Google rollt derzeit die dritte Generation seines KI-Modells aus: Gemini 3 Pro, welches GPT 5.1 in aktuellen Benchmarks deutlich übertrifft. Damit übt Google einen immensen Druck auf die Konkurrenz von OpenAI aus, der von Anthropic Opus 4.5 noch verstärkt wird. Berichten zufolge ist der Druck so groß, dass CEO Sam Altman intern die „Alarmstufe Rot“ ausgerufen haben soll. Wie das Wall Street Journal (Paywall) berichtet, stammen diese Informationen aus einem internen Schreiben, das an die Presse durchgesickert ist.
OpenAIs gesamte Ressourcen sollen sich nun auf die Verbesserung von ChatGPT konzentrieren. Die drei Kernziele: höhere Geschwindigkeit, mehr Zuverlässigkeit und bessere Personalisierung. Der Aspekt der Sicherheit, in dem auch Google zuletzt negative Schlagzeilen machte, wurde hier allerdings nicht genannt. Möglicherweise lässt OpenAI hier eine Chance aus, sich von der Konkurrenz abzugrenzen.
Die Ressourcenbündelung bedeutet auch, dass andere Projekte vorerst auf Eis gelegt werden müssen. Dazu zählt vor allem „Pulse“ – ein personalisierter KI-Assistent für den Alltag. Auch die Arbeit an KI-Agenten für Shopping- und Gesundheitsautomatisierung dürfte hinten anstehen. Dasselbe dürfte für die gerüchteweise geplante Werbeintegration gelten. Für die kommende Woche hat OpenAI ein neues Modell angekündigt, das Google vor allem im logischen Denken übertreffen soll. Intern wird es als wichtiger Befreiungsschlag gesehen. Wie dieses im Vergleich zum Gemini 3 Pro abschneiden wird, bleibt abzuwarten. Doch in jedem Fall bleibt es spannend im Rennen um die Marktführerschaft im KI-Sektor.
Quelle(n)
Wall Street Journal (Paywall)













