DLSS 5 funktioniert jetzt mit klassischen MS-DOS Spielen, Doom bereits lauffähig

DLSS 5 per Mod in verschiedenste Spiele und Anwendungen einzubauen, liegt derzeit offenbar voll im Trend. Die Modder arbeiten weiter an neuen Umsetzungen. Zahlreiche Tools ermöglichen es, die Technik in eigene Lieblingsspiele zu integrieren und dort auszuprobieren. Der YouTuber Nikolai Zhivotenko hat nun einen Ansatz vorgestellt, der möglicherweise erstmals DLSS 5 auf klassische DOS-Spiele überträgt. Ziel sind inoffizielle Remaster dieser Titel.
DLSS 5 im Doom-Klassiker
In seinem neuesten Video zeigt Nikolai, wie sich DLSS 5 in das ursprüngliche Doom einbinden lässt. Dafür nutzt er die Linux-Version Doom v1.10, die bis auf wenige kleinere Änderungen nahezu identisch mit der ursprünglichen MS-DOS-Fassung ist. Zum Einsatz kommt das von rakanki911 entwickelte Tool DLSS Swapper, das auf GitHub verfügbar ist.
Auf einer GitHub-Seite unter dem Namen "niko-zvt" stellt Nikolai den Quellcode und die benötigten Dateien bereit. Laut MakeUseOf funktioniert DLSS 5 nicht mit der Steam-Version des ursprünglichen Doom. Die Mod unterstützt ausschließlich Nikolais eigene Windows-Portierung der Linux-Fassung. Die Installation ist vergleichsweise einfach. Eine vollständige Anleitung steht in der Beschreibung auf GitHub.
Lohnt sich ein Doom-Remaster mit DLSS 5?
Nach den Tests von MakeUseOf wird das Projekt der von Nikolai gewählten Bezeichnung als Doom-Remaster nicht gerecht. Die Bildqualität ist zwar deutlich schärfer, insgesamt wirkt das Spiel aber nahezu unverändert, vermutlich aufgrund seines Alters. Die von vielen erwarteten Änderungen an Beleuchtung und Grafik bleiben aus. Stattdessen werden lediglich einige Texturen und Teile des HUD aufpoliert. Dabei verändert sich sogar Doomguys Haarfarbe.
Probleme mit DLSS 5
Die Integration von DLSS 5 scheint das Spielerlebnis allerdings in mehreren Punkten verschlechtert zu haben. Das neuronale Rendering führt bei schnellen Bewegungen zu einer instabilen Bilddarstellung. Solche Situationen gehören in Doom zum normalen Spielablauf. Das Bild wirkt unscharf, besonders stark, wenn die Spielfigur von Gegnern umringt ist. Texturen und Polygonmodelle können zunächst zwar scharf aussehen, doch sobald sich die Spielfigur bewegt, verschwimmt die Darstellung zu einem unscharfen Durcheinander.
Ein weiteres, wenig überraschendes Problem betrifft die Leistung. Obwohl Doom kaum hohe Anforderungen an die Hardware stellt, hat die Integration von DLSS 5 die CPU-Auslastung erheblich beeinflusst. Dadurch wirkt die Leistung im Spiel uneinheitlich.
Fazit
Die Beispiele der vergangenen Wochen zeigen, dass DLSS 5 ältere Spiele grafisch deutlich aufwerten kann. Bei diesem Projekt könnten sich die Modder allerdings zu viel vorgenommen haben. Möglicherweise sind DOS-Spiele aufgrund ihres Alters für ein Remaster ungeeignet. Es handelt sich jedoch um eine inoffizielle Mod. Eine native Integration könnte andere Ergebnisse liefern. Vorerst genügt es, die weitere Entwicklung des Projekts zu verfolgen.





