigt. Im dritten Quartal 2024 verzeichnete das Unternehmen im Zuge umfangreicher Umstrukturierungsmaßnahmen einen Nettoverlust von 16,6 Milliarden US-Dollar. Gelsinger trat im Dezember desselben Jahres zurück.

Tan räumte ein, dass der Wiederaufbau von Intels Auftragsfertigungsgeschäft eine langfristige Aufgabe sei. Als Beispiel verwies er auf TSMC, das selbst 10 bis 20 Jahre gebraucht habe, um sich zum weltweit führenden Auftragsfertiger für Halbleiter zu entwickeln. Die Entwicklung neuer Fertigungstechnologien und der Bau neuer Fabriken erforderten über viele Jahre hinweg Investitionen in Milliardenhöhe.

Tan erklärt außerdem, dass staatliche Unterstützung Intel dabei helfen könne, die notwendigen langfristigen Investitionen in neue Technologien und Fertigungsanlagen zu stemmen. Im vergangenen Jahr wandelte die US-Regierung bereits zugesagte Fördermittel in eine Beteiligung in Höhe von 8,9 Milliarden US-Dollar um und sicherte sich damit 9,9 % der Intel-Aktien, allerdings ohne einen Sitz im Verwaltungsrat. Nach einer späteren Aktienausgabe sank der Anteil auf rund 8,2 %.

Laut Tan nutzt die US-Regierung ihre Beteiligung nicht, um Einfluss auf die Unternehmensstrategie zu nehmen. Intel treffe seine Entscheidungen weiterhin unabhängig.

Auf die Konkurrenz durch die chinesische Halbleiterindustrie angesprochen, erklärt Tan, dass sowohl US-amerikanische als auch chinesische Unternehmen ihre Stärken und Schwächen hätten. Entscheidend sei vor allem, welche Lösungen den Bedürfnissen von Privat- und Geschäftskunden am besten gerecht würden. Dabei müssten allerdings auch geopolitische Beschränkungen berücksichtigt werden. Auf die Frage, ob China innerhalb der nächsten fünf bis zehn Jahre technologisch zu den USA aufschließen könne, antwortet Tan, dass chinesische Unternehmen bereits heute „gar nicht so weit zurückliegen“ würden.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-10 > Auf der Zielgeraden: Intel-CEO erklärt Umbau für zu 80 % abgeschlossen
Autor: Andrew Sozinov, 17.10.2026 (Update: 17.10.2026)