Epic Games CEO Tim Sweeney hat genug von KI-Labels auf Spieleplattformen – und sagt das auf X sehr deutlich. Sein erster Post vom 26. November wurde über 5 Millionen Mal gesehen, der zweite am 27. November sorgte für noch mehr Gesprächsstoff.
Sweeneys Kernpunkt: KI-Kennzeichnungen in Games-Stores sind sinnlos, weil generative KI künftig in fast jeder Produktion steckt. Aus seiner Sicht gehören solche Labels nur in Bereiche wie Kunst-Ausstellungen oder Asset-Marktplätze – aber nicht in Shops wie Steam oder den Epic Games Store. Ein „Mit KI erstellt“-Badge sei irgendwann so aussagekräftig wie die Info, mit welchem Shampoo ein Entwickler geduscht hat.
Unter Sweeneys Post tobt eine hitzige Debatte. Viele sehen KI genauso wie der Epic-Chef – als normales Entwicklungswerkzeug. Andere befürchten eine kreative Verarmung, die irgendwann dafür sorgt, dass die Gaming-Industrie nur noch seelenlose Titel hervorbringt. Zudem steht der Vorwurf im Raum, Publisher würden die Kennzeichnung nur abschaffen wollen, um Kritik am KI-Einsatz zu umgehen.
Es gibt auch einige Entwickler, die sich gegen KI stellen. So hat etwa Balatro-Entwickler LocalThunk beim Artwork-Design komplett auf den Einsatz generativer KI verzichtet. Auch das aktuell in Entwicklung befindliche Fatasy-RPG Shores of Vaelithar, das mit einem viralen AI-Video entstanden ist, will komplett auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz verzichten. Damit richten sich die Entwickler gezielt an Gamer, die genau wissen wollen, wie viel KI in ihren Spielen steckt – und entgegen Tim Sweeneys-Meinung zur KI-Kennzeichnung auf Spieleplattformen gibt es davon einige.
Quelle(n)
Tim Sweeney via X (ehemals Twitter)
Bildquelle: Epic Games






















