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ChatGPT ist zurück auf WhatsApp, die EU zwang Meta dazu

ChatGPT lässt sich in der EU wieder direkt in WhatsApp nutzen. Möglich wurde das, weil die EU-Kommission Meta per einstweiliger Anordnung zwang, WhatsApp wieder für fremde KI-Assistenten zu öffnen. So erreichst du ChatGPT im Messenger, und darauf solltest du achten.

ChatGPT ist in der EU wieder direkt in WhatsApp verfügbar. OpenAI hat den Dienst am 13. Juli für den Europäischen Wirtschaftsraum zurückgebracht, nachdem er rund ein halbes Jahr weg war. Du erreichst den Assistenten über den verifizierten Kontakt 1-800-CHATGPT, ganz ohne die separate ChatGPT-App.

So nutzt du ChatGPT in WhatsApp

Schreib den verifizierten Kontakt 1-800-CHATGPT in WhatsApp an, dann startet der Chat wie mit einer normalen Kontaktperson. Fragen stellen, Bilder hochladen, Sprachnachrichten senden, KI-Bilder erzeugen, alles läuft im Messenger, und das in vielen Sprachen. Für viele ist das der bequemere Weg, weil WhatsApp ohnehin den ganzen Tag offen ist. Wer ChatGPT im vollen Umfang will, greift weiter zur App oder zur Website. Wie sich ChatGPT gegen Gemini und Claude schlägt, zeigt unser Vergleich der KI-Assistenten.

Warum ChatGPT überhaupt verschwunden war

Meta hatte die Regeln für seine WhatsApp-Business-API geändert. Angekündigt im Oktober 2025, für Bestandsanbieter wie OpenAI ab dem 15. Januar 2026 wirksam, verbot Meta damit universelle KI-Chatbots auf der Plattform. ChatGPT flog raus, ebenso Microsofts Copilot und Perplexity. Erlaubt blieben nur eng umrissene Firmen-Bots für Support, Buchungen oder Bestellstatus. Meta begründete den Schritt mit der hohen Last durch das Nachrichtenaufkommen. Parallel bewarb Meta seinen eigenen KI-Assistenten in WhatsApp, was Kritiker als Verdrängung der Konkurrenz lasen.

Die EU-Kommission zwang Meta zur Kehrtwende

Am 9. Juni 2026 verhängte die EU-Kommission eine einstweilige Anordnung gegen Meta. Der Konzern muss fremde Universal-KI-Assistenten wieder an die WhatsApp-Business-API lassen, zu denselben Bedingungen wie vor dem 15. Oktober 2025, als der Zugang für diese Dienste kostenlos war. Die Anordnung gilt bis zum Ende des Kartellverfahrens. Zwischenzeitlich hatte Meta die Anbieter im März 2026 nur gegen Gebühr zurückgelassen, was die Kommission als faktischen Bann wertete. Hält sich Meta nicht daran, drohen Zwangsgelder von bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes. Die Rückkehr von ChatGPT ist die direkte Folge dieser Anordnung.

Das solltest du beachten

Der Zugang rollt gerade aus, bei einigen Nutzern ist er schon aktiv, bei anderen noch nicht. Einzelne berichten, dass ihr WhatsApp-Konto nach dem Anschreiben von ChatGPT gesperrt wurde. Die Ursache ist unbestätigt, Meta und OpenAI äußern sich dazu nicht, denkbar sind eine Spam-Erkennung oder Verifizierungsprobleme. Nutze deshalb nur den echten, verifizierten Kontakt 1-800-CHATGPT und keine Nachbauten. Wie viel bei WhatsApp gerade ohnehin in Bewegung ist, zeigt auch der Streit um die neuen WhatsApp-Nutzernamen. Über WhatsApp hinaus hat OpenAI ChatGPT frisch auch für Kakao in Südkorea und Viber in einigen Märkten geöffnet.

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Autor: Steffen Zahn, 14.07.2026 (Update: 14.07.2026)