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Elon Musk will die Sonne verdunkeln – und damit das Klima retten

Elon Musk will scheinbar den Klimawandel stoppen, indem er die Sonne mittels einer KI-Satellitenflotte verdunkelt. (Bildquelle: jplenio/Pixabay; Tumisu/Pixabay)
Elon Musk will scheinbar den Klimawandel stoppen, indem er die Sonne mittels einer KI-Satellitenflotte verdunkelt. (Bildquelle: jplenio/Pixabay; Tumisu/Pixabay)
Wie Elon Musk auf X angekündigt hat, scheint der Tech-Milliardär mit der Idee zu spielen, die Sonne mithilfe einer KI-gesteuerten Satellitenflotte zu verdunkeln. Das Ziel: Die globale Erwärmung aufhalten.

Tech-Milliardär Elon Musk ist bestens bekannt für exzentrische Ideen. Zuletzt ging es um einen Marktplatz, auf dem Nutzer von Musks Nachrichtendienst X User-Namen zu absurd hohen Preisen kaufen können. Im Vergleich zu Musks neuestem Einfall klingt das vollkommen harmlos. Wir der Multiunternehmer am 3. November auf X bekannt gegeben hat, scheint er die Sonne verdunkeln zu wollen, um den Klimawandel zu bekämpfen.

Umgesetzt werden soll die Idee mit einer Flotte KI-gesteuerter Satelliten. „Eine große solarbetriebene, KI-gesteuerte Satellitenkonstellation könnte die globale Erwärmung verhindern, indem sie minimale Anpassungen daran vornimmt, wie viel Sonnenenergie die Erde erreicht“, so der Tech-Milliardär. Musks Satelliten, hunderte oder sogar tausende davon, würden das Sonnenlicht also gezielt abschwächen – wie ein gigantischer Sonnenschirm.

Die Idee erinnert an das Solar Radiation Management-Verfahren (SRM), bei dem Sonnenlicht teilweise reflektiert oder blockiert wird, um die Erde abzukühlen. Denkbar wäre, dass Elon Musk die Satelliten mit seinem Raumfahrtunternehmen SpaceX selbst baut und in die Umlaufbahn schickt. Gesteuert würden diese dann von einer KI-Plattform – vermutlich auf Basis selbstlernender Algorithmen, die kontinuierlich Daten zu Sonneneinstrahlung und globaler Temperatur analysieren. Die KI könnte von Musks Unternehmen xAI beigesteuert werden.

SRM hat viele Risiken

Wenngleich noch unklar ist, wie ernst Musk es mit dieser Idee ist, sollte an dieser Stelle angemerkt werden, dass diese einige Risiken birgt – zumindest, wenn sie tatsächlich auf dem SRM-Verfahren beruht. Experten der Columbia Climate School weisen darauf hin, dass Eingriffe in die Sonneneinstrahlung zwar theoretisch kurzfristige Abkühlungseffekte bewirken könnten, zugleich aber unvorhersehbare Nebeneffekte hätten. Dazu zählen mögliche Veränderungen des globalen Niederschlags, eine Schwächung der Ozonschicht und negative Einflüsse auf landwirtschaftliche Erträge.

Auch das Risiko des sogenannten Termination Shock wird in diesem Zusammenhang immer wieder betont: Sollte ein solches Programm abrupt enden – etwa durch technische Ausfälle oder politische Konflikte –, würde die zuvor künstlich gebremste Erwärmung mit voller Wucht zurückkehren. Laut Simulationen der NOAA und der Indiana University könnte die globale Temperatur dadurch innerhalb weniger Jahre sprunghaft ansteigen.

Kritische Reaktionen in sozialen Netzwerken

Auf X zeigen sich die meisten Nutzer kritisch bis sarkastisch – und vergleichen Musk unter anderem mit Comic-Schurken: „Mr. Burns hatte dieselbe Idee“, spottet ein User als Anspielung auf eine Simpsons-Episode. Andere warnen vor Kontrollphantasien: „Menschen werden sich nicht mal untereinander einig – aber sollen das Weltklima regulieren?“ Wieder andere sorgen sich um Sicherheit und Missbrauch: „Wer kontrolliert den Thermostat?“.

Quelle(n)

Elon Musk via X (ehemals Twitter)

Bildquelle: jplenio/Pixabay; Tumisu/Pixabay

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Autor: Marius Müller,  7.11.2025 (Update:  7.11.2025)