„Emulationsbiest“: So schlägt sich die Steam Machine im PS3-Emulator-Test

Schon das Steam Deck (derzeit 615 Euro auf Amazon) lässt sich mit etwas Geduld in eine ziemlich vielseitige Retro-Konsole verwandeln. Bei der Emulation einer PlayStation 3 stößt der Handheld aber teils an seine Grenzen. Die deutlich stärkere Steam Machine scheint mit RPCS3 besser zurechtzukommen, wie ein neues YouTube-Video von Game Esoterica zeigt.
Getestet wurde bewusst unter wenig schmeichelhaften Bedingungen: Der YouTuber verzichtete auf Performance-Patches und ließ die Shader vor dem Spielen nicht kompilieren. Zu sehen ist damit praktisch die Performance, die Nutzer unmittelbar nach der Einrichtung des Emulators erwarten können. Sobald die Shader zwischengespeichert sind und passende Optimierungen vorgenommen wurden, dürften viele Spiele noch etwas besser laufen.
Den Anfang macht Virtua Fighter 5. Das Kampfspiel stellt zwar keine besonders hohen Anforderungen, reagiert aber empfindlich auf ungleichmäßige Bildausgabe und Eingabeverzögerungen. Im Test lief es mit hochgesetzter interner Auflösung vollkommen flüssig. Weder Grafikfehler noch auffälliges Frame-Pacing oder spürbarer Input-Lag sollen aufgetreten sein.
Auch God of War 3 erweist sich auf der Steam Machine als problemlos spielbar. Das Actionspiel erreichte zwar nicht durchgehend 60 Bilder pro Sekunde, allerdings waren FPS-Einbrüche auch schon auf der originalen PS3-Hardware zu beobachten.
Selbst CPU-lastige PS3-Spiele laufen stabil
Interessant fällt der Test von Katamari Forever aus. Weil sich dabei zahlreiche Objekte gleichzeitig auf dem Bildschirm befinden und permanent physikalische Berechnungen durchgeführt werden, kann das Spiel nicht nur die Grafikeinheit, sondern auch den Prozessor fordern. Die Steam Machine hält das vorgegebene Limit jedoch konstant bei 30 Bildern pro Sekunde. Ein ähnlich rundes Bild zeigt sich bei Dark Souls. Das Action-RPG läuft mit stabilen 30 fps und einer höheren internen Auflösung als auf der ursprünglichen Konsole.
Ganz fehlerfrei war der Test dann aber doch nicht. Bei Gran Turismo 6 stellte Game Esoterica ein Darstellungsproblem im Rückspiegel fest. Das dürfte jedoch eher mit dem noch immer nicht ganz ausgereiften RPCS3-Emulator als mit der Leistung der Steam Machine zusammenhängen. Grundsätzlich läuft jedoch auch das Rennspiel in einem spielbaren Zustand.
Fazit: Ein „Emulationsbiest“
Der YouTuber bezeichnet die Steam Machine als regelrechtes „Emulationsbiest“. Angesichts des hohen Preises sei eine starke Leistung allerdings auch zu erwarten. Zuschauer sehen das offenbar ähnlich und wünschen sich nur unter anderem Tests mit Xbox-360-, PS4- und Arcade-Emulatoren.











