DriveClub: Update für PS4-Emulator für PC liefert 8K-Auflösung, 60 FPS und mehr

Mehr als ein Jahrzehnt nach der Veröffentlichung von DriveClub als PS4-Exklusivtitel beeindruckt die fotorealistische Grafik noch immer. Sony hat das Entwicklerstudio hinter dem Spiel im März 2016 geschlossen, nachdem technische Probleme, ein schwieriger Marktstart und kostspielige Verzögerungen das Budget in die Höhe getrieben hatten. Mehr als zehn Jahre später lässt sich DriveClub nun erstmals annähernd so erleben, wie es ursprünglich vorgesehen war, allerdings nicht dank Sony.
Ein neuer Patch für den PS4-Emulator ShadPS4 ermöglicht es, DriveClub auf dem PC mit Auflösungen von bis zu 8K auszuführen. Damit übertrifft die Darstellung die ursprünglich vorgesehene Obergrenze von 1080p deutlich, auf die das Spiel sowohl auf der PS4 als auch auf der PS5 beschränkt bleibt.
Obwohl DriveClub nicht mehr im PlayStation Store angeboten wird, funktioniert die Abwärtskompatibilität auf der PS5 weiterhin, sofern das Spiel bereits digital erworben worden ist oder eine physische PS4-Disc vorliegt. Die Ladezeiten fallen kürzer aus, ansonsten bleibt das Spielerlebnis weitgehend unverändert, da Evolution Studios bereits vor fast einem Jahrzehnt geschlossen worden ist.
DriveClub hat zuletzt einen nostalgischen Popularitätsschub erlebt. Das im Oktober 2014 veröffentlichte Spiel hatte einen problematischen PS4-Start, der von instabilen Servern geprägt war. Dadurch sind die sozialen "Club"-Funktionen mehrere Wochen lang ausgefallen, was zu den mittelmäßigen frühen Bewertungen beigetragen hat.
Evolution Studios hat nach der Veröffentlichung mit Updates daran gearbeitet, den Ruf des Spiels zu verbessern. Hinzugekommen sind aufwendige Wettereffekte, ein Fotomodus und zahlreiche neue Inhalte. Game Director Paul "Rushy" Rustchynsky hat später über den Start von DriveClub gesprochen und in einem Interview mit dem Edge Magazine vom Juni 2014 die Entscheidung verteidigt, 1080p mit 30 FPS statt 60 FPS anzustreben.
Rustchynsky hat während der Zeit nach der Veröffentlichung auch auf DriveClub und das Vermächtnis des Studios zurückgeblickt. Seinen Angaben zufolge hatte das Team das Spiel vor dem Start umfangreich getestet und war vor der Veröffentlichung überzeugt, "dass alles bereit war".
Ein Meisterwerk, das noch immer überzeugt
Trotz anfänglicher Kritik und Zweifel hat Evolution Studios DriveClub schließlich zu einem der optisch eindrucksvollsten Rennspiele der PS4 entwickelt, bevor das Studio 2016 geschlossen worden ist. Sony hat weder einen Neustart der Reihe noch ein PS5-Remaster veröffentlicht, weshalb sich viele Spieler inzwischen ShadPS4 zuwenden.
Technisch hebt der neue ShadPS4-Patch DriveClub weit über die ursprünglichen Grenzen hinaus. Das Spiel lässt sich in 1440p, 4K und sogar 8K darstellen und unterstützt sowohl unbegrenzte Bildraten als auch einen Modus mit 60 FPS. Gegenüber der ursprünglichen PS4-Version mit 1080p und 30 FPS stellt dies eine deutliche Verbesserung dar.
Der Auflösungs-Patch für ShadPS4 stammt vom Modder Kravickas und ist auf ModDB verfügbar. Er baut auf früheren Versuchen der Community auf, die Auflösung des Spiels zu erhöhen. Neue Gameplay-Videos mit einer GeForce RTX 4080 in Kombination mit einem AMD Ryzen 7 9800X3D zeigen DriveClub in 8K. Das Ergebnis wirkt schärfer, sauberer und realistischer als die von Treppeneffekten und Unschärfe geprägte Darstellung der ursprünglichen PS4-Version.
Auch die Bewegungsunschärfe lässt sich im Spiel deaktivieren. Evolution hatte diesen Effekt ursprünglich genutzt, um bei 30 FPS ein stärkeres Geschwindigkeitsgefühl zu vermitteln. Da DriveClub über ShadPS4 nun mit unbegrenzten Bildraten laufen kann, verliert dieser Kompromiss deutlich an Bedeutung.













