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Billiger Bluetooth-Tracker trackt 500 Millionen teures Kriegsschiff für 24 Stunden

Bild der HNLMS Groningen
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Bild der HNLMS Groningen
Ein niederländischer Journalist hat eine gravierende Schwachstelle bei der operativen Sicherheit aufgezeigt, indem er einen günstigen Bluetooth-Tracker in eine Postkarte gesteckt hat. Nachdem der Tracker an Bord der fast 500 Millionen Euro teuren HNLMS Evertsen gelangt war, hat er den Echtzeitstandort der Fregatte über ein Crowdsourcing-Netzwerk rund 24 Stunden lang übermittelt.

Ein kleiner Bluetooth-Tracker für knapp 4 Euro in einer gewöhnlichen Postkarte hat ausgereicht, um die Echtzeitbewegungen eines niederländischen Kriegsschiffs im Wert von 496 Millionen Euro für 24 Stunden lang offenzulegen, ohne dass die Besatzung etwas davon bemerkt hat.

Laut The Register ist das an Bord der HNLMS Evertsen passiert, einer modernen Luftverteidigungsfregatte, die als Teil einer NATO-Trägerkampfgruppe im Einsatz gewesen ist. Das Schiff hat im östlichen Mittelmeer operiert, als der Bluetooth-Tracker an Bord gelangt ist.

Gleichzeitig ist der Echtzeitstandort des Schiffs über ein Crowdsourcing-Tracking-Netzwerk an Smartphones in der Nähe übermittelt worden. Besonders brisant ist, dass diese Sicherheitslücke durch einen Bluetooth-Tracker für 4,24 Euro entstanden ist, der sich problemlos online kaufen lässt, kombiniert mit einfachen Anweisungen des niederländischen Verteidigungsministeriums zum Versand von Postkarten und Briefen.

Das Ministerium hat öffentlich leicht verständliche Hinweise veröffentlicht, wie der Kontakt zu Seeleuten auf See per Brief und Postkarte aufrechterhalten werden kann. Die Post durchläuft in der Regel keine vollständige Röntgenkontrolle, weshalb der niederländische Journalist Just Vervaart beschlossen hat, einen gewöhnlichen Bluetooth-Tracker in eine Grußkarte zu legen und abzuschicken.

Später ist die Postkarte an Bord der HNLMS Evertsen angekommen, hat begonnen, die Smartphones von Besatzungsmitgliedern anzupingen, und hat die Koordinaten an Vervaart zurückgemeldet. Vervaart hat die Fregatte überwacht, als sie den Hafen von Heraklion auf Kreta verlassen hat, und beobachtet, wie sie entlang der Küste der Insel und weiter ostwärts Richtung Zypern gefahren ist. Der Bluetooth-Tracker hat zwar nur die Koordinaten der Evertsen preisgegeben, die Fregatte hat jedoch eine größere Kampfgruppe vor möglichen Raketenbedrohungen geschützt.

Diese Informationen hätten von Gegnern leicht genutzt werden können, um die Position der gesamten Flotte zu triangulieren. Noch gefährlicher ist, dass Bluetooth-Tracker weder ein eigenes GPS noch eine eigene Mobilfunkverbindung benötigen, sondern lediglich Signale von Smartphones in der Nähe mitnutzen. Sobald die Grußkarte an Bord gewesen ist, musste der Bluetooth-Tracker also nur noch ein Signal nach außen senden.

Marinevertreter haben den Tracker später bei einer routinemäßigen Postsortierung gefunden und rasch deaktiviert. Als Reaktion auf den Vorfall hat das niederländische Verteidigungsministerium elektronische Grußkarten mit Batterien umgehend verboten.

Allerdings ist das nicht der erste Vorfall gewesen, der Schwächen bei der operativen Sicherheit der Marine offengelegt hat. Vor knapp einem Monat hat ein französischer Offizier an Bord der Charles de Gaulle seine Laufstrecke bei Strava hochgeladen und damit faktisch die genauen Koordinaten des Flugzeugträgers im Mittelmeer offengelegt.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-04 > Billiger Bluetooth-Tracker trackt 500 Millionen teures Kriegsschiff für 24 Stunden
Autor: Rahim Amir Noorali, 22.04.2026 (Update: 22.04.2026)