Besser als EmuDeck? RetroDECK plant großes Retro-Update fürs Steam Deck

Wer auf dem Steam Deck (derzeit 780 Euro auf Amazon) ältere Konsolenspiele spielen möchte, dürfte früher oder später über EmuDeck stolpern – eine Software, die einzelne Emulatoren installiert und verwaltet. RetroDECK ist hingegen eine Plattform, die Emulatoren in einer Software bündelt, was Vor- und Nachteile hat. Mit dem geplanten Update könnte die Plattform aber künftig stärker in den Fokus rücken.
Mit Version 0.11.0 soll RetroDECK deutlich wachsen. Wie durch ein Interview mit den Entwickler bekannt wurde, das aktuell auch auf Reddit diskutiert wird, sind mindestens 23 zusätzliche Komponenten geplant – darunter Xbox-360-Emulation über Xenia Edge und Amiberry für Amiga-Spiele. Außerdem soll es seltenere Computersysteme, weitere Spiele-Engines und Mudlet geben. Letzteres ermöglicht den Zugang zu textbasierten Onlinewelten, die als Vorläufer moderner MMOs gelten und teilweise bis heute gepflegt werden. Das dürfte für Retro-Fans starke Argument sein.
Ist RetroDECK damit besser als EmuDeck?
Für Nutzer, die möglichst wenig Aufwand mit der Einrichtung und Verwaltung ihrer Retro-Spiele haben möchten, könnte RetroDECK künftig tatsächlich die bessere Wahl sein. Da alle Emulatoren in einem gemeinsamen Flatpak-Paket stecken, lassen sie sich zusammen installieren, aktualisieren und wieder entfernen. Ob RetroDECK nach dem Update funktional mit EmuDeck mithalten kann, muss sich erst noch zeigen, aber an Auswahl dürfte es wohl auf keiner der beiden Plattformen mangeln.
Allerdings hat RetroDECK auch Nachteile, die es für einige Reddit-Nutzer nicht zur ersten Wahl machen. Da alles in einer Anwendung steckt, werden die enthaltenen Emulatoren auch gemeinsam aktualisiert. Nutzer können ihre Emulatoren also nicht einzeln updaten, sondern müssen stets den nächsten RetroDECK-Patch warten. Bei EmuDeck lassen sich die Emulatoren dagegen unabhängig voneinander aktualisieren. Wer nur wenige Emulatoren nutzt, ist mit EmuDeck wahrscheinlich besser beraten. Immerhin lässt sich eine kleine Auswahl ohnehin leicht verwalten – und dann auch beliebig aktualisieren.
Quelle(n)
Bildquelle: RetroDECK











