Die gesamte Vorstellung von Work-Life-Balance in der Unternehmenswelt ist weitaus polarisierender als nötig. Es gibt zahlreiche Forschungsstudien und Umfragen, die darauf hinweisen, dass Arbeitnehmer – wenig überraschend – eine angemessene Work-Life-Balance wünschen, was wiederum ihre Gesundheit und Moral fördert.
Work-Life-Balance ist für viele ein Fremdwort
Dabei mangelt es nicht an milliardenschweren CEOs, die sich weigern zu akzeptieren, dass ihre Mitarbeiter auch ein Leben außerhalb des Büros haben. Elon Musk beispielsweise entließ Twitter-Mitarbeiter (jetzt X), die sich weigerten, 60 Stunden pro Woche zu arbeiten. Er selbst behauptet, regelmäßig Arbeitswochen mit 80 Stunden zu leisten, was über 11 Stunden pro Tag entspricht. In einer bestimmten Phase soll er Berichten zufolge sogar 120 Stunden pro Woche gearbeitet haben, was zweifellos erstaunlich ist, falls es stimmt.
Daher sollte es nicht überraschen, dass extreme Arbeitszeiten bei xAI, das ebenfalls Musk gehört, keine Seltenheit sind. Kürzlich veröffentlichte Parsa Tajik, ein xAI-Mitarbeiter, einen Beitrag auf X, in dem er enthüllte, dass er eine 36-stündige Arbeitssitzung absolviert hatte und dabei fast „gestorben” wäre, während er gleichzeitig „super-energetisch” gewesen sei. Es ist schwer vorzustellen, wie ein Mensch in einem intellektuell anspruchsvollen Umfeld 36 Stunden lang ohne Schlaf funktionieren kann, aber genau das behauptet Parsa.
Ayush Jaiswal, der ehemalige Leiter der Wachstumsabteilung bei Scale AI, reagierte darauf, indem er behauptete, Work-Life-Balance sei ein hervorragendes Konzept, das er seinen Konkurrenten ans Herz lege. Auch Elon Musk ließ es sich nicht nehmen, Stellung zu beziehen, und kommentierte die Aussage lediglich mit einem lachenden Emoji.
Angesichts des schockierenden Ausmaßes des Wettbewerbs, der das Silicon Valley in letzter Zeit antreibt, lässt sich nicht leugnen, dass Fortschritt durch extrem lange Arbeitszeiten erzielt wird. Die gesamte Diskussion um Work-Life-Balance in hochkompetitiven Tech-Sektoren wird wohl noch lange ein kontroverses Thema bleiben.
Quelle(n)
X via TechSpot











